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Rivelin Robotics fertigt einige Teile mit 3D-Druck. Hier ein Steckverbinder.
Foto: Stratasys
Rivelin Robotics fertigt einige Teile mit 3D-Druck. Hier ein Steckverbinder.

Inhaltsverzeichnis

Statement

„3D-Druck hat sich etabliert“

Yann Rageul von Stratasys stellt die These auf, dass 3D-Druck nicht mehr als eine aufkommende Technologie gilt, sondern sich etabliert hat.

Ein Statement von Yann Rageul von Stratasys

Der 3D-Druck hat sich gemausert: Er dient nicht mehr zur Fertigung von Teilen, die der Realität entsprechen, sondern zur Fertigung von Teilen, die Realität sind. Der Wandel vom reinen Prototyping hin zur Bewältigung der Herausforderungen realer Fertigung ergibt sich aus den enormen Fortschritten, die der 3D-Druck in den letzten 20 Jahren gemacht hat – der heute von vielen als Additive Fertigung oder schlicht als „AM“ (Additive Manufacturing) bezeichnet werden.

In Anbetracht der derzeitig hochmodernen 3D-Druck-Verfahren wie Fused Deposition Modeling (FDM), Selective Absorption Fusion (SAF) oder Programmable Photopolymerization bzw. P3 – eine Weiterentwicklung der digitalen Lichtverarbeitung (DLP) – wird deutlich, wie stark sie sich im Vergleich zu den ersten im Handel verfügbaren Systemen in Bezug auf Präzision, Wiederholbarkeit und Materialauswahl entwickelt haben.

Diese Entwicklungen in der Verfahren haben wiederum zunehmend das Vertrauen gefestigt. Obwohl solche Technologien im Vergleich zu traditionellen, althergebrachten Fertigungsmethoden noch relativ neu sind, vertrauen viele fortschrittliche Hersteller bereits auf den 3D-Druck und betrachten ihn als Herstellungsverfahren, die ihre Erwartungen mehr als nur erfüllen kann. Benutzer vertrauen auf die Wirtschaftlichkeit des 3D-Drucks im Vergleich zu anderen Fertigungstechnologien. Endverbraucher vertrauen in funktionskritischen Anwendungsbereichen auf 3D-gedruckte Komponenten.

Zwar kann 3D-Druck nicht alle Fertigungsmethoden ersetzen, doch wenn Anwendung und Technologie zusammenpassen, ist 3D-Druck genauso wie Spritzguss oder CNC-Bearbeitung zu betrachten: als das richtige Werkzeug für die jeweilige Arbeit. Tatsächlich handelt es sich um ein äußerst konkurrenzfähiges Instrument, das jedes Jahr bei der Schaffung von Arbeitsplätzen in Anwendungsbereichen und Branchen praktisch und wirtschaftlich immer sinnvoller wird.

Leider wird von etablierten Meinungsträgern und sogar innerhalb der Welt der Hersteller 3D-Druck noch immer allzu oft als „aufkommende“ Technologie oder als eine Art Science Fiction dargestellt. Kratzt man jedoch auch nur leicht an der Oberfläche der erfolgreichsten und führenden Fertigungsunternehmen der verschiedensten Branchen, zeigt sich dort mit Sicherheit, dass AM schon seit geraumer Zeit erfolgreich in den Betrieb integriert oder zumindest teilweise im Wachstumsplan des Unternehmens für die Zukunft vorgesehen ist. In den kommenden Jahren wird AM in einigen Bereichen zweifelsohne immer noch ausreifen müssen, doch bei den fortschrittlichen Herstellern, bei denen die Technologie bereits heute eingesetzt wird und Vertrauen genießt, hat sie schon jetzt Spuren hinterlassen und ihren Wert als praktische und gewinnbringende Fertigungslösung unter Beweis gestellt.

Durch den Einsatz des SAF-Verfahrens für eines unserer Produktionswerkzeuge für automatische Messung konnten wir beispielsweise die Arbeitszeit um atemberaubende 287 Stunden im Jahr reduzieren. Somit birgt diese Technologie wahrlich ein enormes Potenzial für den breiteren Markt. Auch Rivelin Robotics mit Sitz in Großbritannien konnte mit dem Verfahren die robotischen Nachbearbeitungssysteme mit kundenspezifischen 3D-gedruckten Teilen optimieren, die speziell auf bestimmte Leistungsmerkmale und Funktionen zugeschnitten sind. Das wurde durch additive Fertigung beim schnellen, effizienten Erstellen, Testen und Iterieren von Prototypen möglich.

Oft kann 3D-Druck als Lösung für neue Probleme und Anwendungsbereiche dienen. Auf der Suche nach einer solchen Lösung denken viele Menschen möglicherweise nicht einmal an den 3D-Druck und das größte Hindernis für die Erschließung des wahren Potenzials von AM stellt die Änderung ihrer Denkweise dar. Das ist einer der Gründe, aus denen Stratasys sein Angebot vertikal aufgestellt hat und wagt einen Vorstoß mit der 3D-Druck-Branche“ als eigenständige Marktlandschaft.

Um einen wahren Wandel anzustoßen und die Akzeptanz zu fördern, sind die unterschiedlichen Herstellersegmente in ihrer eigenen Sprache anzusprechen und Beispiele zu verwenden, die sich auf sie und ihre Konkurrenz beziehen. Daraus entstehen speziell auf vertikale Anwendungsbereiche zugeschnittene 3D-Drucklösungen, bei denen die Bewältigung spezifischer Fertigungsherausforderungen und nicht die dazu herangezogene Technologie im Mittelpunkt stehen. Tatsächlich waren nur wenige Geschäftsbereiche speziell auf der Suche nach 3D-Druck. Sie suchten schlichtweg nach Lösungen für ihre Herausforderungen. Dabei konnte es sich um Endbauteile für Fahrzeugbau, Luft- und Raumfahrt und Industrie oder aber um die Herstellung von Prototypen, medizinischen Modellen oder Implantaten handeln.

Erst wenn die Reaktion auf die Arbeit im 3D-Druck der Reaktion auf die Arbeit in der Fertigung gleichkommt, ist tatsächlich in den Augen aller der Sprung vom Prototyping zur Fertigung geschafft. Heute müssen wir zunächst unsere eigene Denkweise ändern und es laut aussprechen.

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Auch diese Bauteile hat Rivelin Robotics mit SAF gefertigt.
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