Foto: Stratasys

Additive Fertigung

3D-Druck: Hochleistungsthermoplast für FDM-Verfahren

Stratasys hat für sein FDM-Verfahren einen neuen Hochleistungsthermoplast auf PEKK-Basis mit dem Namen Antero 800 NA vorgestellt.

Für viele Hersteller bietet ein Material auf PEKK-Basis in der Additiven Fertigung mit FDM erhebliche Vorteile, wie geringeres Gewicht, reduzierte Lagerbestände und verbesserte Rentabilität.

Antero 800NA ist im Vergleich zu anderen Hochleistungsthermoplasten mit hervorragender chemischer Beständigkeit und extrem geringer Ausgasung, laut Unternehmensangaben, unübertroffen. Darüber hinaus verfügt das Material über eine hohe Temperaturbeständigkeit und hervorragende Gebrauchseigenschaften.

Antero 800NA ist insbesondere für die Luft- und Raumfahrt und Hersteller anderer Hochleistungstransportmittel interessant, die zum Additiven Fertigungsprozess wechseln möchten.

Viele Einsatzmöglichkeiten dank guter Werkstoffeigenschaften

Dank der guten Chemikalienbeständigkeit kann das Material für Komponenten verwendet werden, die Kohlenwasserstoffen wie Kraftstoffen und Schmierstoffen sowie vielen Arten von Säuren ausgesetzt sind. Die geringe Ausgasung ermöglicht zudem den Einsatz in engen Räumen und empfindlichen Umgebungen, wie Satelliten, bei denen Materialien unter Vakuum nicht ausgasen dürfen. Die hohe zulässige Betriebstemperatur von Antero 800NA ist für den Einsatz unter der Motorhaube oder im Motorraum ausgelegt.

Eine kundenspezifische oder kleinvolumige Additive Fertigung mit Antero 800NA hat wirtschaftliche Vorteile gegenüber herkömmlichen Bearbeitungsprozessen. Bei traditionellen Verfahren kaufen die Hersteller PEKK in großen Mengen ein (es ist nur in bestimmten Formen und Größen erhältlich) und bringen es durch maschinelle Verarbeitung in die fertige Form. Dadurch wird eine beträchtliche Menge an teurem Material verschwendet und eine längere Vorlaufzeit benötigt. Mit einem Additiven Verfahren wird der Arbeitsablauf beschleunigt und ermöglicht die Herstellung leichterer Bauteile mit optimierter Oberflächenbeschaffenheit und deutlich geringerem Materialverbrauch.

Ein weiterer wichtiger Vorteil der Additiven Fertigung besteht darin, dass PEKK-Bauteile nach Bedarf hergestellt werden können, statt unter Umständen jahrelang in einem Regal zu liegen, bevor sie benötigt werden. Durch die geringeren Lagerkosten wird auch die Rentabilität erhöht.

Zu den Zielbranchen gehören neben der Luft-/Raumfahrt und Automobilindustrie auch die industrielle High-End-Fertigung sowie Öl- und Gasverarbeitende Branchen.

Bauteile auch bei kleinen Mengen kostengünstig

Im Gegensatz zu PEKK-Bauteilen, die mit Additiven Verfahren auf Pulver-Basis hergestellt werden, sind selbst große Bauteile aus Antero 800NA langlebiger und formstabiler. Darüber hinaus sind sie auch in geringen Mengen kostengünstig zu produzieren.

Folgende Vorteile hat Antero 800NA unter anderem gegenüber anderer, additiver Verfahren:

  • Robustere Bauteile durch höhere Bruchdehnung in der X- und Z-Achse

  • Konsistente mechanische Eigenschaften

  • Kostengünstigere Produktion von Kleinserien

  • Hervorragende Formstabilität bei großen Bauteilen

  • Alle Vorteile der FDM-Technologie, wie Benutzerfreundlichkeit und Designfreiheit

Antero wird ausgebaut

Antero 800NA ist das erste kommerzielle Produkt einer geplanten Produktfamilie von Materialien auf PEKK-Basis. Das Material wird anfänglich mit einer Schichtstärke von 0,25 mm angeboten. Weitere Schichtstärken sind für die nächste Version geplant.

Antero 800NA soll ab dem zweiten Quartal 2018 für die Fortus 450mc von Stratasys und voraussichtlich im vierten Quartal 2018 für die Fortus 900mc erhältlich sein. Derzeitige Anwender der Fortus 450mc mit dem Hochleistungsmaterialpaket werden Antero 800NA ohne Zusatzkosten nutzen können. Anwender der Fortus 450mc ohne das Hochleistungsmaterialpaket können eine Lizenz für das Paket oder für das individuelle Material erwerben. Die Fortus 450mc Systeme müssen mit einem Hardware-Upgrade für Nylon 12CF sowie einer neuen Düse und einem neuen Purge-Block für den Einsatz des Materials Antero 800NA ausgestattet werden.

Additive Fertigung

Sabic: Neues hochschlagzähes Filament

Sabic stellt auf der Formnext Lexan EXL AMHI240F, ein neues Filament für die Additive Fertigung, vor. Mit welchen Eigenschaften es überzeugt, lesen Sie hier.

Additive Fertigung

3D-Druck mit bis zu 300 °C

Eos präsentiert auf der Formnext den neuen 3D-Drucker P 500. Mit ihm lassen sich Werkstoffe bis 300 °C verarbeiten.

Additive Fertigung

Multec: Spannende Entwicklung

Multec zeigte auf der Formnext seinen patentierten Mehrfachdruckkopfes. K&E ging der Sache auf den Grund und sprach mit Geschäftsführer Manuel Tosché über die neuesten Entwicklungen.

Additive Fertigung

Hahn+Kolb verstärkt Engagement im Bereich Additive Fertigung

Hahn+Kolb erweitert sein Portfoliio um industriellen 3D-Drucker von Multec. Auf der Formnext stellen die beiden gemeinsam den Multirap M800 vor.