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Sichere und nicht-sichere Module aller ASi Generationen können parallel im gleichen ASi Netzwerk verwendet werden
Foto: Bihl+Wiedemann
Sichere und nicht-sichere Module aller ASi Generationen können parallel im gleichen ASi Netzwerk verwendet werden

Bussysteme

ASi-5 Safety

Zertifiziert und einsatzbereit: Mit dem ASi-5 Safety sichere und nicht-sichere Signale im Feld einsammeln und für Automatisierungslösungen bereitstellen

Die Einstiegshöhe ist in Bezug auf Integration und Kosten niedrig, Bedien- und Arbeitsabläufe sind trotz komplexerer Technik noch einfacher geworden. Und hinsichtlich der Busauslastung eröffnet ASi-5 Safety als optimale Ergänzung von ASi Safety at Work ganz neue Möglichkeiten für die Zukunft.

Perspektivisch bietet auch ASi-5 Safety all die Vorteile, die bereits ASi-5 im Standardbereich zum perfekten Partner für ASi-3 gemacht haben. Hervorzuheben sind hier insbesondere die große Datenbandbreite und die höhere Übertragungsgeschwindigkeit – Voraussetzungen für die Integration intelligenter Sensoren und Aktuatoren wie beispielsweise IO-Link Devices und zukünftig auch IO-Link Safety Devices oder die Umsetzung komplexerer Applikationen und Projekte.

Signifikant verbesserte Busauslastung leitet Umstieg ein

Bei der Entwicklung von ASi-5 war das Thema Sicherheitstechnik – im Gegensatz zu ASi-3, für das seinerzeit die technologischen Rahmenbedingungen noch nicht gegeben waren – von Beginn an ein integraler Bestandteil. Aus diesem Grund waren die Arbeiten am ASi-5 Safety Stack, beispielsweise den Übertragungsmechanismen und Protokollen, bereits mit der Präsentation der ASi-5 Spezifikation Ende 2018 abgeschlossen. Die Zertifizierung der ASi-5 Safety Monitor Reference Firmware für die Anwendung in ASi-5 Sicherheitsmonitoren und ASi-5 Safety Teilnehmern durch den TÜV NORD erfolgte im Januar 2019. Damit waren die Voraussetzungen geschaffen für die Entwicklung erster E/A Module und Sicherheitsmonitore, mit denen auch sichere und nicht-sichere ASi-5 Signale kosteneffizient im Feld eingesammelt und in Feldbusumgebungen eingebunden werden können.

Signifkant verbesserte Busauslastung mit ASi-5 Safety
Signifkant verbesserte Busauslastung mit ASi-5 Safety

Insbesondere ASi-3 Experten haben bei der neuen, sicheren ASi Generation schnell einen für sie besonders wichtigen Vorteil identifiziert: die um ein Vielfaches verbesserte Busauslastung. Wird bei ASi Safety at Work für jeden sicheren Eingang und jeden sicheren Ausgang jeweils eine separate Adresse benötigt, ist es mit der Safety Technologie von ASi-5 jetzt möglich, in beiden Richtungen nur eine Adresse für bis zu 16 sichere Bits und weitere nicht-sichere Signale zu nutzen. In der Praxis lässt sich durch den gezielten Austausch vorhandener, sicherer ASi-3 E/As gegen entsprechende ASi-5 Safety Module jede Menge Adressierkapazität für neue Safety Devices „freischaufeln“. In bestehende Applikationen, vor allem in solche, die bisher voll ausgelastet waren, können so noch zusätzliche sichere und nicht-sichere Signale eingebunden werden. Und in komplett neuen Projekten spart diese effiziente Busauslastung in der Projektierung viele E/A Module ein – und damit Platz und Kosten.

Komplexität im Hintergrund – Bedienung gewohnt einfach

Hohe Übertragungsgeschwindigkeiten, große Datenbandbreite, höchste Busauslastung, vielfältige Diagnosefunktionen, Zukunftssicherheit – alles, was für ASi-5 im Standardbereich gilt, trifft auch auf ASi-5 Safety zu. Und damit auch die Einfachheit und Klarheit in der Bedienung – auch wenn die technologische Komplexität im Hintergrund deutlich größer geworden ist. Getreu dem Motto „gute Technik wird dann noch besser, wenn sie einfach zu bedienen ist“ denkt man bei Bihl+Wiedemann immer auch an die Anwender und ihre Arbeitsweisen, die sie sich im Umgang mit ASi-3 angeeignet haben. So ist beispielsweise bei der Konfiguration von ASi-5 Safety in der Sicherheitssoftware ASIMON360 kaum ein Unterschied hinsichtlich der User Experience zu erkennen. Ob Hardwarekonfiguration, Adressierung, Projektierung oder Inbetriebnahme sicherer ASi Netze – alles folgt bekannten Routinen. Die Bedienfreundlichkeit und das Nutzungserlebnis sind geblieben, die Magie der neuen Möglichkeiten findet im Hintergrund statt. Das ist auch bei den Produktinnovationen, die Bihl+Wiedemann in nächster Zeit auf den Markt bringen wird, nicht anders.

Neue sichere E/A Module für gemischte Infrastrukturen

Das Mannheimer Unternehmen hat mittlerweile mehr als drei Jahre Erfahrung mit ASi-5 am Markt. Viele der in dieser Zeit erfolgreich umgesetzten Projekte haben gezeigt, dass Kunden häufig sichere und nicht-sichere Signale gemeinsam im Feld einsammeln wollen – und das möglichst kosteneffizient.

Deshalb startet Bihl+Wiedemann auf der Basis der ASi-5 Safety Technologie jetzt mit einer Baureihe neuer, sicherer E/A Module in den Markt, die diese gemischten Infrastrukturen berücksichtigt. Die Module wird es in unterschiedlichen Konfigurationen hinsichtlich der Bauform, der Ausführung und der Kombination sicherer E/As sowie der Anzahl nicht-sicherer Ein- und Ausgänge geben. Bereits verfügbar sind zwei ASi-5 Safety Eingangsmodule: eines mit zwei sicheren potentialfreien Kontakten (BWU4209) und eines mit zwei OSSDs (BWU4210) für optoelektronische Schutzeinrichtungen – beide im IP67-Gehäuse und mit 12 Standard E/As. Zeitnah soll das Sortiment entsprechend ausgebaut werden, so dass dann für zwei potentialfreie Kontakte, für zwei optoelektronische Schutzeinrichtungen und für die Kombination potentialfreier Kontakt/OSSD jeweils ein Modul in folgenden Ausprägungen zur Verfügung steht: als IP67 Feldmodul mit zusätzlich vier Standard Ein- und Ausgängen sowie als IP20 Schaltschrankmodul, IP67 Feldmodul und Leiterplattenmodul mit zusätzlich je 12 Standard Ein- und Ausgängen. Letztere wurden zum Beispiel für den Einbau in feste oder schwenkbare Bedienpanels konzipiert und bieten so die Platz sparendste Integrationsmöglichkeit von ASi-5 Safety.

ASi-5 Safety Eingangsmodul BWU4210 für optoelektronische Schutzeinrichtungen von Bihl+Wiedemann
ASi-5 Safety Eingangsmodul BWU4210 für optoelektronische Schutzeinrichtungen von Bihl+Wiedemann

Generationenwechsel bei ASi-5/ASi-3 Safety Gateways

Ebenfalls auf der Agenda von Bihl+Wiedemann steht die Markteinführung einer neuen Gateway-Familie. Zu den neuen Möglichkeiten, die diese Geräte bieten, gehört unter anderem die vollständig digitale Dokumentation eines kompletten, mit ASIMON360 konfigurierten und parametrierten ASi-5 Safety Projektes im Gateway. Damit stehen zukünftig Hardwarekonfigurationen und Geräteparametrierungen – quasi als digitaler Zwilling der Version auf einem Server – direkt vor Ort im Feld zur Verfügung und müssen im Bedarfsfall nicht mehr aufwändig im IT-System gesucht werden. Hilfreich ist dies beispielsweise, wenn nach mehreren Jahren ein – eventuell externer – Servicetechniker an der Anlage arbeiten muss und dann direkt vor Ort ohne Zeitverlust auf alle relevanten Projektdaten zugreifen kann. Wartungs- und Instandsetzungsarbeiten werden so deutlich beschleunigt und automatisch in der Dokumentation hinterlegt. Auch das Arbeiten von Konstrukteuren an einem gemeinsamen Projekt lässt sich vereinfachen, wenn alle auf gleiche und konsistente Daten im Gateway zugreifen können. Und auch das Klonen und Kopieren von Projekten auf andere Gateways wird mit der neuen Gateway-Generation perspektivisch möglich.

ASi-5 Safety – der perfekte Partner von ASi Safety at Work

Geschätzte vier von fünf sicherheitstechnischen Anwendungen sind auch heute noch eher weniger komplex. Häufig muss nur ein zweikanalig-sicheres Einzelsignal eingesammelt und übertragen werden – etwa von einem Not-Halt-Taster. Und dafür ist ASi Safety at Work immer noch perfekt. ASi-5 Safety bietet hier keine besondere Überlegenheit, es ist weder besser noch billiger. Anders sieht es zum einen aus, wenn mehrere sichere Signale oder eine Kombination aus sicheren und nicht-sicheren Signalen übertragen werden soll. Die neuen ASi-5 Safety Module von Bihl+Wiedemann stellen hier, wie beschrieben, sowohl sichere als auch nicht-sichere E/As zur Verfügung und tragen dadurch zu einer signifikanten Kostenreduktion bei – zumal diese Module von Bihl+Wiedemann noch nicht einmal 10 Prozent teurer sind als reine ASi-5 E/A Module ohne Sicherheitstechnik. Zum anderen zeigt sich der ergänzende Charakter von ASi-5 Safety, wenn die Signale komplexer Produkte eingesammelt werden sollen. Damit können zukünftig auch IO-Link Safety Devices, wenn sie verfügbar sind, mit ASi-5 Safety ohne Einschränkungen in ASi Netzwerke integriert werden. Über Gateways lassen sie sich dann in höhere Automatisierungsebenen einbinden, in denen auch Sicherheitsfunktionalitäten umgesetzt werden. In beiden Szenarien passt ASi-5 Safety mit seiner hohen Geschwindigkeit und großen Datenbandbreite sowie seinen erweiterten Diagnosen damit optimal zu ASi Safety at Work – so, wie ASi-5 im Standardbereich zu ASi-3.

Passive Sicherheit – gute Gründe, um aktiv zu werden

Geringere Komplexität, erhebliche Kostenvorteile und das Know-how in funktionaler Sicherheitstechnik – all das spricht für die Safety-Lösungen von Bihl+Wiedemann. Mit der passiven Sicherheit ergänzt das Mannheimer Unternehmen sein Safety-Angebot um ein weiteres Werkzeug – mit der Möglichkeit, mit SIL3 und PLe höchste Sicherheitsstandards zu gewährleisten.
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Zusammenfassend lässt sich also sagen: Für den überwiegenden Teil der Safety Applikationen ist ASi Safety at Work heute und auch mittelfristig immer noch die optimale, weil einfache und kostengünstige Lösung. Dort, wo es aber nicht mehr um sicherheitstechnische Standardanwendungen geht, sondern um die Realisierung von komplexeren Applikationen oder um das Einsammeln von mehreren sicheren und nicht-sicheren Signalen an einem Ort, steht mit ASi-5 Safety jetzt eine wirtschaftlich und technologisch perfekte Ergänzung zur Verfügung.

Mit ASi-5 Safety lassen sich viele sichere und nicht-sichere Signale unter nur einer Teilnehmernummer (ASi Adresse) nutzen
Neues ASi-5/ASi-3 Gateway mit integriertem ASi-5/ASi-3 Sicherheitsmonitor von Bihl+Wiedemann
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