Die einzelnen Stücke werden mit Hilfer dieser Warenträger von A nach B transportiert.
Foto: ICO Innovative Computer

Lagertechnik

Automatisiertes mehrstöckiges Flächenregal für I4.0

Telejet und ICO Innovative Computer haben eine modulare, I4.0-geeignete Lager- und Kommissionier-Lösung: das erste automatisierte mehrstöckige Flächenregal.

Die Firma Telejet stellt in Zusammenarbeit mit ICO Innovative Computer zur Logimat 2019 einen Ansatz für ein I4.0-taugliches automatisiertes mehrstöckiges Flächenregal vor: Storojet – Next Level Storage.

Das Konzept basiert auf einem Navigation Shelf Board, dessen Oberfläche vollständig mit Codierungen bedruckt ist. Aus diesem Grundelement entstehen bis zu sechs m hohe automatisierte Regalsysteme mit übereinander montierten Ebenen (vertikaler Abstand zwischen 17 - 100 cm). Viele Warenträger werden dort eng abgestellt und mit kompakten Lagerrobotern verfahren und für den Picking-Vorgang zu Kommissionierstationen gebracht. Das System soll die Pick-Zeiten um mindestens 30 bis 80 % reduzieren. Je nach den zu lagernden Produkten können die Warenträger mit individuellen Fächern ausgestattet sein.

So ist das automatisierte mehrstöckige Flächenregal aufgebaut

Die verschiedenen Ebenen des automatisierten Regalsystems sind durch mehrere Aufzüge miteinander verbunden und ermöglichen den autonomen Lagerrobotern neben der horizontalen auch eine vertikale Mobilität. Die automatischen Lagerroboter sind nicht schienengebunden und können frei fahren, dabei orientieren sie sich anhand der Codierungen auf den Navigation Shelf Boards und werden vom Zentralsystem per Funk orchestriert. Per Software wird auch definiert, welche Bereiche als Wegstrecke und welche als Abstellbereiche gelten. Die kommissionierenden Lagerroboter haben die Größe eines Mähroboters für den Hausgebrauch, verfügen jedoch über weit mehr Leistung und vollbringen eine beachtliche Transportleistung.

Die einzelnen Regalflächen des in sich geschlossenen mehrstöckigen Regalsystems haben eine Grundfläche von 1,2 x 1,6 m und sind mittels Stahlsäulen und Traversen miteinander verbunden. Auf Basis dieser Grundflächen können nun, je nach Begebenheiten der Lagerhalle, in Form und Höhe individuelle automatisierte Regalsysteme realisiert werden. Beispielsweise lässt sich neben einem klassischen Quader, bestens geeignet für Kommissionieraufgaben, auch eine U- oder L-Form parallel zu einer Fertigungsstraße konzipieren.

Der Storojet-Ansatz lässt einen sukzessiven Lageraufbau zu, ohne Förderstrecken jedes Mal komplett neu planen zu müssen. Gegenüber bodengebundenen automatischen Fördersystemen erhöht sich die Packungsdichte des Lagers unmittelbar, da vorhandene Lagerflächen immer optimal ausgenutzt sind.

Wie gelangen die Werkstücke von A nach B?

Der Einsatz von Lagerrobotern als solches ist zwar keine neue Idee, doch die Größe und die flexible Einsatzfähigkeit machen den Unterschied. Die automatischen Lagerroboter bringen nur den Warenträger mit der angeforderten Ware.

Beispielsweise sieht der Picker die aktuelle Packliste. Mehrere Lagerroboter empfangen im Voraus den Auftrag, fahren die Wegstrecke zu den Liften und zur richtigen Ebene. Sie navigieren selbstständig zur Position der jeweiligen Warenträger und docken sich daran an. Mit dem Warenträger steuern sie auf ihrer Fahrbahn den Weg zurück zum Lift an und reihen sich an der zugewiesenen Kommissionierstelle in Hüfthöhe ein.

Die zu entnehmende Ware wird per oberhalb montierter Beleuchtungseinheit (Pick-by-light) direkt in dem jeweiligen Fach des Warenträgers angestrahlt und muss nur noch entnommen werden. Der Barcode wird bei Entnahme des Artikels vom Picker gescannt, per System auf seine Richtigkeit überprüft, automatisch ausgebucht und anschließend verpackt.

Wohin er fahren muss, welche Strecke, an welche Lagerposition und zu welcher Kommissionierstation kontrolliert der autonome Lagerroboter durch die fortlaufend unter ihm gelesenen Codes sowie mit fortgeschrittenen Navigations- und Koordinierungsalgorithmen.

An der Pickstation sind die Warenträger komplett von oben zugänglich und bieten somit Voraussetzungen, vollautomatische Roboterarme für den Pickvorgang je nach Anforderungen des Nutzers einzusetzen.

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