Barlog auf der Fakuma in Friedrichshafen: POM optimiert
Foto: Barlog

Werkstoffe

Barlog: POM optimiert

Auf der Fakuma 2018 präsentiert Barlog mit Kebaform XFA besonders robuste POM Copolymer Typen.

Die neue Produktgruppe Kebaform XFA von Barlog Plastics weist neben hervorragenden mechanischen Eigenschaften eine sehr hohe thermische Stabilität auf. Die emissionsarmen POM-Kunststoffe eignen sich besonders für den Einsatz in der Automobilindustrie. Polyoxymethylen, Polyacetal oder Polyformaldehyd, kurz POM, zeichnet sich durch ein hervorragendes mechanisches Verhalten, gute Gleit- bzw. Reibeigenschaften und eine hohe Medienbeständigkeit aus. Unter Werkstoffspezialisten ist dieser technische Kunststoff daher schon lange als Allroundtalent in der Automobilwelt bekannt, insbesondere für den Einsatz im Fahrzeug-Innenraum. Ob als Zahnrad, Gleitelement, Griff, Schalter, Abdeckung oder Gehäuse, POM zählt in diesem Bereich als hervorragende Wahl. Einziges Manko: Wird der Werkstoff Temperaturen oberhalb der empfohlenen Richtwerte ausgesetzt, können während oder nach der Verarbeitung erhöhte Formaldehyd-Emissionen als Abbauprodukt auftreten. Der Einsatz von Funktionsteilen im Fahrzeuginnenraum stellt hohe Anforderungen an die verwendeten Materialien – neben wachsenden Ansprüchen an Festigkeit, Zähigkeit, günstiges Emissionsverhalten gelegt.

„Barlog Plastics, als Spezialist für innovative Kunststoffe, hat sich daher zum Ziel gesetzt diese Emissionen weitestgehend zu reduzieren und die POM-Kunststoffe im Hinblick auf ihre Schwachstelle Temperaturempfindlichkeit zu optimieren. Auf der diesjährigen Fakuma werden wir mit Kebaform XFA eine Produktgruppe vorstellen, die dank einer speziellen Werkstoffrezeptur, einem verbesserten Stabilisatorsystem, optimierten Endgruppen und einer darauf abgestimmten Verfahrenstechnik die Formaldehyd-Emissionswerte auf ein Minimum reduziert“, sagt Robert Konnerth, Produktmanager Kebaform XFA bei der Barlog Plastics GmbH. Kebaform XFA weist eine besonders hohe thermische Stabilität auf und erfüllt die steigenden Anforderungen der Automobilindustrie. Es eignet sich insbesondere für mechanisch belastete Funktionsteile im Automobilinnenraum mit geringen Emissionsgrenzwerten. Das Kebaform XFA Basis-Sortiment umfasst dabei unverstärkte POM-Copolymer Typen mit unterschiedlichen Viskositäten (MFR: 6,5-45 g/10min), schlagzäh-modifizierte sowie UV-stabilisierte Typen. Dabei sind auch auf die Kundenanforderungen speziell zugeschnittene Lösungen verfügbar. Ob in natur, eingefärbt oder modifiziert erweist sich Kebaform XFA als sehr unempfindlich bei der Verarbeitung und erfüllt damit aktuelle Formaldehydgrenzwerte, auch bei ungünstigen Verarbeitungsbedingungen (Temperaturen bis 220 °C, bei einer Verweildauer von mehreren Minuten). So wird beispielsweise die Kundenspezifikation von maximal 2,0 ppm (mg/kg) gemäß VDA 275 realisiert. Gerade bei sichtbaren Kunststoffteilen im Automobilinnenraum ist diese Eigenschaft wichtig, da somit eine Einfärbung von Bauteilen aus Kebaform XFA passend zum restlichen Interieur problemlos möglich ist. Auch die Anforderungen an das Geruchsverhalten gemäß VDA 270 werden erfüllt. Laut Hersteller führt das Material außerdem zu einem reduzierten Wartungsaufwand in Form von weniger Ablagerungen auf der Spritzgusswerkzeug-Oberfläche. Es bietet damit, neben der deutlichen Emissionsreduzierung, das Potenzial zur Produktivitätssteigerung. Interne Versuche haben ergeben, dass der Reinigungsaufwand bei normalen Verarbeitungsbedingungen, im Vergleich zu herkömmlichem POM, um das 1,5-fache minimiert werden kann.

Barlog - Full-Service-Anbieter

Die Barlog Gruppe ist ein Full-Service-Anbieter für die Entwicklung von Kunststoffteilen, die Herstellung und den Vertrieb von Kunststoff-Compounds sowie maßangefertigte Serviceangebote für verschiedene Kunden und Branchen. Das inhabergeführte Familienunternehmen wurde 1996 als Barlog Plastics in Engelskirchen gegründet. Seit 2011 ist der Firmensitz in Overath. Das Unternehmen teilt sich in drei Geschäftsbereiche auf. Im Fokus: Das kundenorientierte Zusammenspiel zwischen den Bereichen

Barlog Plastics, Bahasys und der Barlog Akademie.

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