Veranstalter Mesago: Sylke Schulz-Metzner (li.) und Projektleiterin Gloria Kuch (re.) führten durch den Presse-Roundtable zur ersten virtuellen SPS Connect.
Foto: Screenshot / Erik Schäfer

SPS

Be connected! Roundtable zur virtuellen SPS Connect

Mesago lud zum Presse-Roundtable „Inside SPS Connect“, um einen Überblick über die kommende virtuelle SPS (24. - 26.11.) zu geben. Wir waren live dabei.

Gleich vier Unternehmen stellten am Presse-Roundtable ihre Messe-Highlights vor: Siemens, als Partner der SPS Connect sowie die Unternehmen Beckhoff, Bosch Rexroth und Phoenix Contact als Premium Sponsoren.

Eingeleitet wurde das virtuelle Treffen von Sylke Schulz-Metzner, Vice President SPS, und von Gloria Kuch, Projektleiterin, vom SPS-Veranstalter Mesago Messe Frankfurt. Sie erklärten auch, wie man sich in die SPS Connect einloggen und dort vernetzen kann.

Der Roundtable stimmt auf die virtuelle Messe ein

„Warum eine virtuelle Messe?“, so die Eingangsfrage von Sylke Schulz Metzner und dann kam sie auf das aktuelle Pandemie-Geschehen zu sprechen, das eine „reale“ Messeveranstaltung der SPS in Nürnberg unmöglich gemacht hatte. Doch mit der virtuellen SPS, der SPS Connect, verfolgt der Messeveranstalter den Ansatz, der die SPS als den Automatisierungstreffpunkt international so bekannt und beliebt gemacht hat. Es ging den Veranstaltern darum, die Arbeitsatmosphäre der realen SPS in die virtuelle SPS Connect zu überführen und vor allem, das sich Treffen der Fachleute untereinander zu ermöglichen, wie dies auch auf der realen SPS-Messe geschieht. „Wir haben uns lange Gedanken gemacht, wie wir das in eine virtuelle Plattform übertragen können und nutzen ein KI-gestütztes Matchmaking, um Interessenten und Aussteller zusammenzubringen“, so Sylke Schulz Metzner.

Verschiedene Alternativen für die Kontaktaufnahme

Dazu geben die Teilnehmer zunächst ihre Funktion etc. in ihrem Unternehmen ein und markieren ihre Interessen an Produktgruppen etc. Dabei gibt es dann verschiedene Möglichkeiten der Kontaktaufnahme: „Die SPS Connect-Plattform bietet verschiedene Alternativen für die Kontaktaufnahme. Dazu zählen Meetings, eine Chatfunktion, oder ein virtuelles Gespräch mit bis zu 50 Teilnehmern wovon zwölf gleichzeitig die Video-Funktion nutzen können. Die Chat-Funktion ist bis zum 31.12., also noch nach dem Ende der Messe (24.-26.11.) möglich. Die Meeting-Funktion ist bereits ab dem 16.11. freigeschaltet“, so Sylke Schulz-Metzner.

Von Zahlen und Vernetzen

Gloria Kuch, Projektleiterin, erläuterte dann im Einzelnen die Funktionen, die die SPS Connect-Plattform bietet: Wie man seine Daten als Besucher einträgt und vor allem, wie man sich Vernetzen kann, um die Neuheiten der Unternehmen zu finden und sich eventuell auch von Spezialisten näher erläutern zu lassen: „Ich möchte Ihnen das Matchmaking näher bringen“, so Gloria Kuch, die dann durch die Menüleisten führte, wo man was findet. Auch, dass man, wenn man angemeldet ist, jederzeit mit den Kontakten chatten kann, ist ein wichtiges Feature. So kann man schon jetzt Kontakte knüpfen und sich austauschen und ein Meeting ausmachen. Übrigens, die Meetings sind immer auf genau 20 Minuten begrenzt, kann aber natürlich verlängert werden, wenn man den „Timeslot“ vorher blockt, das heißt von vorneherein einen längeren Meetingzeitraum vereinbart.

Die Übersichtlichkeit ist sehr gut

Unter „Meine Termine“ kann man sofort sehen, mit wem man wann ein Meeting hat, für welche der Keynotes oder Fachvorträge etc. man sich angemeldet hat und vieles mehr. Diese Termine lassen sich auch einfach nach Datum Filtern.

Auf die Frage, wie viele Aussteller sich den zur SPS Connect angemeldet haben, antwortete Sylke Schulz-Metzner: „Wir haben aktuell (Stand 10.11.2020) 231 Aussteller. Zudem sind 1.747 Team members angemeldet, das sind die Ansprechpartner der Aussteller. Die Unternehmen haben bereits 1.582 Produktprofile eingestellt und es gibt bereits 130 Presseseiten und 28 Roundtables. Und noch etwas stellte sie fest: „Wir haben natürlich noch überhaupt keine Erfahrungswerte für eine rein digitale Messe, würden aber eine Besucherzahl von Plus/Minus 10.000 Besuchern auf unserer Plattform als Erfolg werten.“

Siemens – Partnerunternehmen der SPS Connect

Marcus Bliesze, Leiter Marketing bei der Factory Automation und in dieser Funktion auch virtueller Standleiter des Siemens-Messestandes, eröffnete dann den Reigen der vier Unternehmen, die auf der SPS Connect mit teils riesigen virtuellen Veranstaltungen präsent sein werden.

„Die SPS ist für uns ein superwichtiges Format, denn auf der SPS pflegen wir sehr tiefe Gespräche mit unseren Kunden, wie sie ihre Lösungen rund um unser Angebot des Digital Enterprise ins Leben rufen können. Ihre Reise startet dabei typischerweise in der virtuellen Welt, indem Sie digitale Zwillinge, also Simulationsmodelle von ihren Produkten anlegen. Und in dieser virtuellen Welt können Sie bereits entsprechende Optimierungsschritte vornehmen und Schritt für Schritt den Produktentstehungsprozess in die reale Welt überführen bis zu dem Punkt, wo sie den Markt mit Ihren Produkten „erfreuen“ können. Wenn dann die realen Produkte Daten zurückspeisen, kann man diese in die virtuelle Welt einspeisen und weiter optimieren, sodass man eine geschlossene Optimierungsschleife erhält.“

Was Siemens plant

Soweit zum Digital Enterprise. Zeigen wird Siemens von der Cloud-Lösung (Siemens Mind Sphere) über das starke Automatisierungsportfolio rund um TIA (Totaly Integrated Automation) bis zum industriellen Software-Angebot für die prozess- und die diskrete Industrie, aber auch Querschnittstechnologien aus der industriellen Kommunikation, Security und industrielle Services etc.

Aber natürlich hat Siemens auf der SPS Connect – als Partner der virtuellen Messe – auch eine Menge an Veranstaltungen geplant. So an allen drei Messetagen den Digital Enterprise SPS Dialog 2020 mit einem 3D-Showroom, in dem Siemens auf die ganze Bandbreite seines Produktportfolios eingehen wird, eine Beteiligung an einer Panel Diskussion am 24.11. sowie zwei Expertenpräsentationen am 24. sowie am 25.11. – hier geht es u.a. auch um KI in der Industrie. „Der Blick in die Zukunft ist uns auf der SPS stets auch eine Verpflichtung“, so Marcus Bliesze.

Beckhoff – Premium Sponsor der SPS Connect

Vom SPS Connect-Aussteller Beckhoff wurde Vera Schnatmeyer aus Verl in Nordrhein Westfalen zugeschaltet, die im Bereich Public Relations tätig ist. „Ich darf Ihnen heute die Beckhoff-Welt auf der SPS Connect vorstellen. Aus Beckhofft-Sicht bleibt die SPS die Traditionsmesse für die Automatisierungstechnik. Wir bei Beckhoff betrachten die digitale SPS Connect wie eine reguläre Messe vor Ort. Das spiegelt sich auch darin wider, dass wir uns sehr schnell und ganz bewusst für die Premium-Partnerschaft entschieden haben, denn unser Ziel ist es, die SPS-Messe, in diesen schwierigen Zeiten, als Branchenplattform zu stärken und zu unterstützen. Wichtig ist für uns natürlich auch, dass die SPS eine der zentralen Messen ist, die für die Neuheitenvorstellung ganz relevant ist. Daher gibt sie auch den Innovationszyklus mit vor“, stellte Vera Schnatmeyer klar, um dann auf die Produkte und Neuheiten zu sprechen zu kommen, die die Automatisierungsspezialisten von Beckhoff auf der SPS Connect zeigen werden: „Beckhoff präsentiert das komplette Spektrum der PC- und Ethercat-basierten Steuerungstechnik….in allen Unternehmensbereichen laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren. Meine Kollegen und ich sind alle hochmotiviert.“

Beckhoff ist mit internationalem Team dabei

Dann stellte sie das Unternehmensprofil und die Kommunikationsmöglichkeiten noch näher vor. So lädt das Unternehmen unter anderem national und international zur SPS Connect ein, wie zu einer regulären Messe auch. „Auf der virtuellen Plattform werden wir mit einem weltweiten Team präsent sein. Das sind Produktmanager, Produktspezialisten, Vertriebskollegen und natürlich auch Pressekollegen. Für Azubis und Studenten bieten wir auch die Möglichkeit an, auf der Plattform mit den Kollegen aus der Personalabteilung Kontakt aufzunehmen, um sich über Berufsmöglichkeiten auszutauschen und zu informieren."

Welcome Launch und Vortragsprogramm

Auf der virtuellen Plattform tritt Beckhoff auch ganz aktiv in den Dialog mit den Interessenten, die sich auf dem Unternehmensprofil bewegen. "Das heißt, dass unser SPS Connect-Team Sie auf dem Chat – und das ist eine ganz wichtige Funktion auf der Plattform – direkt informieren und beraten kann. Das ist in etwa so, als wenn Sie auf der realen SPS an unseren Infostand kommen…wir nennen das jetzt die Welcome Launch, die für Sie da ist, hier sind die zentralen Ansprechpartner, die ihnen weiterhelfen können und auch Gesprächstermine mit den Experten vermitteln können. Das ist eine nochmalige Vereinfachung, um relativ zeitnah einen Kontakt zu bekommen.“

Dann gab Vera Schnatmeyer noch einen kurzen Ausblick auf das Vortragsprogramm, bei dem Beckhoff sich beteiligt. An allen drei Tagen nehmen Beckhoff-Experten an den Roundtables teil. Zusätzlich sind die Experten auch an allen drei Messetagen mit Fachvorträgen präsent. Am ersten Messetag wird Gerd Hoppe aus dem Corporate Management von Beckhoff einen Vortrag über die europäische Dataspace-Initiative Gaia-X halten, bei der Beckhoff auch Gründungsmitglied ist. Für Themen, die aufgrund der Masse nicht auf der SPS Connect dargestellt werden können, hat Beckhoff eine Alternative parat: „Wir werden ein begleitendes Vortragsprogramm einrichten.“

Bosch Rexroth – Premium Sponsor der SPS Connect

Steffen Winkler, CSO der Business Unit Automation & Electrification Solutions bei Bosch Rexroth sagte, dass das Intro seiner Vorrednerin Vera Schnatmeyer perfekt das wiedergegeben habe, was auch Bosch Rexroth empfinde: „Auch wir mussten nicht lange überlegen uns zu entscheiden ein Sponsor der SPS Connect zu sein. Die SPS ist für uns die wichtigste Automatisierungsmesse schlechthin. Wir freuen uns alle sehr auf die Erfahrungen, die wir mit dem digitalen Format der SPS machen werden. Wir sind auch sehr intensiv an den Vorbereitungen, die sich bei uns durch das gesamte Unternehmen ziehen…Wir sind auch vom 6.11. bis zum Ende des Jahres auf der Plattform online….Wir haben 20 wesentliche Produktlinien und Innovationen online. Wir konzentrieren uns, wie bereits im letzten Jahr, auf die weitere Einführung unserer neuen Automatisierungsplattform Ctrlx Automation – mit einer Linux-basierten, App-basierten Microservice-Architektur. Wir haben im Durchschnitt 15 Experten verfügbar, online…Wir bieten tägliche Roundtables an und nehmen auch an der bereits von Siemens erwähnten Paneldiskussion teil, wo es um das Thema „Auswirkungen der Corona-Pandemie und die digitale Transformation“ geht.“

Die Neuheiten 2020 von Bosch Rexroth

Dann kam Steffen Winkler auf die Neuheiten 2020 auf der SPS Connect zu sprechen: „Wir sind sehr stolz darauf, dass sich in nicht einmal einem Jahr bereits über 200 Kunden mit der Implementierung von Ctrlx beschäftigen. Wir launchen zur SPS Connect 2020 weitere, signifikante Features und Plattformbestandteile. So zum Beispiel eine komplett neue, integrierte I/O-Plattform (Ctrlx I/O). Eine Reihe von Safety-PLCs unter dem Motto Ctrlx Safety und im Rahmen der Ctrlx Services launchen wir eine ganze Reihe neuer Services, wie eine Community, einen App-Store, ein Device-Portal zur Cloud-basierten Device-Administration und vieles mehr. Darüber hinaus öffnen wir Ctrlx Automation für externe Partner und wir sind sehr stolz, dass wir bereits im September Micro-System-Partner bekannt geben durften, die sich in sieben verschiedenen Domänen bereits an der Plattform im Zusammenarbeitsmodus beteiligen.“

Phoenix Contact – Premium Sponsor der SPS Connect

Letzter Unternehmenssprecher des Tages war Hans-Jürgen Koch vom Aussteller Phoenix Contact: „Ich kann mich meinen Vorrednern und der Vorrednerin nur anschließen. Die SPS-Messe ist für mich persönlich das Highlight des Jahres. Die SPS fällt leider physisch dieses Jahr ins Wasser, aber die digitale Form bietet uns den Vorteil, die Präsentation unserer Technologien und Produkte aufrecht zu erhalten und beim Kontakt zum Kunden weiter zu bringen.“

Dann kam er auf das zu sprechen, was die Besucher auf der SPS Connect bei Phoenix Conntact erwarten können: „Wir haben vier Schwerpunktthemen. Wir geben ja immer auf der SPS ein Technologie-Preview. Da werden wir auch in diesem Jahr den Status Quo vorstellen. So zum Beispiel zum Stichwort 5G, Das Thema Time Sensitive Network (TSN) und natürlich auch Single Pair Ethernet (SPE). Ein weiterer Punkt ist unsere offene Plattform für Automatisierungslösungen. Ein weiteres Thema, das gut zum Thema Smart Production Solutions passt, ist eine Darstellung für den Schaltschrankbau der Zukunft – vom Engineering bis zur Fertigung, durch konsequente Nutzung aller anfallenden Daten. Und, last but not least, wollen wir die eben genannten Dinge auch sehr real darstellen. Das machen wir in einer Digital Factory. Das ist eben nicht nur digital und virtuell, sondern basiert auf unserer eigenen Fertigung am Standort Bad Pyrmont. Diesem Thema widmen wir uns auch in einem der Roundtables.“

Phoenix Contact ist mit 26 Produktgruppen "vor Ort"

Phoenix Contact hat insgesamt 26 Produktgruppen gelistet aus den Bereichen Elektrifizieren, Vernetzen und Automatisieren vor. „Wir haben etwa 20 Experten zur Verfügung im Live-Chat von 8 bis 18 Uhr. Dort ist die Live-Diskussion von Fachthemen mit den Experten zu den genannten Themen möglich.“ Übrigens, zur Vorbereitung der Plattform waren laut Hans-Jürgen Koch 40 bis 50 Mitarbeiter im Einsatz.

Und noch etwas erwähnte er: „Wir werden drei Roundtables veranstalten. (Themen hier: „Moderne Automatisierung und die Notwendigkeit für offene Ökosysteme“, „Die Digital Factory mit einsatzfertigen Lösungen jetzt umsetzen“ und „Wie neue Technologien die klassischen Montageprozesse verändern“). Hinzu kommen drei Vorträge mit den Themen: „5G und WLAN 6 – zwei konvergierende Technologien?“, „Warum Cyber Security eine Grundvoraussetzung für funktionale Sicherheit ist“ und „Die Zukunft des Schaltschrankbaus.“ Hinzu kommen an den drei Messetagen die sogenannten Talks mit dem Thema: Auswirkungen der Pandemie auf die digitale Transformation. „Ich hoffe, dass wir uns im nächsten Jahr wieder physisch treffen können. Nürnberg im November, das gehört einfach mit dazu“, so Hans-Jürgen Koch abschließend.

Vernetzen Sie sich – schon jetzt!

Mehr Informationen zur SPS Connect finden Sie auch in unserem E-Magazin SPS Kompakt oder der englischen Version SPS Compact. Und ab sofort besteht auch schon die Möglichkeit sich auf der SPS Connect mit vielen Unternehmen zu vernetzen, um so kein Highlight auf der ersten virtuellen SPS zu verpassen. Die Erwartungen sind hoch und die Spannung steigt – bei Ausstellern und dem Messeveranstalter Mesago.

Foto: Mesago

SPS

Die SPS Connect konnte ihre Teilnehmer überzeugen

Positives Fazit nach der Premiere: Die SPS Connect schließt mit hohen Teilnehmerzahlen und einer hervorragenden Interaktionsquote.

Foto: Erik Schäfer

Interviews

SPS 2019: Es geht wieder los!

Am 26.11.2019 startet die SPS in Nürnberg. Zur 30. Ausgabe sprach unser Chefredakteur Erik Schäfer mit Sylke Schulz-Metzner, Bereichsleiterin der SPS.

Foto: Mesago

SPS

SPS Connect: virtuelle Plattform zur SPS in Nürnberg

Die virtuelle SPS Connect begleitet vom 24. – 26.11. die SPS in Nürnberg. Auch dank KI-Technologie ist die Plattform eine sinnvolle Erweiterung der Messe.

Foto: Mesago / Mathias Kutt

Messen

Formnext Connect: Plattform für die additive Fertigung

Auch als rein virtuelle Version ist die Formnext Connect im November ein internationaler Marktplatz der additiven Fertigung und intelligenten Produktion.