„Molly“ ist der Rennwagen der Speedings Scientists Siegen, das Formula-Student-Team der Universität Siegen. Er wird elektrisch angetrieben und verfügt als einer der wenigen der Rennserie über ein Aluminium-Monocoque-Chassis und Allradantrieb.
Foto: Speeding Scientists Siegen e. V.

Projekte

Dazu dienen die Flex Locs von ACE im Rennwagen

Das Siegener Formula-Student-Team musste für ihren Rennwagen die Schwingungen der Leistungselektronik Dämpfen. ACE bot mit Flex Locs diese Lösung.

Das Rennteam der Universität Siegen, die Speeding Scientists, nutzt Schnellbefestigungselemente von ACE, um die Leistungselektronik von den Fahrwerksvibrationen des elektrisch angetriebenen Rennwagens zu entkoppeln. Sie nehmen mit dem Boliden namens „Molly“ an der Formula-Student-Rennserie für den akademischen Nachwuchs teil. 2019 setzt das in einem Verein organisierte und circa 30 Personen zählende Siegener Team auf die erste Monocoque-Konstruktion aus Aluminium in der mehr als 10-jährigen Rennaktivität.

Vorteile der Monocoque-Konstruktion für den Rennwagen

Die Entscheidung für das aus dem Leichtmetall bestehende Monocoque wurde neben wirtschaftlichen Aspekten wegen der besseren Verwindungssteifheit im Vergleich zu konventionellen Gitterrohrrahmen getroffen. Viele Teile bestehen aus Karbon und im 3D-Verfahren gefertigten Druckunikaten und wurden in CFD-Simulationen analysiert. Sie tragen dazu bei, dass Molly von 0 auf 100 km/h in weniger als 3 Sekunden beschleunigt und beim Spitzentempo von 130 km/h einen Anpressdruck von bis zu 2.700 Newton erzeugt. Selbst entwickelte E-Motoren mit 29 kW und 46 Nm sorgen für den Antrieb, und die für den Rennwagen verbauten Umrichter sind Platz und Gewicht sparend konzipiert.

Team holt sich Rat von ACE Stoßdämpfer

Zur Schwingungsdämpfung der Leistungselektronik und um alle Hochvolt-Komponenten zu schützen, wandten sich die Studenten aus Siegen an die ACE Stoßdämpfer GmbH. Dort erfuhr das Team, dass die für einen Belastungsbereich von 0,4 kg bis 28 kg geeigneten Flex Locs zwei Bauteile voneinander entkoppeln. Im vorliegenden Fall wurden vier dieser lösbaren Blindnietverbindungen für die Entkopplung des Umrichters von der Karosserie verbaut. Mit ihrer Hilfe kann das Chassis im Test- wie im Rennbetrieb bis an die Beanspruchungsgrenze gesteuert werden. Der Elektronik selber können die dabei verursachten Vibrationen und auch Stöße bislang nichts anhaben. Tom Kellmann, 2019 Mitglied im Chassis-Team und bis 2018 Teamleiter, erklärt: „Die Schnellbefestigungselemente von ACE sind von guter Qualität, leicht zu handhaben und, was gerade im Rennsport wichtig ist, sie sind leicht.“

Foto: ACE Stoßdämpfer GmbH

Die Schnellbefestigungselemente Flex Locs von ACE

So funktionieren die Flex Locs

Die Flex Locs werden mittels Standardschrauben der Größen M3 bis M8 fixiert, wobei sie sich wie Nieten zwischen Vorder- und Klemmseite verspannen. Zudem kann man die elastischen Verbindungselemente durch die Verschraubung in Sacklöchern befestigen, um sie beispielsweise mit bestehenden Baukörpern zu verbinden. Sie isolieren dabei Strukturresonanzen bis herab zu 150 Hz. Der erreichbare Isoliergrad gegenüber üblichen Strukturschwingungen beträgt bis zu 80 Prozent. Wenn nicht im Rennsport eingesetzt, umfassen die Einsatzfelder für diese kleinen Helfer vor allem Aggregate und Maschinen, Verkleidungen, Bleche und Flansche, aber auch Vorsatzelemente an Gebäuden sowie Transporter und Baumaschinen.

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