Foto: Erik Schäfer

Interviews

Der Reibwert ist keine H7-Passung!

Was macht die Sicherheitsbremsen von Mayr Antriebstechnik zur technologischen Avantgarde? Wieviel Aufwand steckt dahinter? K&E sprach dazu am Firmensitz im bayerischen Mauerstetten mit dem Leiter Forschung & Entwicklung, Christoph Dropmann.

Herr Dropmann, vom Hemmschuh über die Klotzbremse bis zu heutigen Hightech-Sicherheitsbremsen war es ein langer Weg. Welche Faktoren machen eine Industriebremse zu einer echten Sicherheitsbremse, wie Sie sie herstellen?

Es fängt an mit einer soliden, sicheren Auslegung. Hinter diesen soliden Auslegungsparametern liegen umfangreiche Tests und entsprechende Versuchsdaten, die wir über einen langen Zeitraum herausgearbeitet haben. Dazu kommt umfangreiches Wissen von Kundenapplikationen aus vielen Bereichen. Diese Datensammlung versetzt uns in die Lage, die Bremsen sicher auszulegen. Die Grundlage dieser Erfahrungswerte sind unsere umfangreichen Prüfmöglichkeiten, die in unserem Unternehmen zur Verfügung stehen.

Mit eigenen Prüfmaschinen, oder gibt es im Bereich Bremsen Normprüfmaschinen?

Nein, in unserem Umfeld gibt es keine genormten Prüfmöglichkeiten. Die verschiedenen Prüfstände haben wir selbst entwickelt. Es ging für uns darum, konsequent die Anforderungen des Marktes zu erkennen. Nur so können beispielsweise die Reibpaarungen erarbeitet werden, die diesen Ansprüchen gerecht werden. Das können Sie nur über umfangreiche Tests evaluieren.

Da gibt es sicher einiges zu Beachten, um die Sicherheit der Bremse auch garantieren zu können?

Für die sichere Auslegung einer Bremse sind viele Faktoren und Parameter zu beachten. Dazu gehören zum Beispiel auch die Federauslegung, die Schaltzeiten (bis eine Bremsung ausgelöst wird) oder die Magnetauslegung. Aber die Reibung – eine Bremse ist ja ein tribologisches System – ist hier das Kernthema! Was auch noch dazu gehört, ist vor der Auslieferung die umfangreiche Endprüfung.

Welche Antworten Erik Schäfer Christoph Dropmann noch entlocken konnte, lesen Sie ab dem 22.9. in der neuen Ausgabe der K&E. Viel Vergnügen.

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