Auf der Automatica zeigt der Geschäftsbereich Neo des Visual-Management-Experten Weigang die nächste Ausbaustufe seines netzwerkfähigen Plantafel-Systems für die Auftragsverfolgung.

Automatica

Dualer Überblick über die Auftragsverfolgung

Auf der Automatica zeigt Weigang die nächste Ausbaustufe seines netzwerkfähigen Plantafel-Systems für die Auftragsverfolgung. Was es kann, lesen Sie hier.

Die Verantwortlichen von Weigang wollten es diesmal ganz genau wissen und gaben die eigene Produktion als Testfeld und Entwicklungsumgebung für die nächste Ausbaustufe ihres neuen Systemprodukts Neo-Auftragsverfolgung frei. „Unsere Fertigung ist recht heterogen organisiert und historisch bedingt befinden sich einige zentrale Bereiche in unterschiedlichen Gebäuden – das waren geradezu ideale Bedingungen für die praktische Erprobung und Detailoptimierung unseres neuen Neo-Moduls“, erläutert Georg Jahn, geschäftsführender Vorstand von Weigang. Auf der Automatica in München stellt das Unternehmen nun das Ergebnis seiner Entwicklungsarbeit vor. Am Weigang-Stand erhalten die Fachbesucher tiefe Einblicke in die Funktionalität eines innovativen Visualisierungs-Tools, dass keinen Zweifel daran lässt, dass es zur Generation Industrie 4.0 gehört.

Gleichzeitigkeit schafft Transparenz

Bei Weigang waren es Tobias Wosowiecki, Leiter des Produktmanagements, und Produktionsleiter Herbert Elflein, die das Neo-Modul Auftragsverfolgung schwerpunktmäßig im Fertigungsbereich Kunststoff des Unternehmens implantierten. Bereits nach einigen Tagen erwies sich das duale bzw. hybride Plantafel-System als ausgesprochen leistungsfähiges Visualisierungs-Werkzeug für alle wichtigen Prozessstufen von der Auftragsannahme über die Produktion bis hin zum Versand. Dabei zeigte sich einmal mehr die charakteristische Stärke aller Neo-Produkte: Im gesamten Prozess mündet die synchrone digitale und physische Visualisierung aller Aktionen und Stati in ein erhöhtes Maß an Transparenz und Effizienz. Die kommunikationstechnische Integration von Plantafel, Auftragstaschen und Datenbank-Portal Co-Neo – entwickelt von Weigang – führt zu einer Gleichzeitigkeit in der Abbildung der einzelnen Prozessstufen, die gerade einem Produktions- oder Betriebsleiter eine optimale Gesamtübersicht über das Geschehen bietet. Ganz gleich, wo er sich gerade befindet – an seinem Bildschirm im Büro oder an der Plantafel in der Produktion – er hat stets einen Überblick über alle aktuell in Arbeit befindlichen Aufträge und vor allem: Er kann sofort korrigierend eingreifen, wenn Störungen auftauchen.

„Real existierendes Industrie 4.0“

Auf dem Automatica-Stand von Weigang in Halle A6 können sich die Messebesucher erläutern lassen, wie das System Neo-Auftragsverfolgung im Detail funktioniert. So erfahren sie beispielsweise, dass es auf der intelligenten Verknüpfung der RFID-Technologie mit den ERP-Daten des Anwenders basiert. Dreh-und Angelpunkt ist dabei eine von Weigang entwickelte Link-Station, die die Einspeisung eines Auftrags in das Neo-System und die Verbindung zum ERP-System im Augenblick der Auftragsannahme herstellt. „Von diesem Moment an läuft der gesamte weitere Prozess synchron digital und physisch ab – immer begleitet von einem ständigen Abgleich zwischen den beiden Systemwelten. Das Ganze ist also real existierendes Industrie 4.0“, sagt Georg Jahn.

Was der Weigang-Vorstand damit andeutet, sieht in der Praxis dann zum Beispiel so aus: Während der eingehende Auftrag in einer Auftragstasche mit RFID-Tag in die Vorplanung oder die Produktion geht, wird dieser Schritt zunächst physisch an der RFID-fähigen Plantafel sichtbar – das gilt dann auch für alle weiteren Prozessstufen. Die in verschiedene Phasen strukturierte RFID-Plantafel funkt aber auch jeden Auftragsstatus und jede Änderung an das Datenbank-Portal Co-Neo. Wird also eine Auftragstasche tatsächlich verschoben, so spiegelt sich dieser Prozessfortschritt – sozusagen als virtueller Akt – auch in der Software wieder. Landet eine Tasche hingegen im Feld `Störung´, wird sofort der Versand einer entsprechenden E-Mail an einen verantwortlichen Mitarbeiter ausgelöst. Die letzte von Neo-Auftragsverfolgung erfasste Prozessstufe ist schließlich der Versand, wo die RFID-Auftragstasche aus dem Prozess ausgebucht wird, was das System durch eine automatische Auftragsabschluss-Meldung kundtut.

Ideale Lösung für heterogene Produktionen

Nach dem Neo-Kanban-System von 2016 ist die Neo-Auftragsverfolgung das inzwischen zweite hybride Visualisierungs-Tool mit Industrie 4.0-Funktionalität aus dem Hause Weigang. Es dürfte insbesondere für produzierende Unternehmen mit heterogenen oder gar fragmentierten Fertigungsstrukturen, bei denen wichtige Funktionsbereiche örtlich weit auseinander liegen oder sich der Fertigungsleiter nicht direkt in der Montage oder Produktion befindet, ein überaus wirkungsvolles Planungs- und Steuerungswerkzeug sein.

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