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Den 3D-Drucker Adam RD hat Odecon für die Universität Kassel weiterentwickelt.
Foto: Odecon
Den 3D-Drucker Adam RD hat Odecon für die Universität Kassel weiterentwickelt.

3D-Drucker

Entwicklung von Metalllegierungen mit Adam

Der 3D-Drucker Adam von Odecon dient der Universität Kassel nun zur Entwicklung und Prüfung von Metall-Legierungen. Er kann Draht und Pulver verarbeiten.

Für die Entwicklung und Prüfung von Metall-Legierungen hat der Präzisionsmaschinenbauer Odecon zusammen mit dem Institut für Werkstofftechnik (IFW) und dem Fachgebiet Trennende und Fügende Fertigungsverfahren (TFF) der Universität Kassel ein 3D-Druck-System entwickelt.

Wichtige Anforderungen an die Maschine waren  Wiederholgenauigkeit und eine konstante Geschwindigkeit. Dafür sollen die neun synchronen Achsen sorgen, deren Kinematik eine überdurchschnittlich hohe Präzision liefere. Laut Odecon könnten Wiederholgenauigkeiten > 5 µm in der Ursprungsmaschine erreicht werden.

Die gesamte Anlage lässt sich wie eine Werkzeugmaschine sowohl über CAM als auch direkt am HMI Programmieren. Durch einen störkonturfreien Aufbau des Bearbeitungstisches kann Messtechnik zur Prozessbeobachtung einfach implementiert werden. Seitens der Universität Kassel wird die Maschine durch eine 160-kV-Röntgenquelle, röntgensensitive Detektoren, Thermografie-Kamera sowie Pyrometer ergänzt. Das ermöglicht eine Echtzeit-Werkstoffanalyse während des Baujobs.

Eine Besonderheit ist die Multimaterialverarbeitung. Der 3D-Drucker kann Metalle sowohl als Draht als auch als Pulver verarbeiten. Dazu bietet er auch Hochleistungslaser unterschiedlicher Wellenlänge.

Die Inbetriebnahme der europaweit einmaligen Anlage ist bereits für den Winter 2022 geplant. Diese schnelle Realisierung ist möglich, da die von der Universität Kassel beauftragte Maschine auf der für F&E-Anwendungen konzipierten Adam-RD-Baureihe von Odecon basiert.

Zwei Baureihen

Bei den Adam-Anlagen handelt es sich eigentlich um CNC-Werkzeugmaschinen für die additive Fertigung. Die Maschinen unterstützen Bearbeitungsverfahren wie das 3D-Highspeed-Laserauftragsschweißen, 3D/2D-Laserschneiden, 3D/2D-Laserfügen und die 3D-Oberflächen-Bearbeitung.

Die Adam-Pro-Maschinen sind optimiert für die Hochgeschwindigkeits-Einzel- und Serienfertigung in der Industrie. Die Reihe Adam-RD ermöglicht laut Hersteller sehr präzises und flexibles Handling für additive Prozesse und Werkstoffe in Forschung- und Entwicklung. Es sind offene Systeme, die  mit beliebigen Komponenten und Sensoren ausgestattet werden können. Dafür wurden störkonturarme Achssysteme integriert, die bei Bedarf Wiederholgenauigkeiten >5 µm erreichen.

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