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Mit der Softwarekomponente Mapp View und den enthaltenen vorgefertigten Widgets von B&R konnte Reinhardt-Technik die Visualisierung schnell und einfach aufbauen.
Foto: B&R
Mit der Softwarekomponente Mapp View und den enthaltenen vorgefertigten Widgets von B&R konnte Reinhardt-Technik die Visualisierung schnell und einfach aufbauen.

Bussysteme

Fit für die Zukunft

Wie werden meine Misch- und Dosieranlagen modularer, vernetzter und leichter bedienbar? Hier gibt es die Antwort.

Mit Markteinführung der LSR e-Twin-Reihe hat Reinhardt-Technik vor rund zehn Jahren die Welt der Flüssigsilikon-Dosierung revolutioniert. Die LSR e-Twin war damals einzigartig auf dem Markt und zählt auch heute noch zu den technisch innovativsten Maschinen. „Auch die beste Maschine kommt irgendwann in die Jahre und muss für neue Marktanforderungen optimiert werden“, sagt Jens Dickel, Key Technology Manager LSR bei Reinhardt-Technik.

In enger Kooperation mit Spritzgießmaschinenherstellern, LSR-Verarbeitern und Materialherstellern hat Reinhardt-Technik einen umfangreichen Anforderungskatalog zusammengestellt, der mit einer neuen Maschinengeneration erfüllt werden sollte. „Im Endeffekt haben wir beschlossen, nur die robuste und präzise Verfahrenstechnik mit elektrisch angetriebenen Kolbenpumpen für unsere neue LSR e-Twin Connect beizubehalten“, sagt Dickel. Der Rest der Maschine sollte grundlegend modernisiert werden.

„Bei so einem umfangreichen Modernisierungsprojekt kann es leicht passieren, dass der Ressourcen- und Zeitaufwand sehr hoch wird“, sagt Dickel. Daher hat Reinhardt-Technik einen verlässlichen Partner gesucht, der das Projekt in sämtlichen Bereichen – von der I/O- und Antriebsebene bis hin zur Visualisierung und Konnektivität – unterstützen kann. „Mit B&R haben wir genau diesen Partner gefunden“, so Dickel.

In enger Kooperation mit Spritzgießmaschinenherstellern, LSR-Verarbeitern und Materialherstellern hat Reinhardt-Technik einen umfangreichen Anforderungskatalog zusammengestellt, der mit einer neuen Maschinengeneration erfüllt werden sollte.

50 % Zeitersparnis mit Beispielprojekten

„Um schneller bei der Maschinenentwicklung voranzukommen, haben wir auf Beispielprojekte von B&R zurückgegriffen. Die erforderliche Zeit für die Programmierung hat sich dadurch mindestens halbiert“, erklärt Marcus Naber, Programmierer bei Reinhardt-Technik. Entscheidend dabei ist, dass sich bereits bestehender Code sowie Strukturen und Programmierprinzipien in andere Projekte übernehmen lassen.

Bei der neuen Rezeptverwaltung konnten zwar wegen historisch bedingter Designentscheidungen nur etwa 30 % des Beispielcodes übernommen werden. „Ohne die Beispielprojekte von B&R hätte die Umsetzung aber mindestens doppelt, wenn nicht sogar dreimal so viel Zeit in Anspruch genommen“, sagt Naber.

Zu jeder Zeit nachrüsten

Doch nicht nur während der Entwicklungsphase ließen sich mit der B&R-Technik die vorhandenen Ressourcen effizienter nutzen. Reinhardt-Technik hat für die LSR e-Twin Connect zahlreiche Konfigurationsmöglichkeiten und Optionen entwickelt, die sich wegen der konsequenten Modularisierung der Maschine ausnahmslos auch zu einem späteren Zeitpunkt nachrüsten lassen.

Für Reinhardt-Technik ist damit kein Programmier- oder hoher Logistikaufwand verbunden, weil bereits alle Optionen im Softwareprojekt berücksichtigt sind. Im Fall einer Nachrüstung müssen die neuen Optionen nur noch freigeschaltet werden. „Dafür reicht ein USB-Stick mit der entsprechenden Konfigurationsdatei“, sagt Naber. Mit einer integrierten Backup- und Restore-Funktion kann der Anwender nicht nur die Konfiguration seiner Maschinen sichern oder wiederherstellen, sondern auch diese neue Konfiguration eigenständig aufspielen und aktivieren.

OPC UA für einfache Datenanbindung

Neben der Modularisierung war auch die Vernetzung ein wichtiger Punkt bei der Überarbeitung der Maschine. Reinhardt-Technik hat die OPC-UA-Companion-Spezifikation EUROMAP 82.3 in die neue LSR e-Twin Connect integriert. Damit lassen sich Spritzgießmaschinen ohne zusätzlichen Aufwand anbinden.

Euromap 82.3 wurde speziell für die sichere Einbindung von LSR-Dosiermaschinen in die Maschinensteuerung der Spritzgießmaschine definiert. Relevante Parameter wie Materialdruck, Farb- und Additiv-Einstellungen sowie Restlaufzeiten lassen sich so transparent und einfach an die übergeordnete Steuerung übergeben.

Web-basiertes HMI mit mapp View

Um die Bedienung der LSR e-Twin Connect so einfach wie möglich zu gestalten, entschied sich Reinhardt-Technik für eine Lösung auf der Basis von HTML5. „Für uns stand fest, dass HTML5 das Mittel der Wahl ist. Denn die Visualisierung sollte nicht nur die Bedienung vereinfachen, sondern auch zukunftsfähig sein. Die B&R-Softwarekomponente mapp View erwies sich dafür als optimale Lösung“, erläutert Naber.

Mit mapp View lassen sich ohne großen Aufwand übersichtliche Web-Visualisierungsseiten gestalten. Die Auseinandersetzung mit Web-Technologien ist dabei nicht notwendig. B&R Widgets kapseln Web-Technologien und werden per Drag-and-drop auf die gewünschte Seite gezogen und dort einfach parametriert. „Mit den zahlreichen Widgets von mapp View konnten wir schnell und einfach den Aufbau von Bedienoberflächen vornehmen. Das war für uns eines der Hauptargumente für die Lösung mit B&R“, sagt Naber.

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Alles im Blick

Für die neue Visualisierung der LSR e-Twin Connect hat Reinhardt-Technik ein Bedienpanel von B&R mit 15,6 Zoll in die Maschine eingebaut und dadurch die Bildschirmdiagonale nahezu verdreifacht. Das großzügige Touch-Display mit seinen zentralen Bedienelementen fügt sich nahtlos in das ansprechende Industriedesign der Maschine ein.

Mit der Softwarekomponente mapp View und den enthaltenen vorgefertigten Widgets von B&R konnte Reinhardt-Technik die Visualisierung schnell und einfach aufbauen.

Maximale Flexibilität mit B&R

„Mit B&R haben wir genau den richtigen Partner an unserer Seite. Das B&R-Technologiepaket bietet uns maximale Flexibilität. Dadurch können wir funktional einfache Anlagen genauso abdecken wie Anlagen, die eine umfassende Digitalisierung und Vernetzung der industriellen Prozesse erfordern – und zwar ohne sofort in gänzlich andere Preisklassen einsteigen zu müssen. Das ist gerade im Serienmaschinenbau und in preissensitiven Märkten von entscheidendem Vorteil, um auch langfristig erfolgreich sein zu können“, zieht Dickel als Fazit. 

Die neue LSR e-Twin Connect zeichnet sich unter anderem durch einen modularen Aufbau, eine HTML-Visualisierung und umfassende Vernetzungsmöglichkeiten aus.
Die modulare Verarbeitungseinheit lässt sich zu jeder Zeit mit zusätzlichen Optionen nachrüsten.