Hand in Hand mit den Technologien von morgen: Bundeskanzlerin Angela Merkel erlebt auf der Hannover Messe die Möglichkeiten der Schunk 5-Fingerhände.
Foto: Schunk

Hannover Messe

Hand in Hand mit dem Roboter von morgen

Mit Robotern kollaborieren und sie über Gesten steuern? Wie das gelingt, hat Bundeskanzlerin Angela Merkel bei ihrem Rundgang auf der Hannover Messe in einer Demonstration erlebt.

Am Stand von IBG Automation ging Angela Merkel gemeinsam mit dem mexikanischen Präsidenten Enrique Peña Nieto und dessen Frau Angélica Rivera auf Tuchfühlung mit den Roboterhänden von Schunk. Die beiden 5-Fingerhände des Kompetenzführers für Greifsysteme und Spanntechnik sind die weltweit ersten Robotergreifer, die von der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung DGUV für den kollaborierenden Betrieb zertifiziert und zugelassen wurden.

Programmierung mithilfe von Gesten

Was spielerisch aussieht, hat eine realen Hintergrund: Lediglich mithilfe von Gesten und ohne Programmier-Know-how soll es künftig in industriellen Anwendungen und in der Servicerobotik möglich sein, mit Roboter zu interagieren oder diese zu steuern und einzurichten. Hierfür hat der Automationsspezialist IBG Automation eine Applikation entwickelt, die genau das ermöglicht: Der Roboter wird durch Gesten oder Sprache gesteuert und berechnet seine Bewegung in Echtzeit. Über eine 3D-Kamera kann das System den Hand- und Armbewegungen des Benutzers folgen und diese 1:1 nachahmen. Maßgeblich für die Bewegungen des Roboters sind dabei vor allem die Hände des Benutzers.

Mithilfe der Technologie wird es künftig möglich sein, Hand in Hand unmittelbar mit Robotern zu arbeiten. Bei Montageaufgaben beispielsweise können so Teile unmittelbar an die Roboterhände übergeben oder von diesen übernommen werden. Die „NXT Level human robot collaboration“ kann überall dort eingesetzt werden, wo viel Handarbeit benötigt wird und hohe Anforderung an die Qualität bestehen. Sie ermöglicht erstmals die vollständige Zusammenarbeit von Mensch und Roboter ohne räumliche oder zeitliche Trennung. Dabei ist der Benutzer nicht an ein Terminal gebunden, sondern kann sich frei bewegen und per Smartphone oder Smartwatch den Roboter, die gesamte Anlage oder einzelne Funktionen steuern, Parameter einstellen und Informationen bei Wartungs- oder Umrüstvorgängen abrufen. Das System integriert den menschlichen Arbeitsplatz und innovative Robotertechnologie zu einer gemeinsamen und zukunftsweisenden Zusammenarbeit.

Geschickte Greifhand

Die für Anwendungen in der Assistenz- und Servicerobotik konzipierte mechatronische Greifhand Schunk SVH gleicht in Größe, Form und Beweglichkeit verblüffend ihrem menschlichen Vorbild. Mithilfe von insgesamt neun Antrieben können ihre fünf Finger unterschiedlichste Greifoperationen ausführen. Elastische Flächen an den vorderen Fingergliedern gewährleisten den zuverlässigen Halt der gegriffenen Objekte. In dem die Hand zahlreiche Gesten darstellen und nachahmen kann, wird die visuelle Kommunikation zwischen Mensch und Serviceroboter deutlich erleichtert. Das vereinfacht die Programmierung und fördert die Akzeptanz von Robotern im menschlichen Umfeld. Die Hand ist so konstruiert, dass sie einen Menschen im täglichen Miteinander nicht verletzt. Da die Steuer-, Regel- und Leistungselektronik komplett in die Handwurzel integriert ist, lassen sich besonders kompakte Lösungen realisieren.

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