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Foto: Elvira Eberhardt / Uni Ulm
Gut angekommen: Das automatisierte Autocargo rollt vom Laster.

E-Autos

Hier kommt ein automatisierter Lieferwagen ohne Fahrer

Neue Konzepte für automatisierte Fahrzeuge: Der Prototyp eines autonomen Lieferwagens, der ohne Fahrer auskommt, wird derzeit an der Uni Ulm flottgemacht.

Der neuartige automatisierte Lieferwagen namens Autocargo soll schon in naher Zukunft ganz ohne Fahrer durch die Innenstädte steuern. Dahinter steckt das Leuchtturmprojekt Unicar Agil: Hier wollen acht Universitäten und ihre Industriepartner Fahrzeugkonzepte neu denken. Jetzt ist einer von vier Prototypen an der Universität Ulm eingetroffen.

In einem Lastwagen erreichte die automobile Zukunft an einem Donnerstag im Juli den Campus der Uni Ulm. Am Institut für Mess-, Regel- und Mikrotechnik (MRM) wird der Autocargo-Prototyp ab sofort für die Automatisierung aufgerüstet – vom Einbau der Sensormodule und Rechnerausstattung bis zu ersten Testfahrten. Ziel ist die fahrerlose Mobilität im anspruchsvollen städtischen Umfeld, das sich Autos, Fußgänger und etwa Radfahrer teilen. Dabei konzentrieren sich die Ulmer Uni-Ingenieure insbesondere auf die Umgebungserfassung des Fahrzeugs und das „Verstehen“ der Verkehrssituation. 

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Foto: Elvira Eberhardt / Uni Ulm Ohne Fahrer im Inneren fährt der neuartige Lieferwagen in die Fahrzeughalle an der Uni West.

Nicht nur Lieferwagen ohne Fahrer – da geht noch mehr

„Selbstverständlich beinhaltet das Automatisierungskonzept auch Sicherheitsvorkehrungen: Wir müssen gewährleisten, dass das Auto bei Störungen oder unerwarteten Situationen anhält sowie mit der überwachenden Leitwarte interagiert“, erklärt Dr. Michael Buchholz vom MRM, der die Arbeiten zur Fahrzeugautomatisierung im Forschungsvorhaben koordiniert.

Weitere Fahrzeugkonzepte im Projekt Unicar Agil sind auf Taxi-Dienste (Autotaxi), die Nutzung als innerstädtischer Kleinbus (Autoshuttle) und die Individualmobilität (Autoelf) ausgerichtet. Alle Arbeiten an den vier Prototypen hinsichtlich Fahrfunktionen, Sicherheitskomponenten, Energiemanagement und eben Automatisierung erfolgen parallel bei den verschiedenen Unicar-Agil-Projektpartnern.

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Automatisiertes System mit Selbstüberwachung

„Die Innovation liegt im modularen Systemkonzept mit kontinuierlicher Selbstüberwachung aller Komponenten. Das Konzept ist vollständig redundant: Somit werden Ausfälle von Einzelkomponenten im Betrieb nicht nur erkannt, sondern auch bei voller oder zumindest nur gering eingeschränkter weiterer Funktionsfähigkeit ausgeglichen“, resümiert Professor Klaus Dietmayer, Leiter des Instituts für Mess-, Regel- und Mikrotechnik. Die finale Präsentation aller Unicar-Agil-Fahrzeugkonzepte ist für 2023 geplant.

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert die Projekte mit 26 Mio. EUR. Unter Federführung der RWTH Aachen sind beteiligt: TU Braunschweig, TU Darmstadt, das Karlsruher Institut für Technologie (KIT), TU München, Universität Passau, Universität Stuttgart und Universität Ulm sowie die folgenden Industriepartner:  Atlatec GmbH, Flyxdrive GmbH, Imar Navigation GmbH, IPG Automotive GmbH, Schaeffler Technologies AG & Co. KG, VIRES Simulationstechnologie GmbH, Maxion Wheels Germany Holding GmbH sowie die Valeo Schalter und Sensoren GmbH.

Annika Bingmann

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Foto: Elvira Eberhardt / Uni Ulm Das Unicar-Agil-Team des MRM vor dem Prototypen Autocargo (v.l.n.r.): Markus Schön, Dr. Michael Buchholz, Markus Horn und Matti Henning.
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