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Aufgabenstellung der Challenge 2021/2022: Wie lassen sich freie Kapazitäten von solarbetriebenen Wasserpumpen in Nepal am besten nutzen? Der Ingenieurnachwuchs hat so die Möglichkeit, sich zu beweisen und aktiv die Zukunft mitzugestalten.
Foto: Ingenieure ohne Grenzen
Aufgabenstellung der Challenge 2021/2022: Wie lassen sich freie Kapazitäten von solarbetriebenen Wasserpumpen in Nepal am besten nutzen? Der Ingenieurnachwuchs hat so die Möglichkeit, sich zu beweisen und aktiv die Zukunft mitzugestalten.

Wettbewerb

Ingenieurnachwuchs gestaltet Zukunft

Aktiver Nachwuchs: Rund 1.000 Studierende von elf Universitäten befinden sich im Endspurt der Ingenieure ohne Grenzen Challenge und gestalten die Zukunft

Am 11. Februar 2022 ist es so weit: Im Rahmen einer Abschlussveranstaltung werden die besten Lösungskonzepte des Wettbewerbs Ingenieure ohne Grenzen Challenge 2021/2022 vorgestellt und  ausgezeichnet – der Ingenieurnachwuchs gestalten damit aktiv die Zukunft mit. Zum zehnten Mal richtet die gemeinnützige und unabhängige Organisation für Entwicklungszusammenarbeit Ingenieure ohne Grenzen e.V., Berlin, das Lehrformat in enger Zusammenarbeit mit Universitäten und Hochschulen aus. Mittlerweile ist es gelungen, elf Lehrstätten und rund 1.000 Studierende für das Format zu begeistern. Der Wettbewerb ermöglicht es Teilnehmenden, sich in reale Probleme der Entwicklungszusammenarbeit hineinzudenken, selbständig technische Lösungen zu entwickeln und damit an den Herausforderungen des 21. Jahrhunderts mitzuarbeiten.

Bestehende Solar-Kapazitäten optimal nutzen – Ingenieurnachwuchs gestaltet Zukunft

Solarbetriebene Wasserpumpen leisten in vielen Teilen der Welt einen wichtigen Beitrag für die Bewässerung von Feldern und tragen damit zur Verbesserung der Ernährungssicherheit bei. So auch in Nepal. Jedoch werden die Pumpen hier im Jahresdurchschnitt lediglich zu 30 Prozent ihrer Kapazitäten genutzt, da keine kontinuierliche Bewässerung notwendig ist. Die Aufgabenstellung für die Teilnehmenden der Challenge 2021/2022 besteht darin, das Potential der Systeme außerhalb des Hauptnutzungszeitraums zur Bewässerung zu untersuchen. Es gilt, Lösungskonzepte zu entwickeln, wie sich die Solarenergie für andere Aufgaben produktiv nutzen lässt, ohne auf zusätzliche Investitionen in Form von Batteriespeichern zurückzugreifen. Um einen engen Bezug zu den Gegebenheiten vor Ort sicherzustellen, ist MinErgy als lokale Partnerorganisation involviert. MinErgy ist eine nepalesische NGO (Non-Governmental Organisation), die langjährige Erfahrungen darin hat, umweltfreundliche und energieeffiziente Technologien für ländliche Gemeinden zu entwickeln. „Meiner Meinung nach benötigen wir heute verstärkt Nachwuchs mit einem kritischen Bewusstsein für das eigene Handeln sowie sozialer und ökologischer Verantwortung. Hier kann unsere Challenge einen wichtigen Beitrag leisten“, so Steffen Rolke, Projektleiter für die Challenge bei Ingenieure ohne Grenzen.

Ein Schritt in Richtung ganzheitliche Ausbildung

Im Rahmen der Challenge haben Studierende die Möglichkeit, sich in echte, aktuelle Problemstellungen einzubringen, mit denen sich Ingenieure ohne Grenzen auseinandersetzt. Generell geht es dabei um Themenfelder wie Globalisierung, Klimawandel und soziale Ungleichheit. Mit der Teilnahme erhalten sie einen Anwendungsbezug für ihr technologisches Know-how und können andere wichtige Kompetenzen entwickeln. So lassen sich im Rahmen des Projekts unter anderem Kenntnisse in Projektmanagement, Teamarbeit, Kreativitätstechniken, Prototypenentwicklung, Folgeabschätzungen oder Präsentationstechniken anwenden und vertiefen. Auch Universitäten und Hochschulen profitieren von der Challenge, denn sie ermöglicht es ihnen, der Lehre gerade in den technischen Feldern mehr Bodenhaftung zu verleihen und insgesamt ganzheitlicher auszubilden. Unter dem Motto „Lehre mit Mehrwert“ können Lehrende somit ihr Angebot für Studierende attraktiver machen.

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Über Ingenieure ohne Grenzen

Ingenieure ohne Grenzen e.V. ist eine als gemeinnützig anerkannte private Organisation der Entwicklungszusammenarbeit, deren Ziel es ist, die Lebensbedingungen notleidender und benachteiligter Menschen langfristig zu verbessern. Die Organisation finanziert sich hauptsächlich über Spenden und Mitgliedsbeiträge und zählt derzeit über 4.000 Mitglieder sowie ehrenamtlich organisierte Regionalgruppen in über 30 deutschen Städten.