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Foto: IPF Electronic
Mehr Möglichkeiten bei der Parametrierung trotz geringerer Variantenvielfalt: die neuen Logikmodule von IPF Electronic mit IO-Link-Schnittstelle.

Elektrotechnik

IO-Link-Logikverteiler: mehr Freiheit beim Parametrieren

Auf der SPS stellt IPF Electronic unter anderem zwei neue Logikmodule vor, die dank IO-Link-Schnittstelle viele Freiheiten bei der Parametrierung bieten.

Neben den erstmal gezeigten, flexibel parametrierbaren IO-Link-Logikverteilern ist auf dem Messestand der IPF Electronic GmbH natürlich auch zu sehen, was sich in Sachen Produkt-Neuentwicklung und bei der Weiterentwicklung bewährter Technologien getan hat. Die Sensorspezialisten aus dem Sauerland freuen sich darauf, vom 23.11. bis 25.11. an der SPS in Nürnberg als einer der ersten größeren Präsenzmessen im Bereich der Automatisierungstechnik teilzunehmen und sich mit den Besuchern wieder persönlich in Fachgesprächen austauschen zu können.

Flexibel parametrierbare IO-Link-Logikverteiler

Messeneuheit: In Nürnberg wird IPF Electronic die Logikmodule VL610304 und VL610308 mit vier bzw. acht Sensoreingängen präsentieren, die aufgrund ihrer IO-Link-Schnittstelle völlig frei und damit sehr flexibel parametrierbar sind. Logikmodule verknüpfen verschiedene Sensorsignale logisch miteinander (UND-Verknüpfung bzw. ODER-Verknüpfung). Dies ist immer dann sinnvoll, wenn bspw. an Maschinen die digitalen Signale sehr vieler Sensoren zu verarbeiten sind, aber hierzu an einer Steuerung nicht genügend Eingänge zur Verfügung stehen. Bislang waren für verschiedene logische Verknüpfungen jedoch immer mehrere unterschiedliche Logikverteiler erforderlich, da sie unabhängig von der Anzahl der Steckplätze für die Sensorik (Eingänge) jeweils zwei Ausgänge haben. Im Auslieferungszustand lassen sich die Eingangssignale an den Ausgängen entweder nur UND- oder nur ODER-verknüpfen. Die Wahl der Logik und der damit verbundenen Aufgaben war somit bisher immer eingeschränkt. 

Dank IO-Link können die neuen Logikmodule von IPF Electronic indes sehr flexibel auf die jeweiligen Anforderungen hin parametriert werden. Das Ergebnis: Die Vielfalt der ansonsten für verschiedenste Verknüpfungsaufgaben erforderlichen Varianten reduziert sich drastisch. So lassen sich die Eingänge der Module nun unabhängig voneinander verknüpfen, wodurch ein einziger Verteiler sowohl die freie Wahl der Eingänge als auch der hierfür gewünschten Logiken ermöglicht.

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Eine interessante Funktion ist zudem die Einrichtung von virtuellen Gruppen mit einem einzigen Logikmodul. So lassen sich bspw. bestimmte Steckplätze mit einer virtuellen UND-Verknüpfung in einer Gruppe zusammenfassen, während die übrigen Steckplätze in einer zweiten virtuellen Gruppe miteinander ODER-verknüpft werden. Die jeweiligen Ausgänge der Gruppen führen dann auf eine weitere gemeinsame und ebenfalls frei wählbare Logik. Für derartige Konfigurationen sind bislang drei herkömmliche Logikverteiler notwendig.

Darüber hinaus bieten die neuen Logikmodule weitere Vorteile, die u.a. bereits von IO-Link-Sensoren bekannt sind. Hierzu gehört u.a. der schnelle und sichere Gerätewechsel bei einem Defekt, da der IO-Link-Master die bereits hinterlegten Parameter eines defekten Gerätes automatisch auf das Austauschmodul übertragen kann. Die neuen IO-Link-Logikmodule überzeugen durch höhere Einsatzflexibilität in der Praxis, minimieren maßgeblich den Verdrahtungsaufwand, reduzieren die Lagerhaltung und sparen Platz bei der Montage.

Die kleinste ihrer Art? Schwanenhalsleuchte mit 20 mm Durchmesser

IPF Electronic hat sich nicht nur als Sensorspezialist mit einem breiten Produktspektrum positioniert, sondern entwickelt darüber hinaus auch Sonderlösungen nach Kundenwunsch, wie die EB180170, eine Leuchte in Bauform M18 mit flexiblem Schwanenhals. Wenn bspw. Werkstücke oder Werkzeuge direkt angeleuchtet oder aber größere Arbeitsplatzbereiche flexibel ausgeleuchtet werden müssen, empfehlen sich hierzu LED-Leuchten mit Schwanenhals. Durch den verstellbaren Leuchtenkopf lenken sie das Licht genau dorthin, wo es benötigt wird. Mit der EB180170 hat IPF Electronic nun auf Kundenanfrage die wohl kleinste Schwanenhalsleuchte ihrer Art entwickelt. Konkret sollte die Lösung in alle Richtungen verstellbar sein und überdies einen Außendurchmesser von 20 mm nicht überschreiten.

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Foto: IPF Electronic IPF Electronic hat nun mit der EB180170 die wohl kleinste Schwanenhalsleuchte im Programm.

Als Basis für die Neuentwicklung diente die LED-Maschinen- und Werkbankleuchte AO000291 mit einem Edelstahlgehäuse in Bauform M18. Mit einer Leistung von rund 2W und einer Beleuchtungsstärke von 380 lx (bei 500 mm Abstand) liefert die langlebige LED-Leuchte eine ausreichende Lichtstärke. Die Leuchte in Schutzklasse IP65 mit Frontscheibe aus Sicherheitsglas ist über ein integriertes Anschlussstück mit einem Schwanenhals verbunden, sodass sie sich flexibel in sämtliche Richtungen verstellen lässt. Am Schwanenhals befindet sich außerdem ein Edelstahlsockel mit einem seitlich integrierten M8-Anschlussstecker und einem M6-Gewinde. Mithilfe des Gewindes kann die Leuchte bspw. in Nutensteinen von Aluminiumprofilen verschraubt werden. Alternativ hierzu ist zudem die Befestigung der EB180170 mit den Magnetfüßen AY000128 oder AY000129 möglich. Zum Ein- und Ausschalten der Leuchte dient das eigens entwickelte Schaltmodul VY062174.

Flexibel, einfach, exakt und sicher – modulares Befestigungssystem 

Ebenso wichtig, wie der Senso selbst, ist dessen zuverlässige Montage. Ein nicht korrekt befestigter Sensor kann zu Fehlschaltungen führen und somit den einwandfreien Betrieb von Maschinen sowie Anlagen erheblich beeinträchtigen. Probleme, die es mit dem universellen Befestigungssystem von IPF Electronic  zur flexiblen, exakten und einfachen Montage von Sensoren nicht mehr geben sollte. Das modular aufgebaute Befestigungssystem basiert auf zwei Aluminiumrohre mit 12 mm Durchmesser (Länge 200 mm und 500 mm), die bei Bedarf individuell gekürzt und anschließend mit einer Vielzahl an Klemmhaltern stabil befestigt werden können.  So ermöglicht bspw. ein Haltemagnet für den Fußklemmhalter AY000162 die einfache Befestigung der Montagekonstruktion z. B. an einem magnetischen Maschinenteil. Ergänzt wird das System durch Anbau-, Parallel- und Kreuzklemmhalter, u.a. auch in verstellbarer Version.

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Foto: IPF Electronic Eine Befestigung hört bekanntlich nahe am Sensor und damit an der Abfragestelle auf. Dieses universelle Montagesystem bietet für nahezu jede Situation eine zuverlässige Lösung.

Der Anbauklemmhalter AY000164 integriert zudem ein M6-Innengewinde, mit dem sich diverse Edelstahl-Montagewinkel für Sensoren in den Baugrößen M8, M12, M18 und M30 sowie die bewährten Universalhalter mit Kugelkopf von IPF Electronic  befestigen lassen. Diese Halter können mit nur einer Schraube bspw. an Platten, Profilen oder Blechen montiert werden und bieten ein hohes Maß an Bewegungsfreiheit für das einfache Justieren der Sensoren. Komplettiert wird das nach Kundenwunsch lieferbare Befestigungssystem durch den Montagewinkel AY000172 ohne Bohrung zur individuellen Anpassung vor Ort.

High-Speed-Kamerasysteme: Noch komfortabler und vielseitiger 

Mit den High-Speed-Kamerasystemen OC29 (monochrom oder farbig) von IPF Electronic lassen sich schnelllaufende Prozesse verfolgen und mit einer gezielten Analyse mögliche Fehlerquellen schnell identifizieren. Für die aktuellen Kameraversionen wurde die Benutzeroberfläche der mitgelieferten Software überarbeitet und das Angebot an Objektiven erweitert. Hierdurch können die Geräte noch einfacher sowie komfortabler in Betrieb genommen und darüber hinaus flexibler eingesetzt werden.

Die neue Softwareversion zu den OC29 erlaubt nun die Einbindung mehrerer High-Speed-Kameras auf einer einheitlichen Oberfläche. Somit lassen sich in einer Anwendung gleich mehrere Kameras zentral über einen PC konfigurieren und bedienen, um bspw. schnelllaufende Prozesse gleichzeitig aus unterschiedlichen Perspektiven beobachten und anschließend analysieren zu können. Darüber hinaus ist es mit dieser neuen Funktion möglich, mehrere High-Speed-Kameras u.a. im Bereich der Qualitätssicherung einzusetzen, z. B. zur Dokumentation der vollständigen Montage komplexer Baugruppen, wie etwa Motoraggregate. Hierzu werden z. B. die Komponenten einer zu prüfenden Baugruppe aus unterschiedlichen Blickwinkeln aufgenommen, wobei Einzelbilder dann als Nachweis für die komplette Montage dienen.

Neues Objektiv mit Flüssiglinse

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Foto: IPF Electronic Durch das Flüssiglinsenobjektiv kann die Einstellung des Fokus für die High-Speed-Kameras einfach über einen Softwareschieberegler erfolgen.

Bisher standen für die High-Speed-Kameras OC29 ausschließlich C-Mount-Objektive mit manueller Fokussierung des Kamerabildes zur Verfügung. Durch das jetzt optional erhältliche Flüssiglinsenobjektiv wird die Inbetriebnahme und Bedienung der Kameras nun noch einfacher, da die Einstellung des Fokus einfach über einen Softwareschieberegler erfolgt. Das Objektiv wird hierzu über ein Kabel mit M8-Stecker und USB-Anschluss an den PC angeschlossen, auf dem sich auch die Software zur Kamera mit der Bedieneroberfläche befindet. Die Kommunikation zwischen PC und dem Objektiv mit Flüssiglinse übernimmt dabei ein eigens von IPF Electronic entwickeltes Elektronikmodul.

Damit das Flüssiglinsenobjektiv mithilfe der Software in einer konkreten Applikation den richtigen Fokus erhält, ist es lediglich erforderlich, die Kamera auf den zu überwachenden Bereich auszurichten und den Softwareregler so einzustellen, dass auf der Bedienoberfläche ein scharfes Kamerabild zu sehen ist. Die neue Softwareversion für die High-Speed-Kameras ist per Download über die Webseite von IPF Electronic verfügbar. Das optionale Flüssiglinsenobjektiv ist ab sofort im Webshop von IPF erhältlich.

Neue Gerätereihe: vollelektronische Logikmodule

IPF Electronic gehört zu den Pionieren im Bereich Logikverteiler, denn das Unternehmen stellte bereits vor mehr als 20 Jahren eines der ersten Logikmodule vor. Nun präsentiert der Sensorspezialist aus Altena die ersten vollelektronischen Zweifach-Logikmodule in einer kompletten Gerätereihe mit verschiedenen Anschlüssen. Die Logikmodule VL150102 und VL150122 (UND- bzw. ODER-Verknüpfung) verfügen über M8-Anschlüsse, während das VL170102 und das VL170122 für den M12-Anschluss konzipiert sind. Neu im Portfolio sind zudem die Logikmodule VL160102 und das VL160122, die für den Sensoranschluss zwei 3-polige M8-Eingänge und auf Steuerungsseite einen M12-Anschluss bereitstellen. Somit deckt IPF Electronic mit dieser neuen Gerätereihe an vollelektronischen Zweifach-Logikmodulen sämtliche Anschlussvarianten ab.

Die Ausgänge der an den Logikmodulen VL150102, VL160102 und VL170102 angeschlossenen Sensoren werden über die integrierte Elektronik UND-verknüpft, sodass der Schaltausgang des Verteilers erst dann aktiv wird, wenn die Schaltausgänge beider Sensoren gleichzeitig eingeschaltet sind. Konventionelle Lösungen schalten indes die angeschlossenen Geräte über eine interne Verdrahtung in Reihe. Der Schaltausgang des ersten Sensors liefert daher intern die Betriebsspannung für den zweiten Sensor, dessen Ausgang dann als Schaltausgang für den Verteiler fungiert. Je nach Spannungsabfall bzw. Anlaufstrom eines Sensors können derartige Reihenschaltungen zu einem unsicheren Schaltverhalten führen. Dies ist vor allem bei Steuerungen der Fall, die einen bestimmten Spannungspegel benötigen.

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Foto: IPF Electronic Vollelektronisch statt intern verdrahtet: IPF Electronic stellt mit den VL15, VL16 und VL17 eine komplette Reihe an Zweifach-Logikmodulen vor, die die angeschlossenen Geräte durch eine integrierte Elektronik verknüpft.

Die integrierte Elektronik der neuen Logikmodule VL150102, VL160102 und VL170102 vermeidet solche Probleme, da sie dafür sorgt, dass bei UND-Verknüpfungen derart „saubere“ Signale an der Steuerung anliegen, als ob nur ein Sensor angeschlossen wäre. Gleiches gilt für die Logikmodule VL150122, VL160122 und VL170122. Hier sorgt die Elektronik dafür, dass die Ausgänge der an den Modulen angeschlossenen Sensoren ODER-verknüpft werden. Der Schaltausgang der Verteiler ist immer dann aktiv, wenn mindestens einer der beiden an den Modulen angeschlossenen Sensoren eingeschaltet ist und dass unabhängig davon, welches Gerät gerade schaltet. Der Schaltzustand der Logikmodul-Ausgänge wird durch LEDs, durch das transparente Gehäuse deutlich sichtbar, signalisiert. Der Abstand zwischen den beiden Buchsen für die Sensorausgänge ist bei allen Logikmodulen so bemessen, dass ausreichend Platz für zwei selbst konfektionierte Anschluss-Stecker zur Verfügung steht.

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