Foto: Kipp

Maschinenelemente

Kipp: Bedienteile aus dem 3D-Drucker

Das Heinrich Kipp Werk ermöglicht mit dem neuen 3D-Konfigurator eine individuelle Gestaltung von Bedienteilen.

Der 3D-Druck hat in den letzten Jahren seinen Siegeszug durch verschiedenste Branchen angetreten und erweist sich für viele Anwendungsszenarien als extrem nützlich. In der Industrie wird das innovative Verfahren derzeit noch hauptsächlich für die Realisierung von Prototypen eingesetzt. Dabei ist der 3D-Druck gerade im Bereich der Produktion von Kunststoffteilen eine ernstzunehmende Alternative zu herkömmlichen Herstellungsprozessen, schließlich lassen sich damit individuelle Werkstücke schnell und kostengünstig herstellen – ab Stückzahl 1. „Das war auch der Gedanke, aus dem heraus der 3D-Konfigurator entwickelt wurde“, erläutert Mike Tobien, Produktmanager beim Heinrich Kipp Werk. „Wir wollen unseren Kunden noch mehr Flexibilität bei der Gestaltung ihrer Bedienteile ermöglichen und uns dabei als erster Anbieter in dieser Branche die innovative Technologie des 3D-Drucks etablieren.“

Intuitive Bedienung

Großen Wert legte Kipp bei der Entwicklung des praktischen Online-Tools auf die einfache Bedienbarkeit: Nach dem Login gibt der Kunde zunächst spezifische Größen wie den Radius oder den Gewindedurchmesser der gewünschten Komponenten ein. Anschließend bestimmt er die gewünschte Farbe und Stückzahl. Nach Abschluss der Konfiguration werden die Daten aufbereitet und an den 3D-Drucker weitergeleitet. Bestellabschluss und Bezahlvorgang erfolgen wie gewohnt. „Der gesamte Prozess läuft überaus schnell und intuitiv ab“, betont Mike Tobien. „Zeitintensives Suchen passender Bedienteile im Katalog oder Online-Shop gehört der Vergangenheit an.“ Aktuell bietet Kipp den praktischen Produkt-Konfigurator für Bügelgriffe und Kugelknöpfe an. Durch Hinzufügen des Kundenlogos ist eine Individualisierung der Produkte möglich.

Innovative Werkstoffe mit individueller Lackierung

Die individuell konfigurierten Bügelgriffe und Kugelknöpfe sind standardmäßig aus Thermoplast gefertigt, wahlweise kann der Kunde jedoch auch eine Ausführung in Alumide wählen. „Dabei handelt es sich um einen neuen Werkstoff, ein Gemisch aus Kunststoff und Aluminium“, erklärt Mike Tobien. „Alumide bietet Anwendern diverse Vorteile wie zum Beispiel eine Temperaturbeständigkeit bis 170 Grad Celsius, eine hohe Abrieb-Druckfestigkeit und eine gute Dauerverwendbarkeit.“ Die Bedienteile werden nach dem 3D-Druck gleitpoliert, was in einer sehr glatten Oberfläche mit einer schönen Optik resultiert. Anschließend erfolgt die Lackierung, wobei der Kunde zwischen verschiedenen Farben wählen kann. Kipp verwendet dabei einen Speziallack mit einer extremen Abriebfestigkeit. „Anders als beim regulären Spritzgussverfahren werden die Bedienteile im 3D-Druck weiß gespritzt und erhalten ihre Farbe erst über die Lackierung“, erläutert Mike Tobien. „Die Thermoplast-Modelle sind in schwarz, blau, rot, grün, orange und gelb erhältlich, Alumide-Ausführungen derzeit in silbergrau.“

Kostengünstige Realisierung ohne Werkzeugbau

Die individuell konfigurierten Bedienteile ermöglichen aber nicht nur eine hohe Flexibilität, sondern gewähren auch finanzielle Vorteile. Im Vergleich zu konventionell produzierten Sonderlösungen lassen sich dank des 3D-Drucks Kosten sparen, denn es müssen keine speziellen Werkzeuge angefertigt werden. „Individuelle Werkzeuge für die Kunststoff-Fertigung kosten gleich einige tausend Euro“, erklärt Mike Tobien. „Dieser Kostenpunkt lässt sich bei den gedruckten Bedienteilen komplett vermeiden.“ Auch der konstruktive Aufwand entfällt: Reguläre Sonderlösungen müssen von der Entwicklungsabteilung im Heinrich Kipp Werk entsprechend der Anforderungen zur jeweiligen Anwendung umgesetzt werden. Der 3D-Konfigurator hingegen ermöglicht die direkte Eingabe der jeweiligen Parameter seitens des Kunden. Nicht zuletzt reduzieren sich für Kipp durch die Produktion „on demand“ auch die Lagerhaltungskosten. „All das sind Gründe dafür, warum wir die Bedienteile aus dem 3D-Drucker vergleichsweise effizient anbieten können“, so Mike Tobien. „Besondere Ersparnisse ergeben sich für Kunden, die Sonderteile in Stückzahlen von 1-100 benötigen.“

Im Dienst der Kunden

Hohe Flexibilität, innovative Werkstoffe und nicht zuletzt Kostenvorteile: Kein Wunder, dass der 3D-Konfigurator von Kipp auf ein großes Interesse stößt. „Wir haben unter anderem auf Messen ein sehr positives Feedback erhalten“, erzählt Mike Tobien. „Die technischen Möglichkeiten verbunden mit der innovativen Technologie des 3D-Drucks haben das Fachpublikum auf ganzer Linie überzeugt.“ Dementsprechend plant das Heinrich Kipp Werk auch bereits eine Erweiterung des Angebots: So ist es denkbar, dass über den 3D-Konfigurator demnächst auch klassische Bedien- und Schaltknöpfe oder T-Griffe erhältlich sein werden – sogar kleinere Baugruppen ließen sich realisieren. „Der 3D-Druck ist die Zukunft, wenn es um die Fertigung von individuellen Bedienteilen geht“, so Mike Tobien abschließend. „Das Heinrich Kipp Werk unterstreicht mit dem 3D-Konfigurator einmal mehr seine Vorreiterrolle in der Branche.“

Zum Konfigurator geht es hier.

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