Heute stellt das Unternehmen Thaler aus Polling bis zu 500 Hoflader pro Jahr her, wovon ca. 45 Prozent ins Ausland exportiert werden. Die Geräte des Unternehmens müssen im Einsatz mit hohen Lasten klarkommen sowie auch rauen Bedingungen standhalten.
Foto: Igus

Werkstoffe

Kunststoff-Gleitlager für raue Bedingungen und hohe Lasten

Die Geräte von Thaler müssen hohe Lasten tragen, sowie auch rauen Bedingungen standhalten. Wieso man von metallischen zu Kunststoff-Gleitlagern wechselte.

Eignen sich metallische oder Gleitlager aus Kunststoff besser als Komponenten für Anwendungen mit hohen Lasten und in rauen Bedingungen? Im täglichen Einsatz sind landwirtschaftliche Geräte oft ungünstigen Umweltbedingungen ausgesetzt: unebenes Gelände, Schmutz, Feuchtigkeit und Chemikalien sind eine alltägliche Angelegenheit. Diese Kombination stellt enorme Ansprüche an die verbauten Komponenten innerhalb der Maschine. Die Firma erklärt, wie sie mit Iglidur-Gleitlagern von Igus beim Bau ihrer Hoflader Kosten und Zeit sparen – und zwar bereits ab der Fertigung.

Hintergrund: Nützliche Geräte für Landwirtschaft, Landbau und Baugewerbe waren gefragt

Für das Unternehmen Thaler, mit Sitz im oberbayrischen Polling, begann die Selbstständigkeit 1997 mit einer Bauschlosserei. Als passende Gerätschaft auf dem Markt fehlte, baute sich Manfred Thaler, Geschäftsführer und gelernter Maschinenbauer, einfach selbst seinen benötigten Hoflader. Die Nachfrage wuchs schnell und so stellt das Unternehmen heute bis zu 500 Hoflader pro Jahr her, wovon circa 45 % ins Ausland exportiert werden. Von einfachen Knickgelenkladern über Teleskoplader und -hublader versorgen sie die Agrarindustrie mit nützlicher Gerätschaft. Das Portfolio zählt aktuell circa 25 Fahrzeuge, aufgeteilt in vier Produktlinien. Neben der Landwirtschaft werden die Maschinen vereinzelt auch im Landbau und dem Baugewerbe eingesetzt. Im täglichen Einsatz sind die Hoflader oft rauen und wechselnden Wetter- und Umweltbedingungen ausgesetzt.

Nachteile metallischer Gleitlager

Thalers Hoflader sind gemacht für die Landwirtschaft; mit Leichtigkeit fahren sie durch unebenes Gelände und nasse Felder oder schieben schwere Schneemassen vor sich her. Die wechselnden Umweltbedingungen und der ständige Kontakt mit Wasser, Schmutz und verschiedensten Chemikalien stellt die verbauten Komponenten innerhalb der Maschine vor eine große Herausforderung. Die Erfahrung mit Thalers Landmaschinen zeigt, dass metallische Komponenten an den Lagerstellen derartigen Bedingungen nur schwer standhalten würden:

  • Rost: Durch den ständigen Kontakt mit Feuchtigkeit rosten metallische Gleitlager schnell.
  • Wartungsintensiv: Dadurch müssten die Lagerstellen regelmäßig gewartet und fehlerhafte Metallbuchsen ausgetauscht werden. Das führt nicht nur zu häufigen Wartungsstillständen, sondern bedarf außerdem einer regelmäßigen Verfügbarkeit aufwändig hergestellter Ersatzteile.
  • Zeitfaktor: Die Montage der ursprünglich eingesetzten Buchsen aus Metall war sehr zeitaufwändig. Anfällig: Zudem führten die Lager in Thalers Hofladern dazu, dass die Wellen schnell einliefen.

Wieso sich Thaler für die Iglidur-Komponenten entschied

So lag die Suche nach einer robusteren und langlebigeren Alternative auf der Hand. Was viele Landmaschinen-Hersteller nicht wissen: „Das Problem rostender Wellen und Gleitlager lässt sich durch einen Wechsel von Metall zu Kunststoff schnell beheben. Wichtig ist aber, dass Welle und Lager immer als Einheit betrachtet werden“, erklärt Thomas Weber, zuständiger technischer Verkaufsberater bei Igus. Selbstschmierende Gleitlager aus Iglidur sind robust und damit geeignet für vielfältige und wechselnde Umgebungsbedingungen, wie sie in der Landwirtschaft häufig vorkommen. Über einen Messebesuch kam Manfred Thaler schon vor einigen Jahren in Kontakt mit den ‚Motion Plastics‘- Lösungen von Igus. Nach dem erfolgreichen Einsatz einer Igus-E-Kette in einem seiner innovativen Teleskoplader-Modelle vor mehr als vier Jahren, setzt Thaler nun auch in puncto Gleitlager auf Kunststoff statt Metall. Und das mit Erfolg – seit etwa Anfang 2017.

Einsetzbar bei rauen Bedingungen und für hohe Lasten geeignet

Eingesetzt werden die Iglidur-Gleitlager in den Lagerstellen fast aller Modelle, mit bis zu 18 Gleitlagern pro Hoflader. Die Anforderung sind hoch: neben ungünstigen Umweltverhältnissen müssen die Lager hohen Kantenbelastungen standhalten. Iglidur-Gleitlager eignen sich hier, da sie nicht nur sehr korrosionsbeständig, sondern auch schmutz- und chemikalienresistent sind. Ein weiterer Vorteil: Fast alle metallischen Gleitlager lassen sich ganz einfach gegen Igus-Gleitlager austauschen.

Im Vergleich: 1:1-Wechsel von Metall zu Kunststoff

Bei Welle und Lager kommt es auf das richtige Zusammenspiel an, die beiden Komponenten sollten deshalb stehts als Einheit betrachtet werden. Iglidur-Gleitlager erweisen sich als ein geeigneter

Gleitpartner, da sie sich im Vergleich zu Metallbuchsen besser an die Welle anpassen. Das minimiert den Abrieb, wodurch die Welle weniger beansprucht wird. Der Wechsel von Metall zu Iglidur-Gleitlagern machte sich bei der Firma Thaler nicht nur im direkten Einsatz positiv bemerkbar. „Zuvor mussten die Buchsen nach dem Lackieren noch einzeln nachgerieben werden“, erinnert sich Geschäftsführer und Inhaber Manfred Thaler. „Dank des Einsatzes von Iglidur-Gleitlagern fällt dieser Arbeitsschritt nun weg.“

Foto: Igus
Während des Lackiervorgangs wird die Lagerstelle einfach mit einem Stopfen abgedeckt. So kann das

Gleitlager direkt nach dem Trocknen und Entfernen des Stopfens eingesetzt werden. So laufen die Wellen nicht mehr Gefahr zu verschleißen oder einzulaufen.

Während des Lackiervorgangs wird die Lagerstelle einfach mit einem Stopfen abgedeckt. So kann das Gleitlager direkt nach dem Trocknen und Entfernen des Stopfens eingesetzt werden. So laufen die Wellen nicht mehr Gefahr zu verschleißen oder einzulaufen. Seit über vier Jahren setzt Thaler nun schon erfolgreich auf E-Ketten von Igus. Auch der Wechsel von klassischen Lagern aus Metall zu Kunststoff-Gleitlagern war ein Schritt, der sich bewährt hat. Der oberbayerische Hoflader-Hersteller spart durch den Wechsel nun schon ab Fertigung Kosten und Zeit.