Preisträger des Nachwuchspreises für Digitalisierung für Studenten: (1. Reihe von links nach rechts): Nikolai Killguss, Tobias Sohny, Marco Steck, Martin Degel
Foto: VDMA

Studenten

Nachwuchspreise zur Digitalisierung für Studenten

Diese vier Studenten erhielten den Nachwuchspreis zur Digitalisierung vom VDMA. Zum ersten Mal dabei bei der Verleihung war ein neuer Partner des Preises.

Die enge Verzahnung von Hochschule und Industrie bringt im Maschinenbau immer wieder Spitzenleistungen von Studentinnen und Studenten hervor. Der VDMA Software und Digitalisierung zeichnet deshalb herausragende Abschlussarbeiten von Absolventen aus den Fachbereichen Ingenieurwissenschaften und Informatik mit dem Nachwuchspreis „Digitalisierung im Maschinenbau“ aus. In diesem Jahr erstmals gemeinsam mit der Bildungsabteilung des VDMA. Als neugewonnener Partner des Nachwuchspreises vergibt die Bildungsabteilung des VDMA mit der Maschinenhaus-Initiative zwei Sonderpreise in den Kategorien „Bachelorarbeit“ und „Masterarbeit“.

Professoren deutscher Hochschulen nominierten zum zweiten Mal ihre besten Studenten aus den Fachbereichen Ingenieurwissenschaften und Informatik für den VDMA-Nachwuchspreis. Insgesamt 19 Absolventen von ebenso vielen Hochschulstandorten aus Deutschland standen dabei mit ihren Abschlussarbeiten aus Bachelor- und Masterstudiengängen zur Wahl.

Vielfalt von innovativen Digitalisierungslösungen

„In diesem Jahr zeigten viele der eingereichten Arbeiten, dass im intensiven Zusammenwirken zwischen Hochschule und Industrie nicht nur eine große Vielfalt von innovativen Digitalisierungslösungen entstanden ist, sondern diese auch eine hohe Praxistauglichkeit für den Maschinenbau erreichen“, resümiert Karl Friedrich Schmidt, Vorsitzender des Vorstandes im VDMA Software und Digitalisierung. Auch Dr. Jörg Friedrich, Leiter der Abteilung Bildung, ist sich sicher: „Wenn Hochschulen und Industrieunternehmen bei der Digitalisierung intensiv zusammenarbeiten, ist das eine Win-Win-Situation für beide Seiten.“ Die Ausbildung an den Hochschulen erhält so mehr Praxisbezug. Nachwuchskräfte

lernen frühzeitig den Umgang mit konkreten Aufgaben aus der Arbeitswelt und könnten frühzeitig das erworbene Methoden- und Fachwissen anwenden. „Deshalb unterstützen wir als VDMA Bildung mit unserer Maschinenhaus- Initiative den Nachwuchspreis auch in den kommenden Jahren“, ergänzt Friedrich.

VDMA ehrt vier Studenten mit dem Nachwuchspreis zur Digitalisierung

Unter der Leitung von Karl Friedrich Schmidt wählte die Jury folgende Preisträger für den Nachwuchspreis 2018:

  • Tobias Sohny, Student im Bereich Wirtschaftsingenieurwesen Technik an der Hochschule Koblenz: 1. Preis für die beste Masterarbeit
    Im Rahmen seiner Masterthesis, die er am Lehrstuhl von Prof. Dr. Helmut Bollenbacher verfasste, konzipierte er bei der Winkler+Dünnebier GmbH eine Maschinen-Daten-Erfassungs-Schnittstelle (MDE), die für den Anwender die Maschinendaten in Echtzeit zur Verfügung stellt. Damit lassen sich sowohl für bereits eingesetzte Maschinen als auch für neue Produkte mithilfe der neuen Schnittstelle aussagekräftige Produktionskennzahlen wie beispielsweise die Gesamtanlageneffektivität (GAE/OEE) generieren.

  • Martin Degel, Maschinenbaustudent an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg: Sonderpreis in der Kategorie Masterarbeit
    Am Lehrstuhl für Fertigungsautomatisierung und Produktionssystematik von Prof. Dr.-Ing. Jörg Franke setzte er sich mit der Problematik auseinander, wie selbstständig rekonfigurierbare Fertigungsnetzwerke mit autonomen und intelligenten Transporteinheiten (z.B. fahrerlose Transportsysteme) zukünftig realisiert werden können. Dazu konzipierte er IT-seitig eine sogenannte intralogistische Service-Ebene, in der übergeordnete Dienste eingerichtet werden. Diese Dienste ermöglichen ein dynamisches Wegstreckennetz für jeden Fahrzeugtyp.

  • Marco Steck, Maschinenbaustudent an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hof: 1. Preis für die beste Bachelorarbeit
    Betreut wurde seine Abschlussarbeit durch Prof. Dr.-Ing. Herbert Reichel. Darin untersuchte er mit der Siegfried Hofmann Werkzeugbau GmbH die Praxistauglichkeit von unterschiedlichen Arten der virtuellen Inbetriebnahme in Bezug auf ein Modell einer Spritzgussautomation. Dabei wurden die Ergebnisse nicht nur im Hinblick auf das Aufwand-Nutzen-Verhältnis sondern auch auf Aspekte wie Materialfluss, Echtzeitfähigkeit und Physik- Engine beurteilt.

  • Nikolai Killguss, Student im Bereich Maschinenbau und Mechatronik an der Hochschule Furtwangen:Sonderpreis in der Kategorie Bachelorarbeit
    Die von ihm bei Prof. Dr. Edgar Seemann verfasste Bachelorthesis setzt sich hinsichtlich der zunehmenden Digitalisierung von Produktionsprozessen mit der vernetzten Zustandsüberwachung von Axialkolbenmaschinen innerhalb einer Umformpresse auseinander. Dazu erstellte er bei der Bosch Rexroth AG am Standort Horb ein funktions- und zukunftsfähiges Grundkonzept basierend auf offenen Schnittstellen. Messwerte von autark arbeitenden Körperschallsensoren werden dabei erfasst, mit Maschinen- und Betriebsdaten verknüpft und an eine serverbasierte Überwachungs- und Analyseapplikation weitergeleitet als Basis für Predictive Maintenance.

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Erstmalig zeichnet der VDMA Fachverband Software und Digitalisierung mit dem Nachwuchspreis ‚Digitalisierung im Maschinenbau‘ Abschlussarbeiten von Absolventen aus den Fachbereichen Ingenieurwissenschaften und Informatik aus.

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