Seit dem 01. Januar 2020 gelten für den Transport von Lithiumbatterien und –zellen neue Regelungen.
Foto: Shutterstock

Märkte

Neue Regelung für Transport von Lithiumbatterien

Informationspflicht für Lithiumbatterien- und zellen: Auf was seit dem 1. Januar 2020 beim Transport zu achten ist.

Weil immer mehr Lithiumbatterien- und zellen aus unbekannten Quellen im Umlauf sind, stellt das Gefahrgutrecht neue Anforderungen an die Dokumentation: Der UN 38.3-Report weist nach, dass die Batterien grundsätzlich tauglich für die Beförderungen sind; fehlt er, kann der Spediteur den Transport verweigern.

Ausführlichere Dokumentation für den Transport ist pflicht

Neu ist, dass laut Abschnitt 38.3.5 des UN Handbuchs die Prüfungen und Kriterien ab 1.1.2020 die Information zum bestandenen UN Transportation Test ausführlicher dokumentiert und für den Versand von Lithiumbatterien zwingend entlang der Lieferkette bereitgestellt werden muss. Betroffen sind alle nach dem 30. Juni 2003 hergestellten Batterien. Diese Anforderungen gelten für Hersteller und nachfolgende Vertreiber von Lithium-Batterien/-Zellen, somit auch für Distributoren. Ausnahmen vom UN Test gelten nur für so genannte Prototypen bzw. Kleinserien von maximal 100 Stück Lithium-Batterien/-Zellen, die dann via Sondervorschrift 310 des ADR/IMDG bzw. A88 des IATA-Rechts transportiert werden dürfen.

Je nach Lithiumbatterie gibt es unterschiedliche Auflagen

Wichtig für den reibungslosen Transport sind laut FBDi unter anderem die richtige Klassifizierung und Versandvorbereitungen. Die zu erfüllenden Auflagen sind auch von der Nennenergie einer Lithium-Ionen-Batterie oder vom Lithium-Gehalt in der Lithium-Metall-Batterie abhängig. Ein erleichterter Versand nach IATA-DGR und ADR ist bei Lithium-Ionen-Batterien mit einer Nennleistung von unter 100 Wh beziehungsweise. 20 Wh pro Zelle und bei Lithium-Metall-Batterien mit Lithiumgehalt von bis zu 2 g beziehungsweise 1 g pro Zelle möglich. Für beschädigte Lithium-Batterien oder -Zellen sind besondere Bedingungen bei Verpackung und Versand zu beachten: Zusätzlich ist zur geforderten Kennung beim regulären Versand die Markierung des Packstücks mit ‚Beschädigte/defekte Lithium-Ionen-Batterien bzw. Lithium-Metall-Batterien‘ zwingend notwendig.

Der FBDi verweist auf die umfangreichen Daten, die der UN Prüfbericht enthalten muss, Details für die einzelnen Verkehrsträger enthalten die jeweiligen Regelwerke.

Hintergrund: Was ist und was macht der FBDi e. V.?

Der Fachverband der Bauelemente Distribution e.V. (FBDi e.V.) ist seit 2003 eine etablierte Größe in der deutschen Verbandsgemeinschaft und repräsentiert einen Großteil der in Deutschland vertretenen Distributionsunternehmen elektronischer Komponenten.

Neben der informativen Aufbereitung und Weiterentwicklung von Zahlenmaterial und Statistiken zum deutschen Distributionsmarkt für elektronische Bauelemente bildet das Engagement in Arbeitskreisen und die Stellungnahme zu wichtigen Industriethemen (u.a. Ausbildung, Haftung & Recht, Umweltthemen) eine essenzielle Säule der FBDi Verbandsarbeit.

Prüftechnik

5 Gründe, in der Batteriefertigung die Dichtheit zu prüfen

Inficon hat eine Checkliste zusammengestellt, die die Anforderungen an diverse Stufen des Fertigungsprozesses von Traktionsbatterien zusammenfasst.

News

Vertriebsspitze umstrukturiert

Zum 1. April 2019 hat der internationale Elektrotechnikkonzern Finder seine Vertriebsspitze in Deutschland umstrukturiert.

Weiterbildung

SKF bildet autorisierte Vertragshändler aus

Zukunftsfähige Kundenbindung durch kompetente Service-Angebote: SKF bildet autorisierte Vertragshändler zum ‚SKF Certified Maintenance Partner‘ aus

Personen

Dietmar Harting mit Karmarsch-Denkmünze ausgezeichnet

Persönlich haftender Gesellschafter und Vorstand der Harting Technologiegruppe mit der Karmarsch-Denkmünze geehrt. Altbundespräsident Christian Wulff hielt die Laudatio.