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Foto: Klinger
Konform zur neuen Richtlinie des Umweltbundesamtes : Trinkwasser-geeignetes Dichtungsmaterial von Klinger

Dichtungen

Neues Material in Trinkwasserqualität

Die „Quadratur des Kreises“ – oder wie man lediglich aus zugelassenen  Materialien eine Flachdichtung für Trinkwasseranwendungen realisiert.

Die aktuelle Elastomerleitlinie fordert von allen Dichtungen, die mit Trinkwasser in Berührung kommen, dass sämtliche Bestandteile, aus denen sie hergestellt werden, hinsichtlich ihres Materials ebenfalls geprüft und freigegeben sind. Obwohl zig Millionen Flachdichtungen jährlich verbaut werden, sind die Tonnagen an benötigten Rohstoffen jedoch in der Relation zu anderen Produkten nur sehr gering. Da demgegenüber jedoch hohe Kosten für das Prüfungsverfahren je Rohstoff anfallen, sind die Rohstoffhersteller häufig nicht bereit, den Aufwand der Prüfung zu tragen, sodass üblich notwendige Bestandteile fehlen, die für eine sinnvolle Verarbeitung von Elastomeren wichtig sind. Salopp gesprochen: man soll eine Torte backen, aber etliche Zutaten dürfen nicht mehr verwendet werden!

Die richtige Rezeptur für eine Dichtungsplatte

„Backen“ ist dabei das überleitende Stichwort. Generell entsteht eine Dichtungsplatte mittels einer Rezeptur aus Füllstoffen, Fasern und Elastomeren als Bindemittel. Aus dieser Materialmischung wird auf einem Kalander bzw. Walzenstuhl durch tonnenschwere Linienpressung eine Dichtungsplatte erzeugt, die während des Walzprozesses auf der heißen Walze vulkanisiert, nicht von der Walze abhebt und dann auch noch die Parameter und Eigenschaften aufweist, die man für eine Flachdichtung benötigt. Was tun, wenn plötzlich die bewährten Werkzeuge aus dem Werkstoffbaukasten fehlen?

An die Beantwortung dieser Frage hat sich die Entwicklung der Klinger Dichtungstechnik aus Gumpoldskirchen begeben, allen voran Stephan Piringer, der Entwicklungsleiter. Er sagt ganz klar, dass es keinen Sinn machte, auf Prüfung und Zulassung weiterer Rohstoffe zu warten: „Klinger musste die Herausforderung selbst annehmen, aus den derzeit zugelassenen Bestandteilen eine Dichtungsplatte für den Trinkwasserbereich zu entwickeln und zur Serienreife zu bringen – es ist uns gelungen!“

Ob heiß oder kalt – für Trinkwasser geeignetes Material

Das neue Dichtungsmaterial trägt die Bezeichnung Klingersil C-4240 und entspricht den Anforderungen des Umweltbundesamtes im gesamten Bereich Dichtungen. Die Prüfbestätigung ist gültig bis März 2026, so dass der Anwender sicher gehen und seine Trinkwasserinstallation oder Geräte für die Anwendung in Trinkwasser beruhigt damit ausrüsten kann. Die Dichtungsplatte wird im September 2021 verfügbar sein, rechtzeitig bevor bei vielen Bestandsprodukten am 31.12.2021 die Zertifikate auslaufen.

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Foto: IHW Marketing Typische Einsatzstelle für Flachdichtungen in der Kaltwasserzuführung eines Hausanschlussraums mit Vorfilter und Abzwang zur Weichwasseranlage

Seitens Klinger ist man sehr froh, dass dem Markt dieses neue Produkt angeboten werden kann, denn viele Dichtverbindungen sind so ausgelegt, dass ein Wechsel der Dichtungsart, z.B. auf O-Ringe oder reine Gummi-Ringe, nicht möglich ist. Mit der neuen Dichtungsplatte braucht man daran keinen Gedanken verschwenden, denn sie erfüllt die Anforderungen für Kaltwasser (23°C) sowie für Heißwasser (85°C) und wird vorerst in den Dicken 1,0 mm, 1,5 mm, 2,0 mm und 3,0 mm geliefert werden können.

Insbesondere für die Anbieter von Baugruppen und Serienbauteilen wie Druckminderer, Hauswasser-Eingangsfilter, Pumpsätze, Wasserzähler uvm., aber auch für den Nachrüst- und Austauschbedarf an Wasserleitungsdichtungen, kann jetzt kurzfristig auf das neue Dichtungsmaterial zurückgegriffen werden. Alle Sets könnten so in der nächsten Zeit die Dichtungsausstattung aus Klingersil C-4240 erhalten und wären damit konform zur neuen Richtlinie.

Jörn Jacobs

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Foto: Klinger Das Klinger-Material Klingersil C-4240 ist nach neuer Elastomer-Leitlinie für Kalt- und Heißwasser geeignet.
Foto: SKF

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