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Ein Scheibenfräser trennt bis auf einen kleinen Steg die Torxschrauben von der Metallplatte ab.
Foto: Harald Klieber
MPO Hydraulik stellt seine Gewindestopfen selbst her. 

Kreative Zone

Präzisionsstopfen einfach selbst fräsen

Exakt sitzende Gewnidestopfen im passenden Material und das auch noch schnell. Ein Hydrauliker fräst inzwischen selbst.

Wenn es um Ventilblöcke und deren Dichtigkeit geht, überlässt MPO Hydraulik in Oberahrain nahe Landshut auch in punkto Verschlussschrauben nichts dem Zufall: Selbst die Torxschrauben mit konischen 1/8- oder 1/16-NPTF-Gewinden werden selbst produziert. „Unsere Stopfen müssen zu 100 Prozent sitzen, in Stahl, Edelstahl, Grauguss und natürlich auch in unseren Ventilblöcken aus Aluminium“, erklärt MPO-Prozesstechniker Thorsten Nikolaus. „Solche Gewindestopfen können Sie nicht einfach kaufen, nicht aus dem Material, nicht mit dem gewünschten Torx-Profil und oft nicht in der benötigten Qualität.“

Schnell war für Andreas Priller klar, dass diese Spezialschrauben auf einem der eigenen Mazak-CNC-Dreh- und Fräszentren gefertigt werden müssen. Auf einer CNC-Drehmaschine wären dazu acht Werkzeugwechsel inklusive Beschleunigen und Abbremsen des 250er-Backenfutters und der 24-kW-Spindel nötig gewesen. Demnach war der Plan, Messing- und Edelstahl-Leisten aufzuspannen und daraus ein Nest von 36 Zapfen heraus zu fräsen. „Da wir unsere NPTF-Innengewinde mit Reime-Noris-Sonder-Gewindebohrern fertigen und damit beste Erfahrungen gemacht haben, war es naheliegend auch das Gegenstück, den Gewindestopfen, mit Werkzeugen von Reime Noris zu fertigen“, berichtet Andreas Priller.

Nach einigen Optimierungen produziert MPO-Hydraulik heute mit einem Gewindewerkzeug problemlos über 50.000 Stopfen, bevor das Werkzeug gewechselt werden muss. Das Konzept ist ideal, berichten die Experten von MPO, weil nach Bedarf Stopfen in verschiedensten Durchmessern aus Edelstahl (1.4305), Messing (MS58) oder anderen Materialen gefertigt werden können.

Saubere Ventilblöcke, präzise Gewinde, zufriedene Partner (v.li): Martin Bieber, Wolfgang Oed, Thomas Breuer, Thorsten Nikolaus, Rudolf Märzenhofer und Andreas Priller.
Die Gewindestopfen wurden auf einer VCN430 von Mazak gefräst: die Gewindeprozesszeit liegt nun bei knapp 4 bis 5 s pro Stopfen – je nach Material.
Ein Scheibenfräser trennt bis auf einen kleinen Steg die Torxschrauben von der Metallplatte ab.
Keine großen Investitionen nötig: Auf einer Standard-Fräsmaschine lassen sich in kleinen Lösgrößen und aus verschiedensten Materialien die Gewindestopfen fräsen.

Dieser Beitrag entstand in Kooperation mit unserem Schwestertitel NCFertigung.

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