Krätzesortieranlage: Die Konstruktion ohne Schublade und ohne deren Schutzvorrichtung
Foto: Wieland-Werke AG

Maschinenelemente

Ressourcen schonen und Lasten nachhaltig dämpfen

Die Ressourcen schonende Krätzesortieranlage der Wieland-Werke AG war sehr starker Beanspruchung ausgesetzt. Wie mit einer ACE-Dämpfung nachjustiert wurde.

Bei der in Ulm ansässigen Wieland-Werke AG liegt ein besonderes Augenmerk auf der Entwicklung von Werkstoffen, die eine effiziente Nutzung von Ressourcen ermöglichen und dem Schutz von Umwelt und Gesundheit dienen. Möglich wird das vor allem durch die enge Zusammenarbeit mit Kunden sowie Instituten, Forschungseinrichtungen und anderen anerkannten Partnern - wie beispielsweise auch mit der ACE Stoßdämpfer GmbH im nachfolgend geschilderten Einsatzfall.

Umweltschonender Umgang mit Ressourcen

„Eine Krätzesortieranlage dient dem Trennen des Metall-Krätzegemisches und sorgt damit dafür, dass ein möglichst großer Metallanteil weiter verarbeitet werden kann“, erläutert Felix Scherb, Project Engineer im Ulmer Wieland-Hauptwerk. „Wenn dann die Anlage in unschöner Regelmäßigkeit gewartet und instandgesetzt werden muss, konterkariert das unsere Bemühungen eines effektiven und nachhaltigen Arbeitens.“ Doch genau dies war in den ersten Monaten nach Inbetriebnahme zu beobachten.

4.000 kg Metallmasse bändigen

Der Grund hierfür war schnell ausgemacht. Nachdem der Metallanteil über Siebrinnen in verschiedene Körnungen aufgeteilt wurde, landeten die Metallausläufer mit einer Masse von bis zu 4.000 kg in einem Abwurftrichter. Von dort gelangten sie im freien Fall am Ende eines 2,3 m langen Weges in eine massiv-stählerne Auffangkonstruktion, die einer überdimensionalen Schublade gleicht. Bei der genannten Fallhöhe sorgte die reine Metallmasse, die selbst im geringsten Fall noch 500 kg betrug, für eine zu starke Belastung sowohl der Schublade als auch des darunter liegenden Teils der Gesamtkonstruktion. Regelmäßige Zerstörungen des Abwurftrichters waren die Folge. Für eine schnelle Abhilfe wandte sich Felix Scherb an seinen bewährten Partner für Dämpfungslösungen, die ACE Stoßdämpfer GmbH.

Die Lösung: Riesenschublade sanfter in Gesamtkonstruktion einbetten

Nach Berücksichtung der wichtigsten Kenndaten, zu denen neben Gewicht und Fallhöhe vor allem die Taktung von acht Aufprällen pro Stunde gehört, ergab sich ein großflächiger Einsatz von Tubus des Typs TC137-90 aus dem Hause ACE. Insgesamt wurden am Ende 20 Vertreter dieser Sicherheitsdämpfer verbaut, auf denen nun die Schublade steht, in welche die Metallbrocken aus dem Abwurftrichter hinunterfallen. Zu den Tubus-Sicherheitsprodukten von ACE gehören für das Bändigen von großen Massen vor allem die TC-S- und TC-Produktfamilien. Beide stellen kostengünstige Lösungen mit hoher Kraftaufnahme dar.

Unkomplizierte Produkte mit großer Kraftaufnahme

  • Die wartungsfreien, modernen Maschinenelemente decken Energieaufnahmen von 450 Nm bis 17.810 Nm stufenlos ab und kommen dank hoher Federraten neben Lade- und Hebevorrichtungen sowie Hydraulikgeräten vor allem auch in Krananlagen zum Einsatz.
  • Die enorme Bandbreite liegt am einzigartigen Dual-Konzept der TC-S-Familie, doch auch die Kraftaufnahmen der einzelnen TC-Typen von 1.210 Nm bis 14.140 Nm sind für viele Konstruktionen vollkommen ausreichend, zumal sie, wie in Ulm, dank ihrer kompakten Bauform in fünf Reihen à vier Stück problemlos in Stahlprofilen zu verschrauben sind.
  • Dabei gehört der verwendete Typ TC137-90 zu den größten Modellen der mit Durchmessern von 64 mm bis 176 mm ausgestatteten Sicherheitsdämpfer. Bei einem Hub von gerade einmal 90 mm kommt ein einziges dieser Modelle bei Standarddämpfungen bereits auf Kraftaufnahmen von 6.350 Nm, für Notfälle sind sogar 8.890 Nm zulässig.

Wie bei allen Produkten von ACE sorgen zahlreiches Zubehör und Anschlussteile für eine einfache Integration in bestehende Konstruktionen. Seit ihrem Einbau in die Krätzesortieranlage der Wieland-Werke AG sind jetzt wesentlich längere Wartungsintervalle möglich, und zu einem Ausfall kam es gar nicht mehr.