Mit Drive Roller und Trommelmotoren lassen sich Förderstrecken extrem platzsparend und effizient auslegen.

Antriebs- und Steuerungstechnik

Rulmeca: Eine runde Sache

Trommelmotoren und angetriebene Rollen in der Fördertechnik - Rulmeca treibt Einsatz voran.

Das Funktionsprinzip von Trommelmotoren ist für fördertechnische Anlagen unschlagbar: Als All-in-One-Komponenten sind sie seitlich angeflanschten Getriebemotoren konstruktiv deutlich überlegen, da ihr Antrieb geschützt in der Antriebstrommel integriert ist. Der Einsatz von Trommelmotoren ist deshalb mit deutlich weniger Komponenten in der Stückliste verbunden, was die Beschaffung und Bevorratung viel effizienter macht. Dadurch sparen sie auch Platz, was das Bestreben nach einer aufgeräumten und übersichtlichen Werksfläche unterstützt. So können sie auch die Arbeitssicherheit erhöhen, denn sie reduzieren das Risiko, sich bei beengten Platzverhältnissen zu stoßen. Kommt noch der Hygieneaspekt in Spiel – der für die Lebensmittelindustrie von der Warenannahme bis hin zur Verpackung sehr wichtig ist – gibt es zu Edelstahltrommelmotoren im Grunde keine Alternative für den Antrieb von Gurten, Kunststoffmodulbändern, Scharnierplattenbändern oder Drahtgeflechtbändern. Sie lassen sich leicht reinigen und vermeiden schwer erreichbare Schmutzecken und Toträume, sodass sich keine Verunreinigungen und Keime an unzugänglichen Stellen sammeln können. Deshalb ist der Erfolg dieser Komponenten in diesem Segment auch sehr hoch.

In Förderbändern abseits der hygienesensitiven Lebensmittelindustrie gibt es aber noch immer sehr häufig den seitlich an das Förderband angeflanschten Motor. Aber auch hier kann der Trommelmotor überzeugen, da er in unterschiedlichen kostengünstigen Ausführungen verfügbar ist. Die Grenzen des Einsatzes von Trommelmotoren finden sich lediglich beim Betrieb ohne Gurt mit Nennleistungen jenseits von 1 kW aufgrund der geringeren Wärmeabfuhr und wenn eine minimale Breite von weniger als 20 cm gefordert ist. Auch besonders kleine Durchmesser unterhalb von 81 mm kann man mit ihnen nicht bedienen.

Drive Roller

Hierfür bieten sich jedoch für leichte Anwendungen die sogenannte Drive Roller an, also angetriebene 24V-Motor-Rollen. Auch diese können mit einem balligen Rohr ausgeführt werden. Sie unterscheiden sich von klassischen Trommelmotoren eigentlich nur dadurch, dass sie vom Anwendungsfeld her primär für Rollenbahnen entwickelt wurden, während Trommelmotoren für hohe Gurtspannungen ausgelegt sind. Je nach Ausführung des Mantelrohrs sind aber stets beide Anwendungsbereiche möglich. Insofern eignen sich Trommelmotoren auch für Rollenbahnen und angetriebene Rollen auch für Gurtapplikationen. Da die Drive Roller jedoch einen deutlich kleineren Durchmesser aufweisen, haben sie selbstverständlich auch eine geringere Leistung. Stellt man sich nun Palettenförderer mit angetriebenen Rollen vor, so kommen hier Schwerlastrollen mit Trommelmotoren zum Einsatz, die das Funktionsprinzip der kleineren angetriebenen Rollen auf Schwerlastapplikationen transferieren. Letztlich konvergieren sich die Anwendungen von angetriebenen Rollen und Trommelmotoren, sodass es schlussendlich verständlich ist, dass führende Anbieter von solchen fördertechnischen Komponenten beide Lösungsbereiche anbieten. Im Falle des Anbieters Rulmeca ist das Portfolio sogar so breit gefasst, dass Trommelmotoren mit Durchmessern von einem Meter und 250 kW angeboten werden. Mit ihnen werden Schüttgüter in Minen und Steinbrüchen transportiert. Die Vorteile sind in allen Fällen identisch: Es sind konstruktiv und beschaffungsseitig effizientere und vor allem platzsparende All-in-One Komponenten.

Vorteil: Trommelmotor

In allen anderen Anwendungsfeldern bestechen Trommelmotoren und angetriebene Rollen jedoch deutlich gegenüber alternativen Antrieben. Und dies nicht nur wegen der effizienteren Bauweise, die wartungstechnisch dank der bewährten Schnellspanntechnik keine Nachteile bietet. Vielmehr bestechen sie durch ihre Energieeffizienz. Hier sind Trommelmotoren gegenüber alternativen Antriebskonstruktionen deutlich überlegen, denn der Wirkungsgrad von Trommelmotoren ist vergleichsweise hoch. Anwender können also enorme Kosten sparen, wenn sie die Wirkungsgrade ihrer Antriebe steigern. Der 113er Rulmeca Trommelmotor mit 0,37 kW hat beispielsweise einen elektrischen Wirkungsgrad von über 77%. Das entspräche der IE3, wenn diese Norm für diese Leistungsklasse gelten würde. Auch ist der mechanische Wirkungsgrad des Stirnradgetriebes mit 94-97% (je nach Getriebestufe) sehr hoch. Im Vergleich dazu haben Schnecken-Getriebemotoren signifikant schlechtere Gesamtwirkungsgrade. Woran liegt das? Die Konstruktion des Trommelmotors verringert die Friktionsverluste, da das Stirnradgetriebe direkt mit dem Motor verbunden ist. Zudem wird der Motor konstant und effizient durch ein Ölbad gekühlt. Es sind also der hohe Spezialisierungsgrad und die Bauform, die Trommelmotoren per se zur prädestinierten Antriebslösung für Förderbänder machen. Aufgrund all dieser Vorteile sollten Anwender für ihre fördertechnischen Anlagen Trommelmotoren vorschreiben.

Über Rulmeca

Die Rulmeca Germany GmbH ist Teil der RULMECA Gruppe mit Sitz in Alme/Italien, die weltweit für Bewegung in der Fördertechnik sorgt. Rulmeca Germany GmbH produziert an einem ISO-zertifizierten Standort in Aschersleben mit über 200 Mitarbeitern Tragrollen, Trommelmotoren und Gurttrommeln für höchste Ansprüche und jeden Einsatz in der Stückgut- und Schüttgutfördertechnik. Dafür arbeitet Rulmeca weltweit mit führenden Anlagenherstellern, Entwicklungsbüros und Endverbrauchern zusammen. Neben der Produktion von Fördertechnikkomponenten bietet Rulmeca seinen Kunden auch die Berechnung von Förderbandelementen komplexer Anlagen als Dienstleistung.

Elektrotechnik

Was kann das neue AS-i Motormodul BW3409 von Bihl+Wiedemann

Bihl+Wiedemann hat einen Kabelkanal mit AS-i 3.0 Motormodul für zwei 24 V Motorrollen mit Adressierbuchse entwickelt.

Hannover Messe

Förderrollen die mitdenken

Matthias Nienhaus und sein Team an der Universität des Saarlandes zeigen auf der Hannover Mess eine Förderrollen-Straße aus mitdenkenden Rollen.

Spannelemente

Verpassen Sie nicht den PTI-Start!

„PTI ist technisch unschlagbar.“ Dr.-Ing. Dietrich Lembke und die Projektgruppe Rekunorm erklären, warum PTI die bessere Schnittstelle ist. Verkaufsstart im Juni.

Automatisierungstechnik

Nabtesco und Kuka machen Produktion mobil

Die Plattform KMP 1500 von Kuka bewegt sich autonom und flexibel im Raum. Für die nötige Präzision der Positionierung sorgt Nabtesco.

Neuigkeiten aus der Branche für die Branche:der konstruktion-entwicklung.de-Newsletter

Abonnieren Sie jetzt den wöchentlichen konstruktion-entwicklung.de-Newsletter!