Foto: Sven Cichowicz

Robotik

Schunk: Mensch-Roboter-Kollaboration

Schunk hat ersten zertifizierten Industriegreifer für den kollaborierenden Betrieb.

Schunk baut seinen Vorsprung bei Greifern für den kollaborierenden Betrieb weiter aus: Mit dem Schunk Co-act Greifer EGP-C präsentiert der Kompetenzführer für Greifsysteme und Spanntechnik erstmals einen inhärent sicheren Industriegreifer, der von der Deut-schen Gesetzlichen Unfallversicherung DGUV für den kollaborierenden Betrieb zertifiziert und zugelassen ist. Das Zertifikat vereinfacht die Sicherheitsbetrachtung bei kollaborieren-den Anwendungen und verkürzt den Zeitaufwand. Der kompakte, mit einer Kollisions-schutzhülle umhauste 2-Finger-Parallelgreifer deckt ein breites Einsatzspektrum ab – von der Kleinteilemontage in der Elektronik- und Konsumgüterindustrie bis zu Montagean-wendungen im Automotive-Sektor. Bei Schunk wird der Co-act EGP-C bereits prototypisch an einem MRK-Arbeitsplatz in der Greifermontage eingesetzt. Dort übernimmt der Werker die Montage und Qualitätsprüfung, während der Roboter mit dem Greifer Kleberückstände an einer scharfkantigen Abziehplatte entfernt. Das verbessert die Ergonomie und minimiert die Verletzungsgefahr für den Mitarbeiter. Der Co-act EGP-C erfüllt die Anforderungen der ISO/TS 15066 und ist so konstruiert, dass er einen Menschen nicht verletzten kann. Eine sichere Strombegrenzung gewährleistet, dass die Anforderungen für kollaborierende Anwendungen zuverlässig erfüllt werden. Der Greifer lässt sich denkbar einfach über digitale I/O ansteuern. Dank einer Betriebsspannung von 24V DC eignet er sich unter ande-rem auch für den mobilen Einsatz.

Vereinfachte Sicherheitsbetrachtung der Gesamtapplikation

Der Co-act EGP-C wird als komplett vormontierte Einheit mit jeweils passender Schnittstelle für die Cobots von KUKA, Fanuc oder Universal Robots geliefert. Schnittstellen für Roboter anderer Hersteller sind auf Anfrage möglich. Darüber hinaus sind Programmierbausteine für alle gängigen Cobots vorgesehen, die den Inbetriebnahmeaufwand weiter reduzieren werden. Die komplette Regelungs- und Leistungselektronik ist im Inneren des Greifers verbaut, so dass dieser keinerlei Platz im Schaltschrank beansprucht. Bürstenlose und damit wartungsfreie Servomotoren sowie eine leistungsfähige Kreuzrollenführung gewährleisten einen hohen Wirkungsgrad und machen ihn zu einem dynamischen und leistungsfähigen Experten fürs anspruchsvolle Handling kleiner und mittlerer Teile. Innerhalb der zulässigen Fingerlänge erzielen die Greiferfinger über den kompletten Hub eine annähernd konstante Greifkraft und Geschwindigkeit. Um die Kollaboration mit dem Bediener möglichst flüssig und intuitiv zu gestalten, ist der Greifer mit einer LED-Beleuchtung in Ampelfarben ausgestattet, über die der Anwender den jeweiligen Zustand des Moduls signalisieren kann. Den zertifizierten Kleinteilegreifer gibt es ab dem ersten Quartal 2018 in Baugröße 40 mit einem Fingerhub von 6 mm und einem maximalen Werkstückgewicht von 0,7 kg. Die Greifkraft lässt sich über einen Drehcodierschalter in mehreren Stufen einstellen. Weitere Baugrößen folgen im ersten Halbjahr 2018.

Jens Lehmann Kabinengespräche

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