Ab sofort bietet Schunk speziell für die Roboterarme von Universal Robots einen kompletten Greifsystembaukasten, der elektrisch und pneumatisch gesteuerte Greifer, Schnellwechselmodule und Kraft-Momenten-Sensoren umfasst.
Foto: Schunk

Motek

Schunk schafft Freiräume

Schunk stellt auf der Motek sein Greifsystemprogramm und die digitalen Services in den Fokus. Wie liefern sie damit Antworten auf die Anforderungen von morgen?

„Drei Faktoren prägen die aktuelle Entwicklung der Produktions- und Montageautomatisierung: die Smart Factory, die Robotisierung und die Digitalisierung von Anlagen und Prozessen“, stellt Henrik A. Schunk, geschäftsführender Gesellschafter, CEO, der Schunk GmbH & Co. KG, mit Blick auf die Motek 2018 heraus. „Wir erleben gegenwärtig, dass flexibel einsetzbare, autonom agierende und hochautomatisierte Produktionssysteme unsere Fabriken revolutionieren. Intelligenz, Vernetzung und Kollaboration sind zu den Treibern der Komponentenentwicklung in Handhabung und Montage geworden.“ Mit seinem umfassenden Greifsystemprogramm und seinen digitalen Services liefere Schunk Antworten auf die Anforderungen von morgen und ermögliche die nötigen Freiräume bei der Wahl der Systeme, Schnittstellen und Ansteuerung betont Schunk.

Digitale Zwillinge beschleunigt Anlagenentstehungsprozess

Bereits zu Beginn der Anlagenkonzeption unterstützt Schunk Konstrukteure, Programmierer und Projektierer mit seinem Know-how: Im Rahmen einer OEM-Partnerschaft mit Siemens PLM Software hat das Familienunternehmen, das zwischenzeitlich knapp 3.400 Mitarbeiter zählt, ein attraktives Einsteigerpaket für die Simulation von Handhabungslösungen geschnürt. Sechs Monate lang können Interessenten kostenlos die Vollversion der Simulationssoftware Mechatronics Concept Designer von Siemens PLM Software, die Bibliothek digitaler Zwillinge von Schunk-Komponenten sowie entsprechenden Support nutzen.

Mit dem Tool lassen sich komplette Montageanlagen im dreidimensionalen Raum simulieren und der gesamte Engineering-Prozess vom Konzept über Mechanik, Elektrik und Software bis hin zur virtuellen Inbetriebnahme digitalisiert in einem System abbilden. Das simultane Engineering beschleunigt den kompletten Anlagenentstehungsprozess, minimiert die Komplexität, erhöht die Flexibilität und spart unterm Strich jede Menge Kosten. Änderungen lassen sich innerhalb kürzester Zeit übernehmen und auf ihre Machbarkeit prüfen. Zudem können vergleichbare Folgeprojekte viel schneller realisiert werden, als es bislang möglich war.

End-of-Arm Baukasten für Leichtbauroboter von UR

Ein zweites Highlight auf der Motek 2018 ist der End-of-Arm Baukasten, der speziell auf die 6-achsigen Leichtbauroboter von Universal Robots zugeschnitten ist. Bis zu 36 Kombinationsmöglichkeiten ermöglicht das aus elektrisch und pneumatisch gesteuerten Greifern, Schnellwechselmodulen und Kraft-Momenten-Sensoren bestehende Standardprogramm. Sämtliche Komponenten können per Plug & Work mit den UR-Roboterarmen verbunden werden. Weder sind hierfür Anbausätze noch externe Ventile erforderlich. Darüber hinaus werden künftig spezielle Plugins die Inbetriebnahme vereinfachen, so dass gerade auch Einsteiger von einem schnellen und unkomplizierten Start in die robotergestützte Prozess-automatisierung profitieren.

Benchmark beim Schwenken

Dass Schunk auch sein klassisches Portfolio kontinuierlich weiterentwickelt beweisen sie mit dem Schwenkmodul Schunk SRM. Gegenüber vorhandenen pneumatischen Schwenkeinheiten am Markt punktet das leistungsdichte Modul mit einer bis dato einzigartigen Kombination aus hohen Drehmomenten und hohen Massenträgheitsmomenten bei kurzen Schwenkzeiten, großer Mittenbohrung, robuster Lagerung und zugleich schlanker Störkontur. Im Rahmen der Entwicklung des Hochleistungsmoduls hat Schunk neueste Simulationstechnologien eingesetzt, mit denen erstmals auch Reaktionskräfte, Druckverläufe, Auftreffgeschwindigkeiten, kinetischen Energien sowie Antriebsenergien erfasst werden konnten. Neuartige Dämpfer und spezielle Kolbendichtungen sowie eine Viton-/FKM-Abdichtung bilden die Grundlage für ein bis dato einzigartiges Leistungspaket und eine hohe Robustheit.

Ausbau des 24 V-Programms

Auch bei Greifsystemkomponenten im 24 V-Segment legt Schunk nach und präsentiert auf der Motek das verschleißarme, stoßdämpferfreie Schwenkmodul Schunk ERP. Die mechatronische Komponente ist mit einer intelligenten Auto-Learn-Funktion ausgestattet und passt ihr Bewegungsprofil automatisch an das jeweilige Teilegewicht an. Schläge und Schwingungen sowie eine unkontrollierte Fahrt mit Maximalgeschwindigkeit sind somit ausgeschlossen. Das minimiert den Geräuschpegel sowie den Verschleiß und macht den Einsatz hydraulischer Stoßdämpfer überflüssig. Zugleich sind kürzeste Reaktions- und Verfahrzeiten möglich.

Handhabungstechnik

Drehen und Schwenken der nächsten Generation

Schunk hat sein Portfolio um zwei Schwenkmodule für die Automation erweitert und verspricht damit eine neue Ära der rotativen Bewegung.

Unternehmen

Simulation von Handhabungslösungen erleichtern

Siemens PLM Software und Schunk gehen eine OEM-Partnerschaft ein, um den Einstieg in die Welt der Simulation von Handhabungslösungen zu vereinfachen.

Automatica

Schunk: Industrie 4.0 und MRK im Fokus

Auf der Automatica 2018 wird Schunk zeigen, wie sich die Produktionsszenarien der Industrie 4.0 und der MRK mithilfe smarter Greifsystemkomponenten realisieren lassen.

Automatisierungstechnik

Schunk: Greifsystembaukasten für Roboterarme von UR

Schunk bietet einen kompletten Greifsystembaukasten an, der mit allen Roboterarme von Universal Robots kompatiebel ist.

Neuigkeiten aus der Branche für die Branche:der konstruktion-entwicklung.de-Newsletter

Abonnieren Sie jetzt den wöchentlichen konstruktion-entwicklung.de-Newsletter!