Foto: ETA

Elektrotechnik

Schutzschaltern anschließen

Schraubendreher oder Federkraftklemmtechnik. Beide Anschlusstechniken haben echte Stärken. ETA erklärt die Unterschiede.

Die Schraube ist ein echter Dauerbrenner in der Technikgeschichte der Menschheit. Auch wenn es sich heutezutage um einen preiswerten Allerweltsartikel handelt, hat sie doch so manch zentrale Erfindung erst möglich gemacht.

Dauerbrenner Schraubklemme

Die Schraubklemme ist bei Schutzschaltern unverändert häufig im Einsatz. Jeder Fachmann auf der ganzen Welt ist damit bestens vertraut. Sie zeichnet sich durch hohe Kontaktkräfte kombiniert mit großer Kontaktfläche aus. Starre und flexible Leiter, mit oder ohne Aderendhülse, lassen sich damit sicher kontaktieren. Zudem ist möglich, auch mehrere Leiter in einer Klemmstelle anzuschließen, was in der Elektro-Installationstechnik ein echtes Plus bedeutet. Außerdem kann der Nutzer Verbindungs- bzw. Phasenschienen für Sammeleinspeisungen einfach und bequem montieren.

Alternative Flachsteckanschluss

Schraubklemmen haben bei allen Vorteilen auch ein Problem: ohne einen passenden Schraubendreher funktioniert es nicht. Hinzu kommt das richtige Anzugsdrehmoment und somit Fachwissen und Erfahrung und Zeit. Dies mag beim Schaltschrank eines Einfamilienhauses zu vernachlässigen sein. Für einen Schaltschrankbauer allerdings nicht. Hier kommen die ebenfalls seit Jahrzehnten bewährten Flachsteckanschlüsse ins Spiel. Sie funktionieren mit Kabelschuhen (an Kabel gecrimpte Steckhülsen).

Diese steckt der Monteur einfach per Hand auf die Flachstecker des Schutzschalters auf. ETA bietet eine große Palette unterschiedlicher Schutzschaltertypen mit Flachsteckanschlüssen. So zum Beispiel thermische Schutzschalter für den Einsatz in medizinischen Geräten, Profiwerkzeugen und im Apparatebau. Oder hydraulisch-magnetische Schutzschalter für den Einsatz in der Telekommunikationsindustrie. Mit Hilfe passender Stecksockel und Klemmbretter lassen sich auf dieser Basis flexible und kostengünstige Stromverteilungssysteme realisieren. Sind die ETA Sockel erst einmal installiert und verdrahtet, lassen sich die Schutzschalter zu jedem beliebigen späteren Zeitpunkt sekundenschnell aufstecken. Auch der Austausch funktioniert problemlos: Einfach Gerät aus dem Sockel ziehen und neuen Schutzschalter aufstecken. Fertig! Zumeist auch bei unter Spannung stehenden Anlagen.

Federkraftanschlüsse – der neue Weg

1977 kam der erste massentaugliche Käfigzugfederanschluss auf den Markt. Möglich wurde dieser Durchbruch durch neuartige Federn aus Chrom-Nickel-Stahl mit extrem hohen Zugkräften. Die Käfigzugfeder benötigt einen Schraubenzieher zum Öffnen der Feder, funktioniert also nicht werkzeuglos. Ihre Vorteile spielt sie beim Thema „Langzeitstabilität“ aus. Dies liegt am weichen Kupfer. Durch mehrere Faktoren nimmt die Klemmwirkung der Verbindung langfristig ab und kann Probleme bereiten. Bei der Käfigzugfeder dagegen wird jeder Leiter automatisch durch die Druckfeder über den gesamten Querschnittsbereich dauerhaft mit der richtigen Kraft geklemmt. Seit vielen Jahren setzt ETA in Produkten wie dem Montage- und Stromverteilungssystem 17plus Käfigzugfedern umfassend ein. Die passenden Schutzschalter sind mit Flachsteckanschlüssen ausgeführt und lassen sich kinderleicht aufstecken. Das Montage- und Stromverteilungssystem kombiniert damit die Vorteile der Käfigzugfeder mit den Vorteilen von Flachsteckanschlüssen.

Werkzeugloser Federkraftanschluss: Die Push-in Anschlussklemme

Ein weiterer Meilenstein in der Entwicklung der Anschlusstechnik war die 1978 erstmals eingesetzte Push-in Anschlussklemme. Im Vergleich zur Käfigzugfeder hat die Push-in Anschlussklemme den Vorteil, dass sich starre oder mit Aderendhülsen vorkonfektionierte Leiter direkt und ganz ohne Werkzeug in die Klemme einstecken lassen. Der Leiter öffnet die Kontaktfeder beim Einsteckvorgang selbsttätig und sorgt so für die erforderliche Anpresskraft des Leiters gegen den Strombalken. Dies reduziert die Verdrahtungszeiten für den Anwender im Vergleich zur Käfigzugfeder nochmals spürbar. Seit vielen Jahren setzt auch ETA bereits diese moderne Push-in Anschlussklemmen zum Beispiel im Stecksockel 80plus oder im Stromverteilungssystem 18plus ein. Der thermische Kombi-Schutzschalter 3120-PT ist sogar weltweit der erste Schutzschalter mit direkter Push-in Anschlusstechnik!

www.e-t-a.de

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