Foto: Schwörer

Antriebs- und Steuerungstechnik

Schwörer: Elektroantrieb ersetzt Hydraulik

SKF Actuation System arbeitet mit Getriebehersteller GSC Schwörer als Partner für das gemeinsame Getriebeprojekt.

Geringste Leckagen bei Hydraulikzylindern können heute in einer umweltsensiblen Umgebung zu erheblichen Kosten führen. Diese Risiken werden durch den Einsatz moderner ölfreier Elektrohubzylinder minimiert. Als führender Hersteller linearer Antriebssysteme stellt SKF Actuation System aus dem schweizerischen Liestal bereits eine Vielzahl unterschiedlicher elektrischer Hubsysteme her. Mit der Einführung der neuen Baureihe CASM 100, die eine Hubkraft von acht Tonnen aufweist, wird das Produktspektrum deutlich erweitert. Bei der Spezifikation der Hubzylinder stellte sich heraus, dass für viele Anwendungen ein achsparalleler Motor und somit ein Stirnradgetriebe zum Antrieb der Spindel notwendig ist. Für die Entwicklung und anschließende Serienfertigung war es naheliegend einen externen Getriebespezialisten zu suchen.

Evaluierung

Nach einer intensiven Evaluation wurde der Eisenbacher Getriebehersteller GSC Schwörer als Partner für das gemeinsame Getriebeprojekt ausgewählt. Grundlage der Entwicklung bildete ein umfangreiches Pflichtenheft, in dessen Fokus eine robuste und langlebige Ausführung stand. Drei verschiedene Übersetzungen und die Möglichkeit verschiedenste Motoren anzuflanschen ermöglichen dem Kunden ein sehr breites und vielfältiges Anwendungsspektrum im Bereich der Automation und Metallbearbeitung sowie in der Holz- und Lebensmittelindustrie.

SKF definiert Außenkontur

Die Umsetzung des Pflichtenheftes erfolgte in enger Kooperation beider Unternehmen. Hierbei definierte SKF Actuation System die Außenkontur sowie die Schnittstellen zu Hubzylinder, Motor und den optional einsetzbaren Bremsen. Das Design der Außenkontur erfolgte in Anlehnung an die kleinere Baureihe. Die Funktionsteile wie Zahnräder, Wellen, Lager und Abdichtungen legte GSC Schwörer konstruktiv aus. Der begrenzte Bauraum führte dazu, dass die Montage der Zahnräder nur in einem besonderen Ablauf erfolgen kann. Mit einem Gehäuse, hergestellt als Laser-Sinterteil, musste dieser Montageschritt im Vorfeld abgesichert werden. In dieser Phase erfolgte als qualitätsbegleitende Maßnahme die Erstellung einer Konstruktions- und einer Prozess-FMEA.

Als Ergebnis einer intensiven Konstruktionsphase entstand ein Antrieb mit Aluminiumgehäuse in Blockstruktur, der einen durchgehenden Kraftfluss zwischen Hubzylinder und Befestigungsgabel sicherstellt. Abgedichtete Lager sorgen dafür, dass die Kugellager in allen Einbaulagen, auch nach langen Stillstandzeiten, eine ausreichende Schmierung aufweisen. Durch zusätzliche Wellendichtringe wird das Eindringen von Wasser und Schmutz verhindert, wodurch die geforderte Schutzart IP66 für das komplette Getriebe eingehalten wird.

Mustergetriebe durch GSC Schwörer

Im Anschluss an die eng abgestimmte Konstruktionsphase erfolgte die Herstellung von Mustergetrieben bei GSC Schwörer in Eisenbach. Im neu aufgerüsteten Prüflabor der Firma SKF Actuation System konnten die Hubantriebe CASM 100 zusammen mit den Getrieben und Motoren im Dauerbetrieb erfolgreich getestet werden. Parallel zu den Dauerversuchen erfolgte die Herstellung von speziellen Montage,- und Prüfeinrichtungen für die Serienfertigung bei der Firma GSC Schwörer. Nach erfolgreichem Abschluss der Entwicklungsphase startete die Serienfertigung. Erste Kunden konnten sich bereits von dem Konzept der leistungsstarken Antriebe in der

Praxis überzeugen.

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