Werkstoffe

Sembach erhält die Zertifizierung nach IATF 16949

Sembach Technical Ceramics ist nun offiziell nach der automobilspezifischen Qualitätsmanagementnorm IATF 16949 zertifiziert.

Diese Norm basiert auf der ISO/TS 16949 und stellt eine Verschärfung der für die Zertifizierung zu erfüllenden Bedingungen dar. Viele Branchen können von der Zertifizierung und den damit einhergehenden hohen Standards bei Sembach profitieren. Für das familiengeführte mittelständische Unternehmen Sembach Technical Ceramics bildet das erfolgreiche Transitionsaudit und die damit einhergehende Aufrechterhaltung der Zertifizierung nach IATF 16949 den Abschluss eines aufwendigen Anpassungsprozesses an die veränderten Anforderungen der Norm. Bereits seit 2007 ist Sembach nach ISO/TS 16949 zertifiziert. Durch die Umstellung auf IATF 16949, die 2016 von der International Automotive Task Force (IATF) bekanntgegeben wurde, ergaben sich allerdings einige Verschärfungen der Norm, die zum Ziel haben, die Prozessqualität noch weiter zu optimieren sowie Fehler und Risiken im Produktionsprozess zu minimieren. Das stellt gerade mittelständische Unternehmen wie Sembach im Vergleich zu Großkonzernen durchaus vor Herausforderungen, da die Umsetzung der für die Zertifizierung geforderten Maßnahmen die Freistellung unternehmensinterner Ressourcen verlangt. Viele mittelständische Unternehmen können diesen Aufwand nicht bewältigen. Da der Automobilsektor aber auch künftig ein wichtiger Absatzmarkt von Sembach bleiben soll, stand für den Keramikspezialisten außer Frage, den komplexen und aufwendigen Zertifizierungsprozess zu durchlaufen: Eine Investition von unternehmensinternen Ressourcen in die Zukunft, denn die Sicherung des Zertifikats wird sich langfristig positiv auf das Wachstum des Unternehmens auswirken.

Verschärfte Anforderungen für Zulieferer

Die IATF 16949 baut vollständig auf der DIN EN ISO 9001:2015 auf und ist nach der sogenannten High Level Structure in zehn Abschnitte unterteilt, während die alte Norm nur aus acht Abschnitten bestand. Durch die Erweiterung der Norm, ausgehend von der ISO/TS 16949, wurde der prozessorientierte Ansatz des Qualitätsmanagements gestärkt. Besonders die Anforderungen an die Risikobewertung und das daraus resultierende Risikomanagement wurden im Zuge der Umstellung auf IATF 16949 verschärft. Ziel des Unternehmens ist es, auch nach Erhalt des Zertifikats stetig die Möglichkeiten zur fortlaufenden Verbesserung der Abläufe „im Blick“ zu behalten. Ebenso soll der Wert des unternehmensinternen Wissens zukünftig noch höher bewertet werden:

Prozessoptimierung über die Automobilindustrie hinaus

Mit der erfolgreichen Zertifizierung hat sich Sembach einmal mehr als kompetenter und verlässlicher Partner der Automobilindustrie positioniert. Darüber hinaus ist das Unternehmen damit auch für Kunden aus anderen Bereichen interessant. Diese profitieren neben der langjährigen Erfahrung in der Herstellung komplexer Bauteile unter anderem im Keramik-Spritzgussverfahren auch von den Bestrebungen des Unternehmens, die Prozesse stetig weiterzuentwickeln und zu optimieren.

Martin Sembach, CEO, und Gabriele Kuhn, Quality Management Representative bei Sembach Technical Ceramics, zeigen sich erfreut über den erfolgreichen Abschluss des Zertifizierungsprozesses: “Mit dem neuen Zertifikat sichern wir unseren Kunden eine hohe Prozessqualität und -stabilität zu.”

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