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Foto: Arevo
Die Vorteile des neuen Aqua-Systems sind unter anderem die Flexibilität bei der Größe der Teile, schnelle Materialwechsel für eine kontinuierliche Produktion sowie eine Hochgeschwindigkeitsautomatisierung mit geschlossenem Temperaturregelkreis.

Additive Fertigung

Über 80 Patente für den größten 3D-Druck von CFK-Teilen

Eine US-amerikanische Firma stellt die weltweit größte 3D-Druckanlage zur additiven Fertigung von CFK-Strukturen fertig und erhöht ihr Finanzierungsvolumen.

Nach vielen Jahren Entwicklungsarbeit gibt Arevo, Spezialist für innovative Fertigungstechnologie aus dem kalifornischen Silicon Valley, die Fertigstellung der weltweit größten 3D-Druckanlage zur additiven Fertigung von CFK-Verbundprodukten bekannt. Im Technologie-Hotspot der USA betreibt das Unternehmen eine Reihe von Produktionssystemen, darunter auch 70 Aqua-2-3D-Drucksysteme. Dabei handelt es sich um das weltweit erste additive Hochgeschwindigkeitssystem für die kontinuierliche Herstellung von Kohlefaserverbundstrukturen. Dazu gehören ebenfalls eine wachsende Auswahl an Weiterverarbeitungstechnologien. Beim Blick in die Zukunft zeigt sich das Unternehmen überaus optimistisch und freut sich auf weitere Anwendungsmöglichkeiten.

Schneller, bedarfsgerechter und kostengünstiger 3D-Druck

Im Vergleich zu konventionellen Methoden ermöglichen additive Verfahren wie der 3D-Druck eine schnelle, bedarfsgerechte und vergleichsweise kostengünstige Produktion. So druckte Arevo mit diesen Systemen bereits Fahrradrahmen, Sportgeräte, Automobilteile, Komponenten für die Luft- und Raumfahrt oder gar komplexe architektonische Strukturen. Weitere Anwendungen sollen folgen.

Außerdem hat Arevo vor kurzem den größten Teil einer 25-Mio-USD-Finanzierungsrunde unter der Leitung von Khosla Ventures abgeschlossen. Zu den neuen Investoren gehören etwa die Beteiligung von Founders Fund sowie GGVC, Alabaster und Defy. Insgesamt erhöht sich die Gesamtfinanzierung des Unternehmens dadurch auf 85 Mio. USD.

Fahrräder, Scooter und weitere Produkte aus dem größten CFK-Printer der Welt

„Nach der Einführung des im Vergleich zum Aqua 1 viermal schnelleren Aqua-2-3D-Drucksystems im vergangenen Jahr, haben wir uns nun auf die Produktion und den Betrieb dieser Systeme konzentriert. Aktuell befinden sich weltweit insgesamt 76 Systeme in der Live-Produktion. Sie sind alle mit der Cloud verbunden und an unseren verschiedenen Standorten im Einsatz. Damit ist Arevo hervorragend aufgestellt, um die weltweit wachsende Nachfrage sowohl für die eigenen Konsumgütermarken als auch für die Bedürfnisse unserer B2B-Kunden zu bedienen", sagte Sonny Vu, CEO bei Arevo.

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Foto: Arevo Die neue Technologie aus dem Hause Arevo befand sich sechs Jahre lang in der Entwicklung.

Die Kerntechnologie, die Innovationen in den Bereichen Software, neue Materialien, Materialauftrag und Robotik umfasst, ist durch mehr als 80 Patente geschützt.  Zeitleich mit der Fertigstellung der neuen Anlage nahm Arevo die Auslieferung von Superstrata-Fahrrädern und E-Bikes auf.

Arevo ist weiter auf Wachstumskurs

Arevo ist ein Technologieunternehmen, das die Entwicklung und Herstellung großer, geometrisch komplexer, kontinuierlicher CFK-Verbundprodukte durch eine Reihe von Innovationen in den Bereichen Materialwissenschaft, Robotik und Entwicklungssoftware automatisiert. Zu den Kunden zählen Unternehmen aus den Bereichen Konsumgüter, Industrie, Automobil, Schwerindustrie, Bauwesen und Luft- und Raumfahrt. Aktuell schließen die Entwickler gerade das Engineering für Scotsman-E-Scooter ab und stehen kurz vor dem Produktionsstart eines dritten Verbraucherprodukts. „Unser Wachstum ist auch der Grund, weshalb wir unser Team ausbauen wollen. Deshalb suchen wir in den USA und in Vietnam nach fähigen Köpfen wie beispielsweise Entwicklungsingenieuren, die uns in den Bereichen Mechanik, Lasertechnologie, Optik und Elektrik unterstützen wollen", so Vu weiter. 

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Foto: Arevo Das Aqua-System von Arevo produziert nach eigenen Angaben die größten, stärksten und leichtesten kontinuierlichen CFK-Teile in der 3D-Druckindustrie.
Foto: Additive Innovation

Additive Fertigung

Neue Möglichkeit für den 3D-Druck von Thermoplastteilen

Das Softwareunternehmen Additive Innovation (AI) bietet einen Service, der den 3D-Druck von Thermoplastteilen mit diesen neuen Funktionen kombiniert.

Foto: Fraunhofer ILT/ Rapid Shape

Additive Fertigung

Freischwebend 3D-drucken

„Two-Cure“ nennt sich ein neues Verfahren für den harzbasierten 3D-Druck, das gemeinsam vom Fraunhofer-Institut für Lasertechnik ILT und Rapid Shape entwickelt wurde und das ohne stützende Strukturen auskommt.