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Zu den Aktivitäten der Fälscher gehörten u.a. der Kauf von Original-Ventilatoren von EBM-Papst und das Anbringen von gefälschten Etiketten, sowie die Aufarbeitung von gebrauchten oder unbenutzten Ventilatoren alter Bauart.
Foto: EBM-Papst
Zu den Aktivitäten der Fälscher gehörten u.a. der Kauf von Original-Ventilatoren von EBM-Papst und das Anbringen von gefälschten Etiketten, sowie die Aufarbeitung von gebrauchten oder unbenutzten Ventilatoren alter Bauart.

Plagiate

Ventilator-Fälscher enttarnt

Plagiate verursachen einen hohen wirtschaftlichen Schaden bei den Original-Herstellern und deren Kunden. So gelang es EBM-Papst eine Fälscher-Fabrik ausfindig zu machen.

149 Ventilatoren, 260 gefälschte Etiketten sowie die Einnahmen aus dem Verkauf gefälschter Produkte wurden beschlagnahmt. Eine Strafe von rund 2.500 Euro müssen die Fälscher zahlen.

Im März 2023 beschwerte sich ein Kunde beim Ventilatorhersteller EBM-Papst. Er hatte 40 Ventilatoren gekauft. Sie sahen aber ganz anders aus, als die, die der Kunde von früheren Käufen kannte. Der Verdacht auf Produktfälschung lag nahe und EBM-Papst machte sich auf die Sucher nach dem Plagiator. Über eine komplizierte Lieferkette fanden sie ein Handelsunternehmen mit Sitz im chinesischen Shenzhen. Dieses Unternehmen hatte über einen Online-Shop gefälschte EBM-Papst-Ventilatoren vertrieben. Die herstellende Firma war aber nach wie vor unbekannt.

Unter der Leitung von Ralf Duckeck, Vice President Intellectual Property der EBM-Papst Gruppe, beauftragte der Ventilatorenhersteller die Markenrechtsschutzorganisation Selective Trademark Union (STU China), die Details hinter diesem mutmaßlichen Fälschungsfall aufzudecken. „Gefälschte Produkte stellen sowohl für unser Unternehmen als auch für unsere Kunden eine erhebliche Gefahr dar. Sie untergraben den Ruf unserer Marke und können das Vertrauen, das unsere Kunden in uns setzen, potenziell gefährden. Gleichzeitig können ihre minderwertige Qualität und Leistung dem Ruf unserer Kunden und der Sicherheit der Geräte unermesslichen Schaden zufügen. Wir sind fest entschlossen, die Integrität unserer Marke und die Interessen unserer Kunden zu schützen, und ergreifen daher entschlossene Maßnahmen“, erklärt Duckeck den Schritt.

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Die Untersuchung umfasste sowohl Online- als auch Vor-Ort-Maßnahmen. So konnte EBM-Papst jedes Detail entlang der Lieferkette unter die Lupe nehmen. Es wurden Muster der mutmaßlich gefälschten Produkte beschafft und akribisch mit den Originalen verglichen. Der Einsatz und die Sorgfalt des Teams führten schließlich zur Aufdeckung der Fabrik in Foshan, Guangdong, die für die Aufarbeitung und den Vertrieb der Fälschungen verantwortlich war.

Die Razzia in der Produktion

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EBM-Papst und die lokalen Behörden gehen bei einer Razzia in einer Fälscherfabrik in China erfolgreich gegen Produktfälschungen vor.
Foto: EBM-Papst
EBM-Papst und die lokalen Behörden gehen bei einer Razzia in einer Fälscherfabrik in China erfolgreich gegen Produktfälschungen vor.

Ein bedeutender Durchbruch gelang am 4. August 2023. Unter der Leitung der örtlichen Regierungsbehörden und mit Unterstützung der STU China fand eine unangekündigte Razzia in der mutmaßlichen Fälscherfabrik in Foshan statt. In direkter Kommunikation mit den Fabrikarbeitern wurden die Hauptaktivitäten dieser Aufarbeitungsanlage aufgedeckt. Dazu gehörten der Kauf von Original-Ventilatoren von EBM-Papst und das Anbringen von gefälschten Etiketten, die Aufarbeitung von gebrauchten sowie unbenutzten Ventilatoren alter Bauart. Die überholten Ventilatoren wurden als neue Originalprodukte verkauft. Da die Fälscher echte und gefälschten Produkte mischten, war es schwer, die Plagiate von den Originalen zu unterscheiden.

Jährlich verursachen Fälschungen und die dazugehörigen Ermittlungen mehrere hunderttausend Euro wirtschaftlichen Schaden und Gesamtkosten bei EBM-Papst.

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Die Regierungsbehörden beschlagnahmten vor Ort 149 Ventilatoren und 260 gefälschte Etiketten.
Foto: EBM-Papst
Die Regierungsbehörden beschlagnahmten vor Ort 149 Ventilatoren und 260 gefälschte Etiketten.
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