Große Portal-Lineareinheiten von ANT mit jeweils mehr als sechs Metern Hublänge für den Einsatz in der Elektromotoren-Fertigung.
Foto: ANT

Antriebs- und Steuerungstechnik

Via Partnerkonzept zu komplexen Systemlösungen

ANT liefert Einzelkomponenten und komplette Prozessmodule für die Automation. Zu sehen auf der Motek in Stuttgart.

Sobald große Systemintegratoren vollautomatisierte Handhabungslösungen oder komplexe Montagelinien realisieren müssen, sind sie meist auf die Unterstützung erfahrener Projektpartner mit spezialisiertem Engineering-Knowhow angewiesen. Sehr erfolgreich agiert in dieser Rolle das Schweinfurter Unternehmen ANT Antriebstechnik, das seit vielen Jahren eine flexible Zweigleis-Strategie fährt: Für Kunden, die ihre Systemlösungen in Eigenregie konstruieren und montieren, stellt es in der Funktion des Komponenten-Zulieferers eine große Auswahl linear- und antriebstechnischer Standardmodule sowie bei Bedarf auch eigene Mitarbeiter-Teams zur Verfügung. Die technische Grundlage hierfür bildet ein rund 180 Typenvarianten umfassendes Sortiment an hochwertigen Lineareinheiten und Spindelhubgetrieben. Für Fabrikplaner, Prozessoptimierer und Anlagenbauer hingegen, die komplette Funktionseinheiten für die Realisierung voll- oder teilautomatisierter Produktions- oder Montagelinien benötigen, tritt ANT als Systemlieferant mit eigenen Engineering- und Automatisierungs-Kompetenzen in Aktion. Für solche technologisch komplexen Projekte nutzt das Unternehmen auch sein Partner-Netzwerk, zu dem eine ganze Reihe hochqualifizierter Firmen aus Motorenbau, Steuerungstechnik und Schaltschrankbau gehören. ANT selbst übernimmt dabei die Gesamtverantwortung und bleibt stets der zentrale Ansprechpartner für den Kunden. „Unser arbeitsteiliges Partnerkonzept schafft echte Win-Win-Situationen. Während wir nämlich dadurch für viele Spezialaufgaben keine Kapazitäten im eigenen Haus vorhalten müssen, sondern das große Ganze im Blick behalten können, schlagen für den Endkunden lediglich die anteiligen Kosten der Partnerfirmen für das jeweilige Projekt zu Buche. So bleiben selbst größere Vorhaben sehr wirtschaftlich“, betont ANT-Geschäftsführer Mathias Keul.

Anschlussfertige Vormontage

Auf der diesjährigen Motek können sich die Messebesucher in Halle 6 auf Stand 6405 aus erster Hand über verschiedene Projekte informieren, die ANT als projektverantwortlicher Realisator von System- und Sonderlösungen für die Prozessautomatisierung in jüngster Zeit mit Hilfe seines Partnerkonzepts erfolgreich abgewickelt hat. Abgestimmt auf die passgenaue Integration in die bereits bestehende Montageanlage eines Kunden entstand in Schweinfurt beispielsweise eine anschlussfertige – also vormontierte und vorverdrahtete – Drei-Achsen-Anwendung mit Zahnriemenachsen und Montageplatte, die sich inzwischen vom Einzelprojekt zum Serienprodukt entwickelt hat. In diesem Fall gehören zum Leistungsumfang von ANT auch anspruchsvolle Montagearbeiten sowie die Vorabnahme des Systems im eigenen Hause. Das bedeutet konkret: Der Einbau und die Ausrichtung der Lineareinheiten mit einer Genauigkeit von +/- 0,1 mm, die leitungstechnische Installation von je drei Endschaltern an allen drei Achsen sowie auch der Anbau und der Anschluss von drei Servomotoren inklusive Montage der Kabel-Führungsketten.

Durchgetaktet bis zur Endkontrolle

Ebenfalls sehr erfolgreich umsetzen konnte ANT mit seinem Partnerkonzept mehrere große Portal-Lineareinheiten mit jeweils mehr als sechs Metern Hublänge für den Einsatz in der Elektromotoren-Fertigung. Diese Systeme ermöglichen es, bis zu 120 kg schwere Motorkerne in einem kontinuierlichen Prozess – und teilweise mit zwei unabhängig voneinander agierenden Vertikalachsen – verschiedenen Wickel- und Montagestationen zuzuführen und sie danach weiter durch das System zu takten, bis der fertige Elektromotor schließlich in der Endkontrolle ankommt.

800 Kilo-Werkzeuge feinfühlig positionieren

Ein weiteres aktuelles Beispiel aus dem Projektgeschäft von ANT ist die Realisierung von automatisierten Werkzeug-Wechselsystemen für Pressen des namhaften Unternehmens Schuler. Gefordert war eine Lösung für die zügige und präzise Aufnahme und Positionierung von bis zu 800 kg schweren Umformwerkzeugen aus Stahl. Die Werkzeuge sollten vom Transportwagen bis auf 1.000 mm abgehoben, in unterschiedlichen Höhen in die Pressen eingeschwenkt und kontrolliert abgesenkt werden können. Hierzu entwickelte ANT eine Konstruktion aus seinen eigenen Spindelhubgetrieben und verschiedenen Bosch Rexroth-Rollenführungen. Außerdem ließ sich das hauseigene Engineering einen speziellen Schwerlasttisch einfallen, der an der Tischplatte ein Drehmoment von bis zu 20.000 Nm aufnehmen kann.

Mit seinem Partnerkonzept und seinem Inhouse-Engineering ist ANT Antriebstechnik in der Lage sehr flexibel auf die verschiedenen Anforderungen seiner Kunden zu reagieren. Ob es um die Realisierung innovativer Handhabungs- und Montageanlagen geht oder um die Prozessintegration von Prüfsystemen – die erfahrenen Ingenieure und Konstrukteure des Schweinfurter Unternehmens finden sich in alle Aufgabenstellungen der industriellen Automation rasch ein. Zudem zählt ANT zum kleinen Kreis der autorisierten Bosch Rexroth Vertriebspartner. In dieser Gruppe finden sich nur Unternehmen, die nachweislich über große Erfahrung bei der Realisierung von Systemlösungen mit Produkten von Bosch Rexroth verfügen, und die als Systempartner auch bereit sind, die Verantwortung für Komplettlösungen zu übernehmen – einschließlich wichtiger Zukaufteile wie etwa der Steuerungen und Motoren.

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