Image
Foto: Romande Energie
Chantier Romande Energie, parc solaire flottant au Lac des Toules, ce mercredi 20 novembre 2019 a Bourg-Saint-Pierre. (KEYSTONE/Valentin Flauraud)

Energietechnik

Vielversprechende Zukunft für Solarenergie

Trotz globalem Corona-Lockdown weist die Solarenergie dieses Jahr weiter starkes Wachstum auf. Gerade in Krisenzeiten zeigt sie wesentliche Vorteile.

Für die Solarenergie wurde für das laufende Jahr ein weiteres starkes globales Wachstum beim Zubau von neuen Anlagen prognostiziert. Allerdings könnte dieses wegen des globalen Corona-Lockdowns etwas gebremst werden. Doch zeigt diese Technologie auch in den aktuellen Krisenzeiten erhebliche Vorteile, wie die Statistik zur Energieproduktion in China im ersten Quartal deutlich belegt. Während konventionelle Energie-Quellen - allen voran Kohle - rückläufig waren, verzeichnete die Solarenergieproduktion einen zweistelligen Zuwachs.

Wirtschaftliche Vorteile

Trotz der stillgelegten Industrien aufgrund der Coronavirus-Sperre, stieg die Solarenergieproduktion im Land der Mitte um 20 % im Vergleich zum Vorjahr und die gesamte übrige, fossile Energieerzeugung brach ein. Einer von vielen Vorteilen von Solarenergie sind die nahezu Null-Grenzkosten. In wirtschaftlich schwierigeren Zeiten werden gerade auch Energiekosten in der Produktion berücksichtigt. Zudem kann die Solarenergie äußerst schnell und flexibel bedarfsgerecht produzieren.

Dies sind zusätzliche Argumente für die Solarenergie und unterstreichen ihre Schlüsselrolle bei den Erneuerbaren Energien und dem Erreichen der Pariser Klimaziele. Der weltweit steigende Energiebedarf und die Effizienzsteigerung durch sinkende Kosten dank technologischem Fortschritt und Skaleneffekten treiben den Zubau von neuen Solar-Anlagen weiter an. Nach einem weltweiten Zuwachs von 25 % im letzten Jahr und gar einem über 100-prozentigen Marktwachstum in Europa sind die Wachstumsprognosen für dieses Jahr aufgrund der Coronavirus-Situation etwas gedämpft worden. Dennoch weist die Solarenergie schon heute in vielen Regionen die niedrigsten Stromgestehungskosten auf und die Technologie entwickelt sich stetig weiter und wird so zukünftig noch attraktiver.

Solarenergiegewinnung auf dem Wasser

Seit ein paar Jahren bieten die sogenannten Floating Photovoltaik-Anlangen (FPV) auf ungenutzten Wasserflächen oder künstlichen Gewässern, wie Bagger- oder Stauseen, Meeresküsten, Lagunen, Kläranlagen oder Dämmen, eine weitere interessante Applikation zur hoch effizienten Solarstromproduktion.

Seit den ersten kommerziellen Systemen in Kalifornien 2008 sind zwischenzeitlich einige weitere Test- wie auch kommerzielle Anlagen in Asien (vor allem China, Singapur) und Europa (Frankreich, Niederlande, Deutschland) installiert worden. Schwimmende PV-Kraftwerke bieten den Vorteil, weitere Flächen zur Energiegewinnung nutzen zu können, gerade bei Bodenknappheit. Zudem ist die Effizienz der Anlagen durch die Wasserkühlung gepaart mit der Reflexion der Sonneneinstrahlung auf der Wasseroberfläche höher als bei herkömmlichen Systemen.

In Kombination mit Wasserkraft bzw. Pumpspeicher-Kraftwerken, ergeben sich weitere Vorteile. Einerseits mehr Betriebsflexibilität z.B. bei Wassermangel, gleichzeitig kann auch eine eventuelle Schwankung in der PV-Stromerzeugung kompensiert werden.

Solarenergie vom Schweizer Bergsee

Auch die Produkte von Stäubli werden in solchen Applikationen bereits eingesetzt. So auch in der jüngsten Installation auf dem Schweizer Bergsee “Lac de Toules” auf 1.810 m über Meer. Ist das Pilotprojekt in den Walliser Alpen erfolgreich, soll zukünftig Strom für über 6.000 Haushalte erzeugt werden. Aktuell umfasst die Pilotanlage 36 doppelseitige Photovoltaik-Module auf einer Fläche von 2240 m² mit einem erwarteten Ertrag von 800.000 kWh pro Jahr (Jahresverbrauch von ca. 220 Haushalten).

SUISSE ROMANDE ENERGIE

Chantier Romande Energie, parc solaire flottant au Lac des Toules, ce mercredi 20 novembre 2019 a Bourg-Saint-Pierre. (KEYSTONE/Valentin Flauraud)Foto: Romande Energie
Installation von Floating Photovoltaik-Modulen auf einem Schweizer Bergsee.

Einmalige klimatische Bedingungen

Interessant an diesem Projekt ist der besondere, bisher einmalige Standort im Gebirge. Denn durch die dünnere Luftschicht und die höhere UV-Strahlung soll auf dieser Höhe bis zu 50 Prozent mehr Sonnenenergie generiert werden können. Zusätzlich wird im Winter das Licht durch den Schnee reflektiert. Die Stäubli PV-Steckverbinder sind besonders robust und sorgen für eine sichere und verlustfreie Stromübertragung unter den herausfordernden Bedingungen auf dem “Lac de Toules”. Sie trotzen hier den lokalen Klimabedingungen bei Temperaturen bis zu -30 Grad und Windgeschwindigkeiten von bis zu 120 km/h.

Stäubli und seine Photovoltaik-Steckverbinder

Mit über 1,5 Mrd. PV-Steckverbinder sichert Stäubli seit 1996 als Pionier zuverlässige, langlebige und robuste Verbindungen in der Photovoltaik. Mit einer installierten Leistung von weltweit über 300 GW ist Stäubli Weltmarktführer. Kernstück aller elektrischen Steckverbinder von Stäubli ist die einzigartige, verlustfreie Multilam-Kontakttechnologie.

Foto: Stäubli
Die Stäubli PV-Steckverbinder sind besonders robust und sorgen für eine sichere und verlustfreie Stromübertragung, auch unter herausfordernden Bedingungen.

Image

News

Edison Gold Award 2019

Arrow Electronics und We Care Solar entwickeln mobiles Solarenergie-System.

    • News
Image

Unternehmen

Q Cells investiert rund 125 Mio. Euro in F&E-Zentrum

Innovationen aus Sachsen-Anhalt: In den kommenden drei Jahren will Q Cells insgesamt rund 125 Mio. Euro in den F&E-Standort in Thalheim investieren.

    • Unternehmen
Image

Elektrotechnik

DIN EN 60204-1 jetzt nachgebessert und aktualisiert

Wesentliche Änderungen bei der gesetzeskonformen Herstellung eines Betriebsmittels: Die DIN EN 60204-1 wurde sowohl präzisiert als auch aktualisiert.

    • Elektrotechnik
Image
pepperl_sicher_fuehrung.jpeg

Sensorik

Intralogistik: Zukunftsansätze in einer Wachstumsbranche

Auch in Krisenzeiten verschiedener Industrien behauptet sich die Intralogistik als klare Wachstumsbranche und bietet eine Reihe von Zukunftsansätzen.

    • Sensorik, Sensoren