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Foto: Fraba
Fraba im Wandel der Zeit: Firmen und Logos – von 1918 bis heute. Im Juli 2021 gibt es neben dem Rebranding außerdem den Startschuss für die zwei neuen Geschäftsbereiche Credemus und Ubito.

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Warum Fraba auf zwei neue Geschäftsbereiche setzt

Fraba, die Muttergesellschaft von Posital und Vitector, startet mit zwei weiteren Firmen durch. Wir zeigen, welche Geschäftsbereiche jetzt neu dabei sind.

Mit Credemus und Ubito hat die international tätige Fraba Gruppe die Gründung von zwei neuen Geschäftsbereichen bekannt gegeben. Basierend auf den Erfolgen und Innovationen der etablierten Business Units bzw. Marken Posital und Vitector positionieren sich die beiden Start-ups in den Geschäftsfeldern ‚Digitale Transformation‘ und ‚Wiegand-Technik im IIoT-Umfeld‘. Der Launch der beiden neuen Marken wird durch neue Logos und ein komplettes Rebranding-Konzept für die Gruppe unterstützt. 

Credemus transformiert den Mittelstand

Credemus bietet mittelständischen Unternehmen, die einen digitalen Transformationsprozess starten wollen, praxiserprobte Software-Tools und unterstützende Beratungsdienstleistungen. Gezielt genutzt und adaptiert wird dabei das komplexe Know-how, das Fraba sich in den letzten 15 Jahren bei der erfolgreichen Umsetzung eines komplett digitalisierten Geschäftsmodells – mit ‚Mass Customization‘ als hocheffiziente Fertigungsmethode – erarbeitet hat. Wesentliche IT- und Prozess-Tools für den digitalen Switch, die künftig von Credemus angeboten werden, mussten in Eigenregie entwickelt werden – in Vorwegnahme klassischer IT-und i-Cloud-Plattformen, die deutlich später kamen und sich bis heute für viele Firmen als überteuerte Tools für die digitale Transformation entpuppen.  

Unito: Spezialisten rund um die Wiegand-Technik

Ubito bündelt künftig die Aktivitäten im Bereich Wiegand-Technik, mit der man seit 2005 in Millionen von magnetischen Multiturn-Drehgebern die Zählelektronik erfolgreich von lästigen Batterien bzw. sperrigen Getrieben befreit hat. Dabei fokussiert das Start-Up auf völlig neue Anwendungen für den ‚magischen‘ Wiegand-Draht, der magnetisch induzierte Impulse in Energie umwandelt. Neben Energy Harvesting rücken auch Signalerzeugung sowie drahtlose Übertragung elektrischer Energie in den Fokus. Künftige Applikationen, die von Ubito angepeilt werden, reichen von funkenden Sensoren für vernetzte IIoT-Ökosysteme über Smart Metering und ‚niederfrequentes drahtloses Laden’ bis zur ‚transkutanen Energieversorgung’ für implantierbare medizinische Geräte. 

Innovation, Transformation und Wachstum

Die am 1. Juli anlässlich des Lauches der beiden Start-Ups eingeführten neuen Logos beinhalten – wie auch die überarbeiteten Logos von Posital und Vitector – einen vierzackigen Stern. Dieses Element symbolisiert den Fraba-Stern, das Wertesystem für die ‚neue‘ Fraba, in dem Christian und Achim Leeser 1993 die zentralen Elemente der DNA des Unternehmens formuliert hatten: Kompetenz, vollständige Information, dynamische Entwicklung sowie faires Geben und Nehmen. „Der Fraba-Stern war in den letzten 25 Jahren ein wichtiger Kompass auf unserer außergewöhnlichen Reise“, so Leeser. „Mit seinen Werten hat er uns nachhaltig Innovation, Transformation und Wachstum ermöglichst, weshalb wir ihm auch in unserem neuen Marken- bzw. Branding-System eine so prominente Rolle einräumen.“

Über die Entstehung der neuen Fraba-Geschäftsbereiche

Die neuen Geschäftsbereiche und Logos reflektieren die dynamische Entwicklung der Fraba Gruppe in den letzten gut 25 Jahren – seit Übernahme und Neuausrichtung des Traditionsunternehmen durch die Brüder Christian und Achim Leeser. „Das 1918 gegründete Unternehmen Fraba war spezialisiert auf elektromechanische Geräte und Systeme, die größtenteils auf Relaistechnik basierten. Als wir das Unternehmen 1993 übernahmen, hatte die moderne Halbleitertechnologie vieles davon überflüssig gemacht und wir standen vor der Herausforderung, sowohl die Produktpalette als auch die Unternehmenskultur zu aktualisieren“, erklärt Christian Leeser, Mehrheitsgesellschafter und CEO der Fraba Gruppe.

„Nach Konsolidierung des wirtschaftlich angeschlagenen Unternehmens gründeten wir den Geschäftsbereich Vitector mit innovativen Sicherheitssystemen für Tür- und Torsysteme. Parallel entstand Posital als spezialisierter Hersteller von Positions- und Bewegungssensoren, wobei wir zunächst die optischen Encoder, die wir vom alten Unternehmen übernommen hatten, gezielt weiterentwickelten. So gehörten wir in den 1990er Jahren zu den ersten Drehgeber-Herstellern, die Feldbus-Schnittstellen anboten. Auch In Sachen Ethernet hatten wir 2002 die Nase vorn, bevor wir ein paar Jahre später – mit modernen Mikrochips und von uns in Eigenregie entwickelten Algorithmen bzw. Filtertechniken – den endgültigen Switch von optischer zu deutlich robusterer und preiswerterer magnetischer Abtasttechnik bei Präzisions-Drehgebern einläuteten.  Ein wichtiger Meilenstein dabei war 2005 die Weiterentwicklung der Wiegand-Technologie für die energieautarke Versorgung der Zählelektronik in unseren Multiturn-Systemen, die wir in den letzten Jahren gezielt für bahnbrechende Innovationen im Bereich integriertes Motor-Feedback nutzten. Vorläufiger Höhepunkt bildete Ende 2020 der Rollout unserer Mini-Kits (d=22 mm), die erstmalig Multiturn-Fähigkeit im boomenden Segment der Klein- und Kleinstantriebe möglich machten.“  

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Mit Mass Customization und Losgröße eins zum Erfolg

Über die Jahre war es gerade der Drehgebermarkt, der sich durch besondere Chancen und Herausforderungen auszeichnete. „Encoder kommen in einer riesigen Vielzahl von Anwendungen zum Einsatz, die eine extrem große Bandbreite an unterschiedlichen Konfigurationen und Leistungsmerkmalen erfordern,“ so Leeser. In früheren Zeiten wurden kundenspezifische Produkte von erfahrenen Handwerkern individuell gefertigt. Um als Kunde zu einem geeigneten Produkt zu gelangen, waren oft ein zeitaufwändiger Abgleich von Typenschlüsseln und intensive Expertengespräche erforderlich. Der revolutionäre Ansatz von Fraba bestand darin, ein skalierbares und industrielles Produktionssystem zu schaffen, das eine riesige Angebotspalette mit kundenspezifisch ausgelegten Lösungen garantiert – zu moderaten Preisen. „Unsere Königsidee lautete ‚Mass Customization‘ und ‚Losgröße eins‘“, unterstreicht Leeser.

Eine digitale Fabrik im Jahr 2007

Konkret umgesetzt wurde dies mit dem Start der digitalen Fabrik im polnischen Slubice, die 2007 ans Netz ging und die klassisch handwerklich ausgerichtete Spezialfertigung in Köln komplett ersetzte.  Gesteuert wird die Fertigung in Polen, die ausschließlich auftragsbezogen arbeitet und dabei eine Million unterschiedliche Drehgeber (Slogan: „One Milliom Sensors at Your Fingertips“) aus einem modularen Baukasten mit rund 3.500 Systemkomponenten konfigurieren und produzieren kann, über eine vom Unternehmen in Eigenregie entwickelte Cloud-Computing-Infrastruktur.

Verknüpft ist die komplett digital-vernetzte Fertigung mit einem seit 2013 online gestellten Produktfinder, der als Schnittstelle zum Kunden dient. Ein paar Klicks auf der Suchmaske reichen – und der passgenaue Drehgeber ist konfiguriert und kann geordert werden. „Wir hatten bereits eine Firmen-Cloud, lange bevor dieser Begriff in aller Munde war – und sind bislang extrem gut mit unserer Eigenentwicklung gefahren“, so Leeser. „So gut, dass wir unser Know-how ab sofort über Credemus an interessierte Mittelständler weitergeben wollen, die sich für eine pragmatisch ausgelegte digitale Transformation ihres Unternehmens interessieren. Dabei setzen wir auf spannende Dialoge mit unseren Partnern, denen wir unser praxisorientiertes Know-how auf Augenhöhe – und ohne überhöhte und teure Einstiegsbarrieren – anbieten. Unser Motto dabei lautet: Vom Praktiker für Praktiker!“

Foto: Afag Automation AG

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