Image
fraunhofer-igd_gramma_cad.jpeg
Foto: Fraunhofer IGD
In der Software Gramma-CAD des Fraunhofer IGD können CAD-Modelle um funktional gradierte Materialübergänge (z.B. von fest nach flexibel) erweitert werden. Mehr dazu gibt es im kostenlosen Webinar am 15. April 2021 um 14 Uhr zu sehen.

Veranstaltungen

Webinar: CAD-Modelle funktional und intuitiv gradieren

CAD-Modelle gradieren – elegant, funktional und intuitiv: Webinar des Fraunhofer IGD zur vereinfachten Definition von Materialverteilung am 15. April 2021.

Forscherinnen und Forscher des Fraunhofer-Institut für Graphische Datenverarbeitung IGD haben eine Softwarelösung entwickelt, um Materialverteilungen an CAD-Modellen elegant und funktional zu gradieren und damit komplexe Bauteilanforderungen umsetzen zu können und präsentieren diese im Rahmen eines Webinars. In der Veranstaltung am 15. April 2021 um 14 Uhr werden die Anwendung Gramma-CAD sowie deren Anwendungsmöglichkeiten und Vorteile vorgestellt, die Teilnahme am Webinar ist kostenfrei.

Mit örtlich variierten (gradierten) Materialien lassen sich Bauteile funktionsgerecht auslegen, beispielsweise mittels Multimaterial-3D-Druck. CAD-Modelle mit lokal variierenden Eigenschaften zu versehen, ist schwierig und zeitaufwendig.  Mit der Software Gramma-CAD (Graded Multi-Material CAD) gibt das Fraunhofer-Institut für Graphische Datenverarbeitung IGD der Industrie ein Werkzeug an die Hand, um im Prozess der virtuellen Produktentwicklung CAD-Modelle schnell und einfach mit Materialverteilungen und -verläufen anzureichern.

Wie lassen sich CAD-Modelle funktional gradieren?

Bauteile mit funktionalen Gradierungen zu verstehen, ist im Konstruktionsprozess bisher nicht etabliert, weil es abseits der Oberflächenbehandlung (z.B. durch Härten) dafür kaum Herstellungsverfahren gab. Mit Multimaterial-3D-Druck ändert sich das. Jedoch verlieren Designer, Konstrukteurinnen oder 3D-Druck-Dienstleister viel Zeit, wenn sie lokal variierende Eigenschaften auf CAD-Modellen definieren müssen.

Für den bislang umständlichen Prozess existieren keine eleganten Lösungen, die eine interaktive und intuitive Definition lokal variierender Eigenschaften erlauben. Gängige Praxis ist, entweder das Modell in Teilmodelle zu unterteilen, denen dann verschiedene Materialien zugewiesen werden, oder die Materialzuweisung anhand von Bildern (Texturen) in einem Vorbereitungsschritt für den 3D-Druck vorzunehmen. Ersteres erlaubt meist nur diskrete Materialübergänge, während bei dem zweiten Verfahren die Gradierung als Variation der Texturinformation erzeugt werden muss.

Daher stellt sich die Frage: Wie lassen sich mit geringem Aufwand lokal variierende Materialinformationen innerhalb eines virtuellen dreidimensionalen Bauteils erzeugen?

Kostenlose Roadmap zur industriellen Bildverarbeitung

Im Rahmen einer Sonderaktion stellt Fraunhofer Vision die Roadmap zur industriellen Bildverarbeitung für drei Monate als kostenlose PDF zur Verfügung.
Artikel lesen

Was Gramma-CAD leisten kann

Die Herausforderung besteht darin, einfach und schnell kontinuierliche, der Geometrie folgende Materialgradienten zu generieren, wie sie mit modernen Multimaterialdruckern hergestellt werden können. Die Software Gramma-CAD kann volumetrische Materialverteilungen und Materialverläufe interaktiv erzeugen und bietet dafür einen graphisch-interaktiven Editor an, der dies auf elegante und benutzerfreundliche Art unterstützt. Ausgangspunkt ist ein CAD-Modell, das mit einem beliebigen CAD-Werkzeug modelliert wurde. Gramma-CAD unterstützt dabei zahlreiche gängige CAD-Formate, wie bspw. STEP, CATIA, JT, Pro/E und SolidWorks.

Save the date! Webinar am 15. April, 14-15 Uhr

Das Fraunhofer IGD bietet nun am 15. April 2021, 14-15 Uhr, ein Webinar-Special zu Gramma-CAD an, bei dem detaillierte Einblick in die Verfahrensweise geboten werden.  Im Webinar stellt die Entwicklerin Frau Thu Huong Luu die Software Gramma-CAD als Werkzeug zur vereinfachten Definition von Materialverteilung vor und erläutert praxisnah die verschiedenen Ansätze, um Materialverteilungen am CAD-Modell zu generieren.  

Foto: RS Components

Software

Upgrade für frei verfügbare 3D-CAD-Modelling Software

Das aktuelle Upgrade von Design Spark Mechanical hat sich am Feedback von den Nutzern der frei verfügbaren 3D-CAD-Modelling Software orientiert.

Foto: PI

Simulation

Das richtige Hexapod-Modell für jede Positionieraufgabe

Welcher Hexapod ist für meine Positionieraufgabe geeignet und wie wirken sich äußere Einflüsse auf die Grenzen des Arbeitsraums und der Belastung aus?

Foto: Kuka

Märkte

Ist MRK ein Erfolgsmodell für die Automobilindustrie?

Einen tieferen Einblick in das Thema Mensch-Roboter-Kollaboration in der Automobilindustrie gibt Christoph Hock, Leiter MRK bei Kuka Systems.