Image
fraunhofer_ipt_whitepaper.jpeg
Foto: Fraunhofer IPT
Das kostenloses Whitepaper des Fraunhofer-Instituts für Produktionstechnologie IPT erläutert die Risiken von Cyber-Angriffen in Unternehmen mit einer vernetzten Produktion.

Digitalisierung & Künstliche Intelligenz

Whitepaper: Cyber-Angriffe auf vernetzte Produktionen

Die vernetzte Produktion ist im Hinblick auf Cyber-Angriffe besonders gefährdet. Ein neues, kostenloses Whitepaper des Fraunhofer IPT klärt auf.

Die Digitalisierung von Produktionsprozessen birgt ein enormes Wertschöpfungspotenzial, doch gleichzeitig bedrohen Cyber-Angriffe vernetzte Unternehmen besonders stark – die wenigsten von ihnen sind darauf vorbereitet. Wie groß das Risiko im Einzelfall wirklich ist und wie wirksam getroffene Schutzmaßnahmen bereits sind, beschreibt ein neues Whitepaper des Fraunhofer-Instituts für Produktionstechnologie IPT aus Aachen.

Wachsende Gefahr durch Cyber-Angriffe

Mit der wachsenden Verbreitung und Vernetzung der IT in allen Arbeitsbereichen vom Büroarbeitsplatz bis in die Maschinenhalle wächst auch die Gefährdung durch Cyber-Angriffe. In einer weitgehend vernetzten Produktion sind Maschinen und Anlagen, Netzwerk- und Computertechnik verschiedener Generationen in einer gemeinsamen IT-Umgebung miteinander verknüpft. Doch während es für die gängigen Betriebssysteme in der Unternehmens-IT regelmäßige Sicherheitsupdates gibt, bleiben Maschinen in der Regel mehrere Jahrzehnte weitgehend unverändert im Einsatz und werden dadurch leicht angreifbar. Nicht selten sitzt die Gefahrenquelle sogar vor der Tastatur. Die Folge: Schadsoftware, Exploitkits und Insider-Angriffe bedrohen das gesamte Unternehmensnetzwerk.

Alarmierende Untersuchungsergebnisse des Fraunhofer IPT

Kaum ein Unternehmen ist ausreichend auf die Bedrohung vorbereitet, wie eine Untersuchung des Fraunhofer IPT mit 28 Unternehmen verschiedener Industriezweige und Größe zeigt. Kein einziges der untersuchten Unternehmen erfüllt alle Anforderungen der Cybersecurity. Doch während knapp der Hälfte der Unternehmen mit mehr als 250 Mitarbeitenden zumindest eine teilweise Umsetzung der notwendigen Maßnahmen zur Cybersecurity bescheinigt werden kann, erreicht die Mehrheit der kleinen und mittleren Unternehmen nicht einmal diese Marke. Die Ergebnisse ihrer Untersuchung stellen die Aachener Forscher nun in ihrem Whitepaper „Cybersecurity in der vernetzten Produktion‟ vor. Darin stellen sie auch fest: Unternehmen gehen sehr unterschiedlich mit dieser Bedrohungslage um. Während große Unternehmen eigens Experten für IT-Sicherheit einstellen können, fällt diese Aufgabe in kleinen Unternehmen bestenfalls dem IT-Support zu.

Pilz trotzt fiesem Cyberangriff und bleibt optimistisch

Neuaufbau als Chance: Mitte Oktober wurde Pilz das Opfer eines schweren Cyberangriffs. Insgesamt geht das Unternehmen sogar gestärkt aus dem Angriff hervor.
Artikel lesen

Auch die Maschinenersteller stehen in der Pflicht 

Doch nicht nur die eigene Organisation, sondern auch das Verhalten der Maschinenhersteller macht produzierenden Unternehmen das Leben schwer: Während PC-Komponenten einem aktiven Patch-Management unterliegen, liefern die Anbieter für SPS-Steuerungen in der Regel keine aktiven Sicherheitsupdates und kommunizieren auch nicht, wie Maschinen und Anlagen im Netzwerk zu überwachen sind. Der eigene Maschinenpark wird so für Unternehmen zur Blackbox, auf deren Sicherheit und Integrität blind vertraut werden muss. Begünstigt wird dieser Mangel dadurch, dass es keine einheitlichen Normen und Gesetze für die IT-Sicherheit von Produktionsanlagen gibt.

Production Security Readiness Check: Wie sicher ist die vernetzte Produktion?

Für die Untersuchung hat das Forschungsteam des Fraunhofer IPT den „Production Security Readiness Check‟, kurz: PSRC, entwickelt. Den Test stellt es nun auch weiteren Unternehmen, die nicht an der Untersuchung teilgenommen haben, zur Verfügung. Mit Unterstützung des intuitiv nutzbaren Fragebogens und eines begleitenden Interviews sollen auch kleine und mittlere produzierende Unternehmen ihr aktuelles Sicherheitsniveau besser einschätzen und Verbesserungen erkennen und umsetzen können. Der Test kann von produzierenden Unternehmen jeder Branche, Struktur und Größe genutzt werden. Er besteht aus neun Teilgebieten, die jene Themen abbilden, die für einen ganzheitlichen Sicherheitsansatz betrachtet werden müssen. Dabei konzentriert sich der PSRC auf die Einführung und das Management von Methoden zur Sicherung der Unternehmens-IT, der Betriebstechnik und der Umgebungen, in denen beide eingesetzt werden.

Das komplette Whitepaper steht hier zum kostenlosen Download bereit.

Image

Wirtschaftsmeldungen

Schmersal nach Cyber-Angriff wieder handlungsfähig

Diese Art von Kriminalität ist keine Seltenheit mehr und jetzt hat es auch Schmersal erwischt: Im Mai wurde das Unternehmen Opfer eines Cyber-Angriffs.

    • Wirtschaftsmeldungen
Image

Wirtschaftsmeldungen

Pilz trotzt fiesem Cyberangriff und bleibt optimistisch

Neuaufbau als Chance: Mitte Oktober wurde Pilz das Opfer eines schweren Cyberangriffs. Insgesamt geht das Unternehmen sogar gestärkt aus dem Angriff hervor.

    • Wirtschaftsmeldungen
Image
whitepaper_werma_signaltechnik.jpeg

Elektrotechnik/Industrieelektronik

Whitepaper: Signaltechnik-Anwendungen in der Industrie

In einem kostenlosen Whitepaper hat die Werma Signaltechnik GmbH + Co. KG jetzt Anwendungsbeispiele rund um das Thema industrielle Signaltechnik versammelt.

    • Elektrotechnik/Industrieelektronik
Image
continental_leitung_demonstrator.jpeg

E-Autos

Was bringt gedruckte Elektronik in Schlauchleitungen?

Keine Chance für Hacker: Das Verbundprojekt Sens IC zeigt integrierte Sensorik auf Basis von gedruckter Elektronik in Schlauchleitungen für E-Fahrzeuge.

    • E-Autos, E-Mobilität, AddMag, Elektrotechnik/Industrieelektronik, Sensorik & Messtechnik