(von links) Hiroyuki Nagatsu, Bruno Schnekenburger, Ilse Aigner, Tetsuya Kimura, Manfred Stern und Rupert Popp bei der feierlichen Eröffnung des neuen Gebäudes in Allershausen.
Foto: Erik Schäfer

Unternehmen

Yaskawa setzt auf Europa

Mit der Standorterweiterung im bayerischen Allershausen, unterstreicht das japanische Unternehmen Yaskawa, dass es sein Europa-Engagement ernst nimmt.

Nur neun Monate Bauzeit für einen 5.000 Quadratmeter-Ergänzungsbau (1.550 m² Lager, 2.225 m² Montagehalle, 1.200 m² Büros) und ein Invest von rund 8 Mio. Euro, damit hat Yaskawa seinen Standort Allershausen ausgebaut, in dem aktuell 326 Mitarbeiter beschäftigt sind. Mit dieser Maßnahme wird auch die Motoman-Roboter-Montage aus dem rund 20 km entfernten Eching nach Allershausen geholt. Somit arbeiten alle Abteilungen nun unter einem Dach. Das verkürzt Kommunikationswege, beschleunigt die Zusammenarbeit und wirkt sich zudem positiv auf den Kundenservice aus.

Gutes Verhältnis zwischen Bayern und Japan

Die feierliche Eröffnung in Allershausen fand unter Teilnahme der bayerische Staatsministerin für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie und stellvertretende Ministerpräsidentin, Ilse Aigner, statt. Sie freut sich über das gute Verhältnis zwischen Bayern und Japan: „Mit Yaskawa haben wir weltweit einen der größten Akteure im Bereich Industrieroboter und einen führenden Anbieter von Antriebs- und Automatisierungstechnik bei uns am Standort. Robotik und Automatisierung: In diesen Zukunftsfeldern der Industrie ist ordentlich ‚Musik‘….Wer auf Robotik und Automatisierung setzt, der wird gewinnen und die Wettbewerbsvorsprünge auch morgen für sich nutzen können.“

Der Allershausener Bürgermeister Rupert Popp freute sich besonders darüber, dass nach der raschen Baugenehmigung nun endlich auch der Neubau steht. „Yaskawa prägte bereits 1968 den Begriff Mechatronic, um so seine ganzheitliche Lösungs-Philosophie zu unterstreichen“, verriet Manfred Stern, President und CEO von Yaskawa Europe und auch, dass das Thema Künstliche Intelligenz weit oben auf der Agenda stehe. Seit 41 Jahren ist das 102-jährige Unternehmen mit Industrierobotern weltweit präsent und hat bereits rund 350.000 Roboter installiert. Allein im letzten Jahr verkaufte Yaskawa über 40.000 Industrieroboter, 2 Mio. Frequenzumrichter und 1,5 Mio. Servoantriebe. Weltweit erwirtschafteten 14.500 Mitarbeiter 3,5 Mrd. Euro Umsatz. Europa, mit seinen rund 1.700 Mitarbeitern, trug über 550 Mio. Euro zum Umsatz bei. Diese Zahlen nannte Manfred Stern.

Auch der japanische Generalkonsul Tetsuya Kimura betonte die enge Bindung Japans zu Bayern: „Viele japanische Unternehmen haben sich in den letzten Jahren in Bayern niedergelassen. 2017 zählten wir 442 Unternehmen und 8.400 japanische Staatsbürger in Bayern.“ Der Leiter Robotics bei Yaskawa, Bruno Schnekenburger, zeigte anhand des dynamischen Wachstums in der Robotik auf, wohin die Reise geht: „Wir erwarten auch in den nächsten 3 Jahren ein durchschnittliches Wachstum von 15 %.“ Der Bereich Yaskawa Robotics Europa (zu dem auch die Türkei und Südafrika zählen) hat mit 950 Mitarbeitern, 270 Mio. Euro im Jahr 2017 erwirtschaftet.

Erste Roboterfabrik außerhalb Japans

In Kocevje in Slowenien entsteht aktuell die erste Roboterfabrik von Yaskawa außerhalb Japans. Bereits Ende dieses Jahres soll sie den Betrieb aufnehmen. Mögen viele Unternehmen nach China schauen, Yaskawa setzt auf Europa und damit auf nachhaltigen Erfolg.

Erik Schäfer

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