Elektrotechnik

Zukunft industrieller Kommunikation

Ein offener Standard von der Feldebene bis zur IoT-Kommunikation.

Drahtlose Kommunikation in Echtzeit, volle Konnektivität und Interoperabilität von der Feldebene bis in die Cloud: alles Voraussetzung für die Realisierung der Fabrik der Zukunft. Um das, was technisch möglich ist, aber tatsächlich nutzbar zu machen, müssen sich alle Automatisierer auf einen offenen Standard von der Feldebene bis zur IoT-Kommunikation einigen. Hier gibt es große Fortschritte: Die Field Level Communication (FLC)-Initiative der OPC Foundation für eine volle Interoperabilität von Feldgeräten nimmt an Fahrt auf.

Fabrik der Zukunft

Die Fabrik der Zukunft wird völlig vernetzt sein. Eine wesentliche Voraussetzung dafür ist die einfache Integration aller Maschinen und Geräte in ein Netzwerk, das zu jedem Zeitpunkt einen unternehmensweiten Zugriff auf sämtliche relevanten Informationen gewährleistet. Dass dies drahtlos bereits möglich ist, zeigte Bosch Rexroth auf der Hannover Messe mit einem in einen 3D-Drucker integrierten 5G-Demonstrator. In Verbindung mit OPC UA und der Echtzeiterweiterung TSN sind damit wesentliche Voraussetzungen für die Vernetzung erfüllt.

FLC-Initiative

Damit in Zukunft die heute noch heterogene Feldebene mit dem Internet der Dinge verschmelzen kann, treibt Bosch Rexroth jetzt gemeinsam mit anderen führenden Automatisierungsanbietern die Entwicklung von herstellerübergreifenden Geräte-Profilen in der Field Level Communication (FLC)-Initiative voran. Wir setzen auf OPC UA mit TSN bis auf die Feldebene, weil unsere Kunden für ihre Vernetzung zwingend offene Standards brauchen“, betont Dr. Heiner Lang, Leiter der Business Unit Automation & Electrification Solutions der Bosch Rexroth AG. „Nur eine harmonisierte, standardisierte und vereinheitlichte TSN-Technologie mit voller Interoperabilität der Feldgeräte erfüllt diesen Anspruch – eben ein TSN für alle.“

Nachdem Bosch Rexroth schon immer führend bei der Umsetzung der OPC UA Technologie in seinen Produkten war und bei TSN zu den Pionieren im Testbed des Industrial Internet Consortium gehört, engagiert sich derAutomatisierungsanbieter auch bei der Standardisierung auf der Feldebene und stellt mit Dr. Thomas Brandl den Chairman für das Steering Committee der FLC-Initiative in der OPC Foundation.

Bosch Rexroth begrüßt es, dass es der FLC-Initiative gelungen ist, mit Peter Lutz zukünftig eine Verstärkung in leitender Position an Bord zu holen. Seine Nachfolge bei Sercos International tritt Klaus Weyer an. „Peter Lutz hat die Definition der Sercos-Profile und damit die Interoperabilität als wichtigsten Kundennutzen energisch umgesetzt“, so Dr. Heiner Lang. “Mit seinem Wissen und seiner Erfahrung wird er die herstellerübergreifende Standardisierung auf der Feldebene beschleunigen.”

Trotz des hohen Tempos werden für eine längere Übergangszeit die aktuellen Echtzeit-Ethernet-Protokolle weiter gepflegt und eingesetzt werden. Bosch Rexroth unterstützt auch zukünftig den Automationsbus Sercos mit seinen interoperablen Geräte-Profilen sowie andere gängige Ethernet- Echtzeitsysteme mit einer Multi-Ethernet Schnittstelle.

Bosch Rexroth investiert in die Fabrik der Zukunft

Offizieller Spatenstich für Standorterweiterung im chinesischen Xi’an - Bosch Rexroth investiert in China.
Artikel lesen >

News

Automatisierungstreff 2019: Komfortable Netzwerkdiagonose

Diagnose von Echtzeit-Ethernet Protokollen am Beispiel von Sercos III - Sercos mit Workshop und Marktplatz Industrie 4.0 in Böblingen.

Industrieelektronik

OPC UA TSN: Erfolge des gemeinsamen Investments von Marktführern aus OT und IT

Führende Unternehmen und internationale Konsortien intensivieren die gemeinsamen Anstrengungen, um die herstellerneutrale, interoperable Kommunikationslösung für IIoT und Industrie 4.0 am Markt zu etablieren.

Messen

Digitalisierung in der Zerspanung schreitet voran

Mit der Sonderschau und dem Kongress ‚Digital Way‘ unterstützt die AMB die Fertigungsbranche und zeigt, dass der Weg zur Vernetzung über offene Schnittstellen führt.

Interviews

Warum EPSG Standards setzt

Die Ethernet Powerlink Standardization Group (EPSG) wurde 2003 gegründet. Ihre Ziele, die Standardisierung, Förderung und Weiterentwicklung der Powerlink-Technologie, wurden erstmals 2001 öffentlich präsentiert. K&E sprach mit Geschäftsführer Stefan Schönegger über die Vorteile von Powerlink und über die Zusammenarbeit der EPSG mit der OPC Foundation.