Die Digitalpassameter von Feinmess Suhl ermöglichen ein prozessbegleitendes Messen an eigens dafür konzipierten Messplätzen.
Foto: Feinmess Suhl

Qualitätssicherung

Digitalpassameter zur Qualitätssicherung

Die Deutz AG verwendet im Kompetenzzentrum für Rotationsteile Digitalpassameter von Feinmess Suhl. So funktioniert die Qualitätssicherung vor Ort.

Die Deutz AG bezog Ende 2016 ihr neues Kompetenzzentrum für Rotationsteile

am Standort Köln-Porz, an dem unter anderem Digitalpassameter zur Überprüfung der Nockenwellenlager eingesetzt werden. Für die Qualitätsprüfung der Komponenten konzipierten die Experten Messplätze, an denen je nach Fertigungsschritt unterschiedliche Messungen durchgeführt werden können.

23 individuelle Messplätze für die Qualitätssicherung

Im Hauptwerk in Köln-Porz beherbergt eine 2016 erbaute Halle die Hauptproduktion von Kurbel- und Nockenwellen. Bei einer Reihe von Prozessen, wie der Qualitätssicherung, wollte man im modernen Kompetenzzentrum für Rotationsteile neue Wege gehen. „Unser Ziel war es, die Messungen möglichst direkt an den einzelnen Stationen in der Fertigung durchzuführen – sozusagen prozessbegleitend“, erläutert Sven Burkhardt, Qualitätsplaner für die Kurbel- und Nockenwellenfertigung bei der Deutz AG. „Dafür haben wir in Eigenleistung individuelle Messplätze konzipiert, die unsere speziellen Anforderungen zu 100 Prozent erfüllen.“

Die insgesamt 23 Messplätze bestehen jeweils aus einem Tisch mit einem Monitor und einer Ablage für die Messmittel, wobei letztere je nach Station variieren. Im Bereich der Schleifmaschinen sind drei Messplätze mit Digitalpassametern von Feinmess Suhl ausgerüstet, mit denen die Durchmesser von Nockenwellenlagern kontrolliert werden.

Digitalpassameter zur Kontrolle von Durchmessern

„Das Digitalpassameter von Feinmess Suhl haben wir im Rahmen einer Produktvorführung für uns entdeckt“, erinnert sich Sven Burkhardt. „Die Funktionalität hat uns sofort überzeugt und wir starteten eine Testphase, die das Gerät dann auch bravourös bestanden hat.“ Die Lieferung der Digitalpassameter erfolgte über das Unternehmen Schröter & Lausen. Die Handelsgesellschaft war zudem in die Entwicklung der Messplätze involviert.

„Für uns besonders relevant ist die automatische Datenübertragung über Funk. Wir setzen inzwischen ausschließlich Messmittel ein, die diese Möglichkeit bieten“, ergänzt Sven Burkhardt.

So funktioniert das Gerät

Das optionale Funkmodul des Digitalpassameters ermöglicht dem Anwender die Messwerte extern am Computer weiterzuverarbeiten. Bei der Deutz AG wird pro Lagerstelle an den Nockenwellen ein Messwert übertragen. Im Anschluss generiert das System eine Zusammenfassung, die sich für weitere Auswertungen nutzen lässt. Anhand der Daten lässt sich beispielsweise ablesen, ob die Maschinen stabil arbeiten und ob Optimierungsbedarf besteht. „Das optionale Funkmodul ist eine wichtige Voraussetzung für eine fortschrittliche, digitale Fertigung“, erläutert Reiner Kindermann, Leiter Vertrieb und Marketing bei Feinmess Suhl. „Messmittel müssen heutzutage nicht mehr nur hochgenau arbeiten, sondern auch eine vernetzte Produktionsumgebung im Sinne von Industrie 4.0 unterstützen.“

Mit seinem robusten Messmittelkörper und einem neuartigen, induktiven Messsystem bietet das Gerät eine hohe Messgenauigkeit, auch unter rauen Umgebungsbedingungen. Große Messflächen gewährleisten ein stabiles Aufliegen am Prüfling. Der präzise geläppte Amboss des Passameters ist mittels Feingewinde von oben verstellbar. Dadurch liegt das Gewicht des Messmittels auf dem Werkstück. Neben der Messgenauigkeit verfügt das Digitalpassameter über einen Messhub von 4 mm. In Kombination mit dem von unten herangeführten Messtaster und dessen konstanter Messkraft sichert dieser große Hub eine Wiederholgenauigkeit von < 0,3 µm.

Übersichtliche Informationsaufbereitung dank großem Display

„Die hohe Genauigkeit des Digitalpassameters war für uns ein ausschlaggebender Faktor, weil wir es bei den Nockenwellenlagern mit sehr kleinen Toleranzen zu tun haben“, bestätigt Sven Burkhardt. „Begeistert sind wir aber auch von der übersichtlichen grafischen Anzeige der Messergebnisse, die den Alltag für unsere Mitarbeiter wesentlich vereinfacht hat.“ Die Anzeigeeinheit mit einer Auflösung von 0,1 μm und großem drehbarem Display verfügt über ein flexibel einstellbares Toleranzfeld und eine Grenzwert-LED. Große Ziffern und eine klare graphische Darstellung des Ist-Maßes innerhalb der Toleranz sorgen für eine hervorragende Ablesbarkeit. Die Darstellungen lassen sich zudem individuell einstellen. Über die optional erhältliche Software FMS-SD1 können Anwender LED-Funktionen und Farben verändern oder Balkendarstellungen aktivieren, aber auch Kalibrierungen durchführen, Messmodi anpassen oder den Passwortschutz aktivieren.

Die Mitarbeiter des Kompetenzzentrums für Rotationsteile bei der Deutz AG sind mit den Digitalpassametern von Feinmess Suhl sehr zufrieden. „Das Digitalpassameter ist genau, komfortabel zu bedienen und dank der funkbasierten Datenübertragung auch zukunftsfähig“, schließt Sven Burkhardt. „Wir sind überzeugt – und werden definitiv bei Feinmess Suhl anfragen, wenn wir einmal neue Messmittel benötigen.“

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