Foto: Knocks Fluid-Technik

Sensorik & Messtechnik

Wartungsfreies Differenzdruck-Messsystem mit IO-Link

Für Einsätze in der pneumatische Automatisierungstechnik wurde dieses neue IO-Link-fähige und wartungsfreie Differenzdruck-Messgerät entwickelt.

Exakt abgestimmte Durchflussmengen und präzise Verbrauchsmessungen in industriellen Anlagen werden bei immer höher werdenden Energiekosten zu entscheidenden Faktoren für die Kostenoptimierung und Energieeffizienz. Die Knocks Fluid-Technik GmbH aus Selm präsentiert jetzt mit dem KDDM-2.2 die Weiterentwicklung Ihres wartungsfreien Durchflussmessgeräts für Druckluft und neutrale Gase, welches sich vor allem durch seine praxisgerechte Präzision, vielseitigen Anwendungsmöglichkeiten und einer guten Konnektivität auszeichnet.

Robust und wartungsfrei

Verbrauchsmessungen für die Betriebskostenkontrolle, Leckagemessung, Überwachung von Luftlagern oder Dosieranwendungen, etwa für Lackierroboter, sind nur einige Beispiele in der Automatisierungstechnik, welche die Wichtigkeit präziser Durchflussmessungen unterstreichen. Übliche Verfahren für die Durchflussmessung nutzen Kalorimetrie- oder auch einfache Flügelradzähler. Problematisch bei derartigen Geräten ist einerseits die hohe Anfälligkeit gegenüber Störeinflüssen, andererseits der hohe Wartungsaufwand zur Erhaltung der Messqualität. Zudem benötigen klassische Durchflusssensoren, neben einer sehr hohen Reinheit des Mediums, auch sogenannte Einlauf-/ Beruhigungsstrecken, um den negativen Einfluss von Verwirbelungen zu reduzieren.

Die Entwicklung des KDDM-2.2 hatte neben dem hohen Qualitätsanspruch an die Messergebnisse insbesondere zum Ziel, den Integrations- und Wartungsaufwand so weit wie möglich zu reduzieren. Auch die Qualität des Durchflussmediums spielt für das Messverfahren eine untergeordnete Rolle. Platzbedarf und Ansprüche an die Umgebung sind auf ein Minimum reduziert. Aufgrund seiner einfachen und robusten Bauweise ist das KDDM-2.2 das ideale Instrument für den Einsatz in rauen Industrieumgebungen.

Drei Sensoren ermitteln den Differenzdruck

Das KDDM-2.2 verwendet ein Differenzdruck-Messsystem mit kurzen Ansprechzeiten zur Ermittlung von Durchfluss, Volumen und Druck. Das Gerät besitzt einen Sensor für den Eingangsdruck und zwei weitere Sensoren für den Ausgangsdruck. Mit der Hinzunahme eines zusätzlichen Sensors für den Ausgangsdruck konnte eine höhere Messqualität, sowie eine Erweiterung des messbaren Bereichs, erreicht werden. Zwischen den Sensoren befindet sich eine Differenzdruckblende. Die Durchflussmenge wird auf Basis der Druckdifferenz zwischen den beiden Messstellen ermittelt und auf dem Display angezeigt. Weitere Anzeigeoptionen geben den Druck und das Volumen wieder. Der messbare Durchflussbereich liegt bei 20 bis 2000 l/min in einem Druckbereich bis 16 bar.

Foto: Knocks Fluid-Technik Sicht auf Eintrittssieb, Eingangsdrucksensor, Differenzdruckblende und Differenzdrucksensoren

Schneller geht’s mit IO-Link

Mit der Hinzunahme des Kommunikationsstandards „IO-Link“ ist die Integration, sowie die Anwendung des KDDM-2.2, bei Nutzung der passenden Software, vereinfacht und beschleunigt. Das kompakte Gerät mit den Abmessungen 102 × 63 × 83 mm, besitzt zwei frei programmierbare Schaltausgänge und einen Analogausgang für die Ausgabe des Durchflusswertes. Zusätzlich besitzt das KDDM-2.2 die Möglichkeit über den sogenannten SIO-Mode zwei Ausgänge simultan zu nutzen. Das Gerät ist mit Hilfe von IO-Link und der Tasten schnell und einfach konfigurierbar. Über einen Zugriffscode ist sichergestellt, dass nur ausgebildetes Fachpersonal Einstellungen vornehmen kann.

Das neue Differenzdruck-Messsystem ist in Wartungseinheiten integrierbar und kann als Einzelgerät in jeder Position eingesetzt werden. KDDM-2.2 mit Schutzart IP65 ist kompatibel zu der modularen Futura-Serie der Knocks Fluid-Technik GmbH.

Foto: Knocks Fluid-Technik Futura Wartungseinheit Baugröße 2 mit Integriertem KDDM 2.2

Der Einbau schränkt den Betrieb nachgeschalteter Geräte nicht ein, da beim Durchfluss praktisch kaum Druckabfall entsteht. Das Durchflussmessgerät eignet sich dadurch auch für die Komponentenüberwachung im laufenden Betrieb und kann wirkungsvoll verschiedene Maßnahmen zur Prozesssicherung und Steigerung der Anlagenperformance unterstützen. Systemleckagen sind unmittelbar am veränderten Volumen erkennbar und generieren bei entsprechender Konfiguration der Schaltausgänge entsprechende Alarme oder Abschaltungen.