Foto: AMO-Tronics

Elektrotechnik

Automatische Notabschaltung für Hochleistungs-Tests

AMO-Tronics hat einen Controller für die automaische Notabschaltung für Hochleistungs-Tests entwickelt. So funktioniert das neue System.

Die neue automatische Notabschaltung von AMO-Tronics bietet als erste Industrielösung aktiven Schutz für Laboranlagen. Bei vergleichsweise geringen Kosten können mit dem Emergency Shutdown Controller Beschädigungen und Ausfall hochwertiger Komponenten, wie Stromgeneratoren und Kondensatorbänke und damit einhergehende langwierige und teure Testausfälle, verhindert werden.

Wie die automatische Notabschaltung funktioniert

Der Controller überwacht in Echtzeit Laborversuche mit Gleich- oder Wechselspannungen aller Spannungs- und Leistungsebenen. Innerhalb von 1 µs initiiert er im Störfall über seine Ausgangssignale die sofortige Notabschaltung und kann weitere Schutzmaßnahmen einschließlich komplexer Sicherheitsabfolgen wie kontrollierte Erdung, akustische und optische Warnsignale etc. auslösen.

Intelligente Test-Überwachung in allen Phasen

Während der verschiedenen Schaltzyklen eines Leistungstests überwacht der Emergency Shutdown Controller beispielsweise an bis zu acht Eingängen ein- oder dreiphasig Strom- und Spannungswerte. Dabei erkennt das System selbstständig den Testbeginn, kontrolliert und protokolliert dann kontinuierlich den Testfortschritt und reagiert bei einer Störung. Trennfehler bei Schaltertests werden ebenso erkannt wie Überstromfehler. Auch die korrekte Beendigung der aktiven Testphase wird geprüft. Die geplante Testdauer kann wahlweise als Zeitwert oder über die Anzahl der Sinus-Halbwellen festgelegt werden. Auch in den Pausenphasen bleibt das System aktiv und überwacht Spannungen und Ströme auf Einhaltung zulässiger Pegel. Für typische Leistungsschalter-Tests bietet AMO-Tronics vordefinierte Konfigurationsmasken.

Mit seiner hohen Flexibilität ist der Emergency Shutdown Controller geeigent für den Test von Prototypen in der Produktentwicklung. Zugleich ist die Anwendung einfach und standardisiert, sodass Reihentests bei Typ-, Stück- und Inbetriebnahmeprüfungen in der industriellen Produktion wirtschaftlich durchführbar sind.

Für die Übertragung der Ausgangssignale setzt AMO-Tronics – wie bei der Datenübertragung der hauseigenen Saturn-Messsysteme – auf vollständig isolierte Lichtwellenleiterübertragung. Das sorgt für robuste

Widerstandsfähigkeit gegenüber den bei Leistungsschaltertests typischen elektromagnetischen Störeinflüssen. Digitale Signalfilter reduzieren während des Monitorings kurzzeitige Störimpulse, wodurch eine unbeabsichtigte Fehlabschaltung verhindert wird. Große Distanzen zwischen Kontrollraum und Testzellen überwinden die optischen Leiter problemlos und ohne relevante Zeitverzögerung. Auf Wunsch sind von AMO-Tronics schnelle IGBT-Halbleiterschalter zur direkten Ansteuerung von Leistungsschaltern erhältlich.

Der AMO-Tronics Emergency Shutdown Controller entspricht den Prüfanforderungen für digitale Datenverarbeitung gemäß DIN EN 61083 für Messgeräte und Software für Messungen bei Hochspannungs- und Hochstrom-Prüfungen. Er fügt sich als Stand-Alone-Gerät nahtlos in jede existierende Laborumgebung ein. AMO-Tronics integriert das System aber auch in die eigenen Saturn Messsysteme. So ist es zum Beispiel möglich, die Messsignale eines Saturn Transientenrekorders direkt zu nutzen oder auf die Ausgabe des Saturn Sequencer/Timer Controllers zuzugreifen. Dank ihres modularen Aufbaus können auch bestehende Mess- und Steuerungssysteme von AMO-Tronics jederzeit erweitert werden.

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