Der etwas andere Datentransport: Dieser Cloudtransporter ermöglicht es Unternehmen mit schwachen Internetleitungen größere Mengen an Daten schneller in die Cloud zu übertragen.
Foto: Dunkel

Hard- und Software

Ein schneller Weg für große Datenmengen in die Cloud

Der Cloudtransporter bietet die Möglichkeit, große Datenmengen trotz langsamer Internetleitungen schnell in die Cloud zu befördern. So funktioniert’s.

Um größere Mengen an Daten abseits ausgetretener Pfade in die Cloud zu befördern, verlegt Cloudexperte Dunkel die Internetleitung auf die Straße und wirkt mit Pferdestärken mangelnden Bits entgegen. Speziell auf Datentransport geeicht, bringt sein umgebauter Offroader Cloudtransporter Informationsschätze verschlüsselt ans Ziel. Damit ermöglicht er Firmen in breitbandvernachlässigten Gebieten flüssige Backups in der Cloud, die Migration virtueller Maschinen oder einen Serverumzug.

So gelangen große Datenmengen in die Cloud

Offsite-Backup ist Pflicht. In Gegenden ohne Breitbandanschluss kann die Datenübertragung aber schnell Tage dauern oder gar scheitern. Damit Disaster Recovery nicht zum Desaster mutiert, fährt der Cloudtransporter vor. Ein fachkundiger Datenkurier lädt das kostbare Gut hoch, manövriert es über Stock und Stein und spielt es am Zielort hoch ins Digitalarchiv. Liegt der Datenpool erst einmal in der Cloud, erledigen Unternehmen die täglich anfallenden Backup-Änderungen selbst: Meist machen diese unter 5 % der gesamten Informationsmenge aus und laufen daher auch bei trägem Internet. Macht ein Serverumzug im Rechenzentrum die Migration der virtuellen Maschinen erforderlich, transferiert sie der Cloudtransporter übers Wochenende. Auch der Umzug eines Servers in die Cloud gelingt über die asphaltierte Datenautobahn sicher und flüssig.

Wie ist der Cloudtransporter ausgestattet?

Außen robust, birgt der Transporter innen High-End-Speicher- und Netzwerktechnik. Festplattenkapazität mit einem Datenvolumen von bis zu 1 PB – 1015 Byte – sind mit 256-Bit-Keys verschlüsselt im Serverrack. VM-Ware stellt die virtuelle Infrastruktur. Liefert das Quellsystem Daten mit 10 GBit/s, übernimmt der Cloudtransporter 50.000 GB – also also 50 TB – in unter einem halben Tag.

Ein Beispielszenario: Der Cloudtransporter kutschiert 50.000 GB Daten von Stendal zum nächstgelegenen Cloud-Anschluss. Zur Fahrtzeit wird zusätzlich ein halber Tag für den vollständigen Transfer der Daten in die Zielcloud benötigt. Zur Orientierung beträgt der Upload von 50 TB bei ultraschneller Glasfaser mit 1 GB fünf Tage und in Gegenden mit gutem Breitbandanschluss von rund 50 MBit knapp 100 Tage. Bei Unternehmen, für die Upload-Geschwindigkeiten von unter 5 MBit/s an der Tagesordnung stehen, brächen 50 TB Daten zu einer ausgedehnten 2,5 Jahres-Tour auf.

Der anthrazitfarbene Cloudtransporter ist ein Mercedes Sprinter an. Höhergelegt, mit Permanent-Allrad, drei Differenzialsperren und vergrößerten Reifen steuert er über unwegsames Gelände. Das zur Dämmung verwendete „Spaceloft“ gilt als das Material mit dem höchsterreichbaren Wärmedurchlasswiderstand.

Foto: Erik Schäfer

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