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Foto: Erik Schäfer

Management

So funktionieren agile Innovationskulturen

Simon Blake von Launchlabs befasst sich beruflich mit agilen Innovationskulturen. K&E fragte, was ihn antreibt und wie Unternehmen richtig innovieren.

Agile Innovationskulturen, das ist eines der großen Themen mit denen sich Simon Blake beruflich befasst. KONSTRUKTION & ENTWICKLUNG sprach im Interview mit dem Mitgründer der Launchlabs in Berlin über seine Motivation und auf welche Art und Weise Unternehmen innovativ sein können.

Herr Blake, große Unternehmen haben sich Ihnen und Ihrem Team anvertraut, wenn es um das Thema richtig innovieren geht. Wie geht das vor sich? Mit welcher Frage fängt man an?

Simon Blake: Wir fangen gerne mit der Frage nach dem „Warum?“ an. Warum möchte ein Team ein neues Produkt oder einen neuen Service auf dem Markt bringen? Warum sucht ein Unternehmen nach einem neuen Geschäftsmodell? Warum haben sich Marktbedingungen oder Kundenbedürfnisse verändert? Diese Fragen helfen uns, gemeinsam mit unseren Kunden besser zu verstehen, was sie antreibt. Häufig lassen sich schon in diesem frühen Reflexionsprozess bestimmte Annahmen herauskristallisieren, die einfach implizit als gegeben angesehen wurden und jetzt noch einmal bewusst hinterleuchtet werden können. Das ist ganz wichtig, wenn wir gemeinsam verstehen wollen, welche Suchfelder und Lösungsräume sich später eröffnen lassen. Zum Beispiel möchte niemand ein Loch in die Wand bohren, weil er Löcher in der Wand toll findet, sondern weil er beispielsweise ein Bild aufhängen möchte. Fragt man jetzt noch einmal, warum die Person ein Bild aufhängen möchte, kommt vielleicht dabei heraus, dass sie mit dem Bild eine schöne Erinnerung an einen besonderen Moment in ihren Alltag holen will. Stellt man sich nun die Frage, wie man Menschen helfen kann, schöne Erinnerungen auf einfache Art und Weise in ihrer Alltagsumgebung zu erleben, hat man sich einen ganz anderen Lösungsraum erschlossen. Dieser neue Lösungsraum lässt viel mehr Platz für innovative Ideen zu, als wenn man sich ausschließlich um die Verbesserung des Bohrers oder um die der Schraube kümmerte.

„Agilität ist nicht nur in der innovativen Lösungsentwicklung ein wichtiges Werkzeug“

Was benötigen Sie und Ihr Team an Grundinformationen, um Kunden wie beispielsweise Audi, Festo oder Lapp zu unterstützen?

Simon Blake: Neben dem Warum schauen wir uns die Rahmenbedingungen an. Was ist bisher schon zum Thema geschehen? Wie viel Zeit steht zur Verfügung? Ist die Entwicklungsarbeit in crossfunktionalen Teams möglich? Geht es in erster Linie um die Entwicklung einer singulären Innovation oder um den Aufbau einer Innovationskultur? Wir arbeiten dabei nach dem Motto „Start small, but start!“, das heißt, das wir gerne am Anfang einer Zusammenarbeit aus den gegebenen Rahmenbedingungen versuchen, das bestmögliche Setup für Innovation herzustellen, auch wenn wir zunächst nur in kleinem Rahmen anfangen: Aus unserer Erfahrung ist es besser, beispielsweise zunächst mit einem kleinen crossfunktionalen Team in einem kurzen Zeitraum erste fassbare Ergebnisse zu produzieren, als eine große Innovationsoffensive mit viel Vorlauf generalstabsmäßig zu planen. Aus ersten Zwischenergebnissen lernt nicht nur das Team schneller, was es alles noch nicht weiß. Auch wir verstehen schneller, wo es in dem Unternehmen beispielsweise Barrieren gibt, die die Innovationsfähigkeit behindern oder wo sich unerwartete Treiber für innovative Lösungen finden.
Agilität ist nicht nur in der Lösungsentwicklung ein wichtiges Werkzeug, sondern auch beim Aufbau einer Innovationskultur: Kleine Sprints führen ohne großes Risiko zu schnellen ersten Ergebnissen, aus denen wir schneller lernen können, als mit einem Masterplan.

Die meisten Technikunternehmen denken vom Produkt her. Was ist daran falsch?

Simon Blake: Ist das tatsächlich noch immer so? Als ich vor zwölf Jahren die School of Design Thinking am Hasso Plattner Institut mitaufgebaut habe, war „Human Centered Innovation“ tatsächlich für viele Unternehmen, die ich kennengelernt habe, eine kleine Revolution. Mittlerweile hat sich aus meiner Sicht eine Menge getan. Unsere Pionierarbeit von damals hat vielleicht ein klein wenig dazu beigetragen: Heute finden sich Design Thinking und andere nutzerzentrierte Innovationsansätze mittlerweile an vielen Unis standardmäßig im Curriculum wieder. Und auch in vielen Unternehmen sind Begriffe wie Business Model Canvas, User Experience oder Blue Ocean keine Fremdwörter mehr. Da können wir heute auf einem ganz anderen Level anfangen, miteinander zu arbeiten. Dass der Kunde am Ende alles bezahlt, ist ja eine Binsenweisheit. Das sich über ein exzellentes Kundenerlebnis höhere Unterscheidbarkeit und letztlich auch höhere Margen erschließen lassen, als mit einer Produktfokussierung hat sich aus meiner Sicht auch schon recht weit herumgesprochen. Nicht zuletzt durch Fernsehshows wie „Die Höhle der Löwen“ wird sogar einem Massenpublikum gezeigt, dass ich für einen erfolgreichen Pitch zuallererst einmal eine überzeugende „Value Proposition“ brauche, die ein echtes Kundenproblem löst.

Sie sagen, der deutsche Mittelstand sei idealtypisch dafür, um „das nächste große Ding“ herauszubringen. Woran machen Sie das fest?

Simon Blake: Im Vergleich zu großen Konzernen hat der Mittelstand häufig viel mehr Gründer-DNA in sich. Während die Großen versuchen, einfach Start-Up Kultur aus dem Silicon Valley zu kopieren, sich aber aufgrund ihrer schieren Größe häufig nur sehr langsam einem Kulturwandel unterziehen können, sind Mittelständler hier klar im Vorteil: Im Mittelstand sitzen aus meiner Sicht mehr Leute mit einem Macher-Mindset, weil Prozesse weniger streng sind und man sich über Abteilungen hinweg besser kennt. Dadurch ist der Mittelstand häufig näher mit dem Ohr am Kunden. Macher-Mindset, flexiblere Prozesse und kundenzentrierte Innovation, das sind letztlich die Faktoren, um die es häufig geht, wenn darüber diskutiert wird, das Start-Ups schneller sind mit Innovationen als traditionelle Unternehemen. Gegenüber Start-Ups hat der Mittelstand wiederum den Vorteil, dass die Beziehung zum Kunden vergleichsweise lange besteht, während Start-Ups sich zunächst mühsam erste Kunden suchen und Vertrauen erst aufbauen müssen. Außerdem hat der Mittelstand im Vergleich zum Start-Up deutlich mehr Erfahrung, wenn es um scheinbar langweilige Standardprozesse geht, wie Beispielsweise Controlling oder Recruitment. Viele Start-Ups scheitern nicht zuletzt daran, dass sie ihr schnelles Wachstum nicht mit den entsprechenden Prozessen abbilden können, weil beispielsweise die Gründer noch unerfahren sind.

„Moment sind noch viele Anwendungen der additiven Fertigung in den Kinderschuhen“

Die Digitalisierung ist „die jüngere Schwester“ der Globalisierung. Beide zusammen erhöhen die Geschwindigkeit — auch für das Innovieren. Nimmt die Geschwindigkeit zu? Gelten Maschinenlaufzeiten von 20 Jahren und mehr nicht mehr?

Simon Blake: Die Innovationszyklen werden immer schneller, das sagen zumindest alle Studien, die ich kenne. Und auch meine Alltagserfahrung. Ob Maschinenlaufzeiten von zwanzig Jahren nicht mehr gelten, kann ich nicht beantworten, da ich ausgewiesenermaßen kein Fachexperte für Anlagen bin. Ich möchte aber gerne zwei Beobachtungen mit Ihnen teilen, die zeigen, dass sich auch im Anlagenbau und im Betreiben von Fabriken ganz neue Möglichkeiten quasi innerhalb der letzten fünf bis zehn Jahre ergeben haben: Seit der Einführung des iPhones im Jahr 2007 hat sich ein interessanter Wandel in der Gesellschaft vollzogen: Sie können davon ausgehen, das nahezu alle Arbeiter und Instandhalter in einer Werkshalle ein touchbasiertes Interface und Apps bedienen können. Viele von ihnen bringen das Smartphone jeden Tag mit zur Arbeit. Als Unternehmen können Sie also mittlerweile ohne jegliche betriebliche Fortbildung auf ein neues Level an digitalem Nutzer-Know-how in der Werkshalle zurückgreifen. Und Sie haben durch die in der Hosentasche mitgebrachten Smartphones eine Menge zusätzlicher Endgeräte im Werk, ohne dass das Unternehmen dafür etwas zahlen musste. Jetzt stellt sich doch die Frage, ob Sie die Kamera des Smartphones beispielsweise als Barcode Scanner nutzen können, um sich an Geräten einzuloggen um gerätebezogene Daten zu bearbeiten. Festo hat zusammen mit uns die App Smartenance entwickelt, ein einfaches Tool, mit dem Sie in der Fabrikhalle ihre Wartungslogistik und die Qualität der Wartung deutlich verbessern können. Ein ganz neues Geschäftsfeld für Festo, das erstmal nichts mit dem Zerspanen von Aluminium zu tun hat.
Die zweite Beobachtung ist der Siegeszug des 3D-Drucks, der gerade erst angefangen hat. Im Moment sind noch viele Anwendungen der additiven Fertigung in den Kinderschuhen, aber vom Flugzeugbau bis zur Häuserfertigung entstehen ganz neue Möglichkeiten der ressourceneffizienten Produktion, die die bestehenden Verfahren sicher sinnvoll ergänzen werden. Die interessante Frage aber ist, ob bestimmte Dinge in Zukunft immer noch in Fabriken gefertigt werden müssen, oder ob ein Nutzer sie sich direkt zuhause ausdrucken kann, wie beispielsweise Ersatzteile.

Foto: Erik Schäfer
Die "Möbel für Teamarbeit" sind ein neues Geschäftsfeld von Launchlabs.

Der Schnelle ist erfolgreicher als der Langsame. Spielt die Unternehmensgröße keine Rolle mehr?

Simon Blake: Auch wenn es mit Sicherheit Ausnahmen gibt: Die Unternehmensgröße spielt in meinem Verständnis sicher nicht mehr die maßgebliche Rolle. Früher konnte man durch schiere Größe viele Vorteile generieren, zum Beispiel beim Einkauf von Rohstoffen oder durch Vertriebsmacht. Beides kann eine Markteintrittsbarriere für Wettbewerber darstellen. Das hat sich in vielen Bereichen durch digitale Marktplätze, die als Vermittler auftreten, massiv geändert.
Diese sogenannten Plattformen ermöglichen es auch kleineren Unternehmen, eine optimierte Logistik zu entwickeln. Beispielsweise gibt es einen Anbieter, der europaweit Logistiklösungen verschiedener Anbieter vergleicht und mir auf meine Bedürfnisse hin ein optimales Angebot auf Knopfdruck ermittelt. Als kleiner Produzent muss ich mich um das Thema Versand einfach nicht mehr so stark kümmern. Und im Bereich E-Commerce gibt es mittlerweile für jeden Bedarf die passende Shopping Plattform, die ich entweder auf dem firmeneigenen Server oder als Service nutzen kann.
Auch was das Thema Know-how angeht, braucht der Kleine sich nicht unbedingt vor dem Großen zu verstecken: Das deutsche Start-Up DeepL hat laut vieler Vergleichstests die derzeit weltweit beste automatische Übersetzungsplattform entwickelt. Die Ergebnisse sind deutlich besser als die Ergebnisse von Google! Das Team von DeepL hat einfach auf eine andere Art von Algorithmus gesetzt, als Google und ist jetzt vorn. Da passt der Spruch von Entrepreneurship-Professor Faltin der FU Berlin wie die Faust aufs Auge: „Kopf schlägt Kapital“.

Innovation ist nicht unbedingt eine Frage von viel Geld. Es sollte allerdings auch die Frage nach dem ROI nicht an erster Stelle stehen, weil sie die Kreativität im Keim erstickt, oder?

Simon Blake: Zuallererst sollte immer die Frage beantwortet werden können, ob eine Erfindung ein relevantes Nutzerbedürfnis bedient. ROIs erschließen sich häufig nicht vom ersten Moment an. Deshalb ist es wichtig, dass Unternehmen die Fähigkeit entwickeln, viele kleine Innovationsexperimente durchzuführen, ohne dabei ein großes (finanzielles) Risiko einzugehen. Wenn ich als Organisation mit meinen Kunden im Dialog stehe und mir schnelles Feedback auch zu unfertigen Ideen einhole, erhöhe ich die Möglichkeit, das nächste Große Ding zu entwickeln.
Bevor das passiert, muss ich zusätzlich die Fähigkeit besitzen, die besten Experimente auszuwählen und schnell skalieren zu können. Hier findet der Wechsel von Experiment zu Effizienz statt. An dieser Stelle sollte ich eine Idee davon haben, wie groß ein Marktpotenzial sein könnte. Google hat übrigens für seine Suchmaschine knapp sechs Jahre gebraucht, bis sie mit AdWords ein extrem erfolgreiches Geschäftsmodell gefunden hatten.

„Im Prinzip muss ich Antworten auf drei Fragen liefern können“

Technologie, Geschäftsmodell und Kunde, das sind die drei Elemente die notwendig sind, um eine Innovation erfolgreich werden zu lassen. Bedeutet das, dass jede Innovation nach diesen Kriterien untersucht werden muss?

Simon Blake: Zumindest, wenn es um sogenannte Sprunginnovationen geht, die nicht einfach eine bestehende Lösung zehn Prozent besser machen. Wenn es um eine Lösung geht, die den Status Quo um den Faktor zehn verbessern soll, würde ich mir genau diese drei Elemente anschauen. Im Prinzip muss ich Antworten auf drei Fragen liefern können: Gestalte ich mit meiner Innovationsidee eine wünschbare Zukunft für den Kunden? Das ist die Frage nach der Wünschbarkeit. Diese Frage sollte immer zuerst beantwortet werden. Die zweite Frage ist dann die nach der technischen Machbarkeit, die in engem Zusammenhang steht mit der Frage nach der Wirtschaftlichkeit. Kann ich also eine Lösung des Wunschszenarios technisch so realisieren, dass der potenzielle Kunde sich das finanziell leisten kann und ich als Organisation einen positiven Deckungsbeitrag erwirtschafte?

Herr Blake, Unternehmen sollten ein paar Cashcows im Produktportfolio haben und gleichzeitig nach Trends, neuen oder gar disruptiven Technologien Ausschau halten und daraus wieder neue Cashcows entwickeln. Wie soll das ein kleines Unternehmen stemmen?

Simon Blake: Wenn sich das Unternehmen als Innovationsführer sieht, ist es geradezu überlebenswichtig, einen Teil der Erlöse aus dem Cashcow-Geschäft in Experimente zu investieren, die dazu dienen neue Produkte, Services oder Geschäftsmodelle zu entwickeln. Wir haben uns beispielsweise als kleines Unternehmen mit vierzehn Mitarbeitern vor einigen Jahren ein ganz neues Geschäftsfeld erschlossen, als wir begonnen haben, neben unserer Beratungsarbeit auch Möbel für Teamarbeit zu entwickeln. Durch unsere Arbeit haben wir bemerkt, dass es bei unseren Kunden häufig keine praktischen Arbeitsumgebungen für Teamarbeit gab. Als wir am Markt nur bedingt geeignete Möbel gefunden haben, war das Bedürfnis klar erkannt. Also haben wir angefangen, aus den Möbeln, die ein Tischler für unsere eigene Arbeitsumgebung nach unseren Entwürfen hergestellt hatte, Produkte zu machen. Ein erster Testmarkt waren dann unsere Bestandskunden, die unsere Möbel auch schon von uns kannten und die bereits erlebt hatten, welche Vorteile sie bieten. Seit letztem Jahr haben wir dann den nächsten Schritt unternommen und einen Onlineshop eröffnet, in dem die Produkte nun von jedermann bestellt werden können.
Das spannende an dem Vorgehen ist, dass Sie auch als kleines Unternehmen solche Wege gehen können, wenn sie einen Weg finden, das Risiko möglichst für jeden Schritt zu minimieren.

Besonderen Wert messen Sie dem Raum bei, in dem innoviert werden soll. Wie sieht denn eine besonders Ideen fördernde Umgebung aus?

Simon Blake: Eine gute Arbeitsumgebung, in dem Teams sich voll auf die Entwicklung konzentrieren können, sollte wie ein guter Butler sein: Unsichtbar, wenn er nicht gebraucht wird, aber immer zur Stelle, wenn er gebraucht wird. Nach diesem Motto gestalten wir unsere Räume und die unserer Kunden.
Zunächst einmal geht es darum, die Grundbedürfnisse von Teams nach Luft, Licht und Platz zu bedienen, damit sie sich wohlfühlen und Höchstleistungen bringen können. Darüber hinaus spielt Flexibilität eine große Rolle: Das bedeutet, dass alle unsere Möbel sehr einfach und flexibel zu nutzen sind, damit man sie ohne großes Nachdenken der Situation entsprechend anpassen kann.

Agile Innovationsentwicklung benötigt darauf zugeschnittene Räume. White-boards können bei uns beispielsweise mit einer Hand von der Wand abgenommen werden, unterm Arm in den nächsten Raum mitgenommen werden und einfach an einer anderen Wand wieder angeheftet werden. Der Nutzer braucht sich gar keine Gedanken darüber zu machen und kann sich dadurch voll auf die Inhalte konzentrieren.

Was ist Launchlabs und wer steckt dahinter?

Simon ist mit seiner über zehnjährigen Erfahrung im Design Thinking, als zertifizierter Scrum Master und Product Owner, Visual Facilitator und Google Design Expert ein gefragter Experte für agiles Arbeiten und Innovationsentwicklung. Als Gründer und Geschäftsführer der Launchlabs hat Simon eine Vielzahl an strategischen Innovationsprojekten erfolgreich aufgesetzt und die Führungskräfte bei der Transformation zur agilen Organisation begleitet. Außerdem unterstützt Simon Start-Ups als Mentor und Angel Investor, sowie die IHK Berlin als Mitglied im Ausschuss „Wissenschaft-Wirtschaft“. Am liebsten arbeitet Simon an inspirierenden Orten und hat dazu bereits 2011 die Workation Week ins Leben gerufen. Er ist verheiratet und liebt es, als Schlagzeuger in Musikprojekten den Beat anzugeben.

Die Launchlabs wurden 2012 in Berlin gegründet und beschäftigen dort inzwischen 14 Mitarbeitende. Launchlabs betreiben mit zwei Partnern weitere Schwester-Büros in Basel (Schweiz) und seit kurzem in Sofia (Bulgarien). Inhaltlich berät das Unternehmen zu agilen Innovationsansätzen wie Lean Start-Up, Scrum und Design Thinking, um etablierten Unternehmen zu einer gelebten Innovationskultur zu verhelfen. Da der Raum beim Innovieren eine wichtige Rolle spielt, haben die Launchlabs zusammen mit zwei Partnern eigene Möbel entwickelt, die inzwischen seriell gebaut werden — ein völlig neu erschlossenes Ge-schäftsfeld, das zeigt, dass die Launchlabs in der Praxis das leben, was sie ihren Kunden vermitteln wollen.