Zur Vorbereitung auf die Formula Student Germany hat SKF die elf vom Unternehmen gesponserten Rennställe zum ‚Pit Stop‘ gerufen.
Foto: SKF

Studenten

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Am 6. August startet die Formula Student Germany. Damit die Teams beim Heim-Grand-Prix möglichst gut abschneiden, hat SKF seine Rennställe zu einem Vorbereitungslehrgang gerufen.

‚Pit Stop‘ nennt SKF das zweitägige Training, bei dem es um deutlich mehr geht als nur rasend schnelle Handgriffe. „Beispielsweise haben wir die Studenten in die korrekte Lagerauslegung und -montage eingewiesen und ihnen Einblicke in moderne Dichtungstechnik vermittelt“, erläutert Pit Stop-Organisatorin Jana Hümmer von der Kommunikationsabteilung bei SKF in Schweinfurt. Hinzu kam ein Besuch im so genannten ‚Musterbau‘ des Schweinfurter Werks, wo unter anderem extrem leistungsfähige Lager für die Formel 1 entstehen, sowie eine Stippvisite in der Dichtungsfertigung der SKF Economos GmbH. Selbst eine Exkursion zur Fachhochschule für angewandte Wissenschaften Würzburg-Schweinfurt stand auf der Agenda. „Dort erhielten die Teams unter anderem Hilfestellungen zum Steuerrecht, zu Marketing-Themen wie ,Visual Identity‘ oder auch zur Präsentation von Geschäftsmodellen“, berichtet Hümmer.

Mehr als nur rasen

Hintergrund des breit angelegten Ausbildungsprogramms ist der konzeptionelle Ansatz, den der Verein Deutscher Ingenieure (VDI) als ideeller Ausrichter der Formula Student Germany (FSG) verfolgt: Der Wettbewerb soll den Studierenden nicht nur praktische Erfahrungen in Konstruktion und Fertigung ermöglichen, sondern sie auch mit sämtlichen wirtschaftlichen Aspekten des Automobilbaus vertraut machen. Entscheidend für den Erfolg bei der FSG ist also das Gesamtpaket, das die Nachwuchskonstrukteure abliefern: Design, Kostenplanung und Geschäftsmodell müssen die Jury aus Industrie- und Wirtschaftsfachleuten ebenso überzeugen wie die Performance der Eigenbauten auf der Rennstrecke. Mit diesem interdisziplinären Bewertungsmodell will der VDI die Studenten möglichst praxisnah aufs Berufsleben vorbereiten und natürlich auch dem chronischen Ingenieurmangel entgegenwirken.

Dieser Aufgabe widmen sich auf dem Hockenheimring insgesamt 118 Rennställe. Als einer der Hauptsponsoren der FSG unterstützt die deutsche SKF elf davon:

  • Elefant Racing Bayreuth

  • Fasttube Berlin

  • CAT-Racing Coburg

  • Fast Forest Deggendorf

  • Elbflorace Dresden

  • Rennstall Esslingen

  • E-Gnition Hamburg

  • Hawks Racing Hamburg

  • HHN Racing Heilbronn

  • Team Starcraft Ilmenau

  • und Technikum Mittweida Motorsport.

Erster Step: Prüfplakette bekommen

„Die Rennställe bereiten sich jetzt erst mal intensiv darauf vor, die technischen Abnahmen zu Beginn des Wettbewerbs zu überstehen“, erklärt Jana Hümmer von SKF, „denn nur wer die entsprechenden Prüfplaketten erhält, darf überhaupt auf die Rennstrecke!“ Erst danach können die Eigenbauten unter anderem Eigenschaften wie Fahrdynamik, Handling, Beschleunigung, Ausdauer und Kraftstoff- beziehungsweise Energieverbrauch in den dynamischen Disziplinen Autocross, Skid-Pad, Acceleration und Endurance unter Beweis stellen.

Zum zweiten Mal bei der Formula Student Germany kommt es dabei nicht unbedingt auf fahrerisches Können an: Neben den Verbrenner- und Elektroautos gehen auch wieder autonom fahrende ‚Driverless‘-Konstruktionen an den Start. „Im vergangenen Jahr haben manche davon unfreiwillig komische Routen eingeschlagen“, weiß Hümmer, „insofern darf man gespannt sein, wie sich diese zukunftsträchtige Technologie diesmal präsentiert.“

Know-how und Kontakte

Unabhängig von den letztlichen Renn-Resultaten dürften sich viele Pit Stop-Teilnehmer schon jetzt als Gewinner betrachten. Schließlich dient die Veranstaltung nicht nur dazu, zusätzliches Wissen zu erwerben. „Man knüpft hier ja auch wertvolle Kontakte zur Industrie. Und das kann im Hinblick auf das spätere Berufsleben sicher nicht schaden“, so Jana Hümmer abschließend.

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