Image
headmade_myti_prototyp.jpeg
Foto: Headmade Materials
Neben herausragenden Materialeigenschaften und einem zukunftsweisenden Design zeigen die neuartigen Fahrradpedale, wie die 3D-Drucktechnologie von Headmade Materials den Weg zu einer echten additiven Serienproduktion ebnet.

Additive Fertigung

Ultra leichte Titan-Klickpedale aus dem 3D-Drucker

Wie Headmade Materials mittels 3D-Druck die Serienfertigung von besonders leichten High-End Klickpedalen aus Titan möglich macht.

Headmade Materials GmbH, Erfinder des Metall-3D-Druckverfahrens Cold Metal Fusion (Metal SLS), und die Titanum GmbH arbeiten zusammen, um ein bahnbrechendes Design für extra leichte Klickpedale zu realisieren. Durch die Kombination der Designfreiheit der Cold Metal Fusion-Technologie mit den einzigartigen Eigenschaften des Werkstoffs Titan wurden die nach Angaben der Unternehmen die weltweit leichtesten Fahrradpedale designed, die ein bisher unerreichtes Fahrgefühl bieten sollen.

Für die additive Fertigung von Metallbauteilen gibt es verschiedene Technologien, das gängigste Verfahren in der Industrie ist dabei bisher das direkte Metall-Laser-Sintern (SLM, DMLS). Auch in der Fahrradindustrie ist es heute die vorherrschende Technologie, führt aber mit seinen Einschränkungen bei thermischen Spannungen, Stützstrukturen, Materialverfügbarkeit und geringer Produktivität trotzdem nur ein Nischendasein in diesem Markt.

Einsatzmöglichkeiten des Metall-3D-Drucks erweitern

Die sinter-basierte Cold Metal Fusion Technologie von Headmade Materials überwindet diese Hürden, indem sie die Vorteile des 3D-Drucks mit den Vorteilen der Pulvermetallurgie kombiniert und so eine 3D-Drucklösung schafft, die die Einsatzmöglichkeiten des Metall-3D-Drucks dauerhaft prägen wird. Das einzigartige Feedstock Material von Headmade Materials wird dabei auf gängigen SLS-Anlagen für den 3D-Druck von Kunststoffen verarbeitet, die von verschiedenen Anbietern auf der ganzen Welt erhältlich sind. Nach dem Drucken werden die Teile entbindert und gesintert, um ein Metallteil mit hervorragenden mechanischen Eigenschaften zu erhalten.

Inspirierende 3D-Druck-Projekte

Ultimaker stellt die originellsten und inspirierendsten 3D-Druck Projekte des Jahres 2020 vor.
Artikel lesen

Leichte Titan-Pedale wirtschaftlich fertigen

Rico de Wert, Mitbegründer von Titanum, experimentiert schon seit Jahren mit dem speziellen Design für die Myti-Klickpedale. Aber entweder waren bisher die technische Machbarkeit oder die hohen Herstellungskosten der limitierende Faktor für die Realisierung. Das Wissen und die DNA von Element 22, Pulvermetallurgie und Titan zur Perfektion zu bringen, war letztlich der fehlende Baustein.

Durch die Verknüpfung der Idee von Titanum mit der Technologie von Headmade Materials Mitte 2020 durch Matthias Scharvogel, Geschäftsführer der Element 22 GmbH, wurde die richtige Kombination gefunden, um die Herausforderungen auf dem Weg zur Marktreife des Pedals zu meistern.

Image
myti_montiert_ohne-cleat.jpeg
Foto: Headmade Materials
Die außergewöhnlich leichten Klickpedale aus Titan wurden von renommierten Fahrradspezialisten wie Ralf Holleis von Huhncyles, Tom Sturdy von Sturdy Cycles und vielen anderen getestet und für gut befunden – sowohl für MTB als auch für Rennrad. 

Patentiertes Klickpedal: der Prototyp hat überzeugt

Nach dem Druck der ersten Prototypen war die Performance bereits hervorragend, es mussten nur noch ein paar Details geändert werden und es wurde gleich ein Patent angemeldet. Die Reise vom ersten Kontakt bis zum endgültigen Design des Myti-Klickpedals dauerte nur sechs Monate, was die Bereitschaft aller Beteiligten beweist, dieses Projekt voranzutreiben.

Die Pedale sind jetzt über Kickstarter erhältlich und werden im Sommer 2021 ausgeliefert. Hergestellt werden die vielen tausend Pedale pro Jahr mit der Cold Metal Fusion Technologie von Headmade Materials. 

Image
ceramtec_keramik_3d-druck.jpeg
Foto: Ceramtec

Additive Fertigung

Keramik-Bauteile aus dem 3D-Drucker

Ceramtec stellt künftig Konstruktionselemente aus Technischer Keramik mittels 3D-Druck her.

Image
weerg_extreme_carbon-fiber.jpeg
Foto: Weerg

Additive Fertigung

Carbon Fiber statt Metall: neues Material für 3D-Druck

Das neue Material „Extreme Carbon Fiber + PA 12“ soll den 3D-Druck von Metall weiter voranbringen. Was damit möglich ist.

Image
evonik_3d-druck_filament.jpeg
Foto: Evonik

Additive Fertigung

3D-Druck: Kann dieses Peek-Filament Metall ersetzen?

Evonik bringt ein neues hochtemperaturbeständiges Peek-Filament für den industriellen 3D-Druck auf den Markt, das sogar Metall ersetzen kann.

Image
1zu1_fdr_automotive-stecker.jpeg
Foto: Darko Todorovic

Additive Fertigung

FDR ermöglicht noch kleinere Bauteile per 3D-Druck

Weltneuheit: Fine Detail Resolution (FDR) ermöglicht SLS-Bauteile in Serienqualität. Der 3D-Druck von kleinen Bauteilen erreicht hier eine neue Präzision.