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Fluidtechnik

Vernetzte Hydraulik: Vernetzung mit Mehrwert

Die digitale Zukunft der Hydraulik hat begonnen. Rexroth sieht darin einen Mehrwert für Maschinenhersteller und Endanwender.

Die vernetzte Hydraulik erschließt die Potenziale von Industrie 4.0 und dem Internet der Dinge. Die Produktivität ist für Maschinenhersteller und Anwender das Maß aller Dinge. Die vernetzte Hydraulik leistet einen wichtigen Beitrag dazu, denn sie verknüpft die physikalischen Vorteile der Fluidtechnologie über den gesamten Lebenszyklus mit den nahezu unendlichen Möglichkeiten der Digitalisierung und der Vernetzung im Internet der Dinge.

Hydraulik „to go“

Der Trend ist eindeutig: Immer weniger Konstrukteure wollen Hydrauliksysteme komplett selbst konstruieren, sondern Funktionen durch einbaufertige Plug-and-produce-Module abbilden. Rexroth bietet hier mit der neuen Aggregate-Generation Cytro Box, drehzahlvariablen Pumpenantrieben oder einbaufertigen Linearantrieben mit dezentralem Fluidkreislauf bereits ein breites Portfolio, das ständig wächst. Sozusagen Hydraulik to go: Aussuchen, bestellen, inbetriebnehmen. Online-Tools für die Auswahl und Konfiguration von Hydraulikkomponenten und komplexe Baugruppen fügen sich immer mehr in die digitalisierten Arbeitsabläufe der Konstrukteure ein. Durch die Verlagerung von bislang hydromechanisch ausgeführten Bewegungen in die Software können sie darüber hinaus mit identischer Hardware verschiedene Bewegungsaufgaben lösen.

Schnelle Inbetriebnahme mit Software-Assistenten

Software-Tools prägen auch die Inbetriebnahme. Ventile mit digitaler Intelligenz identifizieren sich über eine Multi-Ethernet-Schnittstelle oder IO-Link automatisch selbst. Software-Assistenten und Wizards für die Erstparametrierung führen auch weniger erfahrene Techniker logisch durch die Inbetriebnahme und schlagen passende Reglerparameter vor. Das vermeidet Fehleingaben und beschleunigt die Inbetriebnahme deutlich. In einem nächsten Schritt stellen Regelventile die offene Schnittstelle Bluetooth bereit. Via App können Anwender mit ihrem Smartphone direkt auf Komponenten zugreifen, Parameter ändern und die Hydraulik an ihre jeweilige Aufgabe anpassen.

Maximale Produktivität durch Höchstleistung

Diese Anpassung an die jeweilige Aufgabe und die kontinuierliche Leistungssteigerung von Hydraulikkomponenten bilden die Basis für eine höhere Produktivität. Der Einsatz von neuen Fertigungsverfahren wie 3D-Druck erschließt darüber hinaus zusätzliche Potenziale. Gleichzeitig hat die Hydraulik enorme Fortschritte bei der Energieeffizienz gemacht. Mit Verbrauchseinsparungen von bis zu 80 % trägt sie aktiv dazu bei, die CO2-Ziele produzierender Unternehmen zu erreichen.

Im täglichen Betrieb erfassen vernetzte Hydraulikprodukte und -systeme kontinuierlich Betriebsdaten. Diese können auf dem Gerät (z.B. bei Proportionalventilen) mit einer einfachen Lebensdauererwartung (Grün-Gelb-Rot-Logik) angezeigt werden. Die Betriebsdaten können aber auch dezentral verarbeitet und die Ergebnisse an übergeordnete Systeme versendet werden. Analyse-Algorithmen leiten daraus erhebliche Optimierungspotenziale für Prozessverbesserungen und höhere Produktivität ab.

Minimale Ausfallzeiten: Stillstand vorausschauend verhindern

Diese Daten sind auch der Schlüssel für minimale Stillstandszeiten, weil auf jahrzehntelange Anwendungserfahrung basierende Algorithmen Verschleiß erkennen, bevor dieser zu einem Ausfall führt. So bereitet die Software-Lösung Cytro Connect die Betriebsdaten von Hydraulikaggregaten dezentral auf. Instandhalter rufen per Smartphone diese Informationen unabhängig von ihrem Standort – innerhalb oder außerhalb der Fabrik – ab. Sie können viele Fehlermeldungen per Online-Zugriff lösen oder eine automatische Ersatzteilbestellung auslösen.

Digitalisierung der vernetzbaren Hydraulik gewinnt weiter an Tempo

In den nächsten Monaten werden neue digitalisierte hydraulische Komponenten, Module und Systeme in Serie gehen und die Einsatzmöglichkeiten erweitern. Vernetzbare Hydraulik ist eine zukunftssichere Technologie mit Mehrwert für Maschinenhersteller und Endanwender.

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