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Foto: Edag
In Sachen Recycling setzt Edag auch auf diese langlebige und wieder verwendbare Fahrzeugbauplattform, die im September live in Mailand vorgestellt wird.

Nachhaltigkeit

Diese Fahrzeugplattform ist eine  Recycling-Komponente

Circularity of the uncircular: Hier wird eine wieder verwendbare Fahrzeugplattform präsentiert, die Teil eines umfänglichen Recycling-Konzepts ist.

Heutzutage sind Fahrzeugplattformen Verbrauchsgüter, die eine Lebensspanne von nur wenigen Jahren haben und den Recyclingkreislauf nicht (komplett) durchlaufen. Durch Veränderungen in der Konstruktion und die begrenzte Haltbarkeit einiger weniger Teile wird die Nutzungsdauer von Autos teilweise auf weniger als 200.000 km verkürzt. Diese Laufleistung wird im schlechtesten Fall sogar bereits innerhalb kurzer Zeit erreicht. Diese Tatsache wird dem Aufwand und den notwendigen Ressourcen zur Herstellung der Komponenten nicht gerecht und verursacht darüber hinaus hohe Emissionen.

Durch Wiederverwendung von Komponenten kann die Nachhaltigkeit durch Schaffung eines zirkulären Produktlebenszyklus verbessert werden. Gemeinsam mit 21 Partnern in ganz Europa hat sich die Edag Group jetzt der schwierigen Herausforderung gestellt, auch für die anspruchsvollsten Verbundwerkstoffklassen zirkuläre Wertschöpfungsketten zu bilden.

Recycling anspruchsvoller Verbundwerkstoffe

Verbundstoffe bestehen aus verstärkenden Fasern und einer bindenden Polymermatrix. Gebrauchtteile aus verschiedenen Industriezweigen wie Sport, Erneuerbare Energien oder Wohnungsbau wurden für die Schaffung neuer Produkte verwendet, wodurch ein Re- oder sogar ein Upcycling der Materialien ermöglicht wird. Gemeinsam mit der Invent GmbH und dem Fraunhofer-Institut für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik IWU hat sich Edag nun einer noch wesentlich spannenderen Herausforderung gestellt. So heißt es vom Unternehmen: „Unser Ansatz bestand darin, das Material nicht nur zu recyclen, sondern Komponenten zu schaffen, die über viele Fahrzeugleben hinweg wiederverwendet werden können.“

Nachhaltig produzierter CFK-Helikopter fliegt Highspeed

Dieser leichte Highspeed-Helikopter aus CFK-Verbundbauteilen bringt es auf Fluggeschwindigkeiten von bis zu 400 km/h und verbraucht dabei wenig Treibstoff. 
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Innovative Fahrzeugplattform und Sitzkonstruktion

Edag hat eine Fahrzeugplattform erstellt, die für 1 Mio. km ausgelegt ist, während Invent gleichzeitig eine innovative flankierende Sitzkonstruktion realisiert hat. Die Plattform besteht aus stranggezogenen Elementen aus kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff CFK, die zu einem großen Teil zur Steifigkeit des Fahrzeugs beitragen und die Batterien vor den Auswirkungen eines Unfalls schützen. Hier wurden die spezifischen Eigenschaften der Verbundwerkstoffe ausgenutzt. Insbesondere Verbundstoffe aus Carbonfasern weisen eine höhere Beständigkeit als alle anderen gängigen Stoffklassen auf und bieten gleichzeitig eine hohe Leistung bei geringem Gewicht.

Lösungen für abnehmbare Verbindungsstücke

Die Zirkularität verlangt nach Lösungen für abnehmbare Verbindungsstücke. Während der Einsatz von Schraubverbindungen eine perfekte Standardoption darstellt, erfordern Crash-Sicherheit und Komfort Klebeverbindungen. Daher wurden neuartige Konzepte zum Ablösen der Klebstoffe entweder durch spezielle Schneidverfahren oder durch Zuführung von Wärme erforscht.

Das Ergebnis dieses herausragenden Projektes wird auf der Milano Design Week vom 5. bis 10. September vorgestellt. Alle Anwendungsbereiche werden gezeigt, um die Möglichkeiten für die Wiederverwendung von Verbundstoffen zu demonstrieren. Edag heißt alle Interessenten im Superstudio Più mit einer eindrucksvollen Präsentation der gesamten zirkulären Wertschöpfungskette willkommen.

Foto: SKF

Verbundwerkstoffe

Verbundwerkstoff für die Luftfahrtindustrie

Mit ‚Black Design‘ hat SKF eine Verbundwerkstoff-Technologie für die Luftfahrtindustrie entwickelt: Dank dieser Lösung können bislang unerreichbar scheinende Potenziale zur weiteren Gewichtsreduktion erschlossen werden.

Foto: Andreas Heddergott / TUM

Verbundwerkstoffe

Grüner Werkstoff: Hier entstehen Carbonfasern aus Algen

Im Verbund mit Granit oder anderem Hartgestein ermöglichen die nachhaltigen Carbonfasern aus Algen innovative Materialien, wie Forscher der TU München zeigen.